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Sonderlackierung für ANA: Airbus A380: Die erste Schildkröte, die fliegen lernt

Ein großer Tag für Airbus ist das Rollout eines Airbus A380 für den ersten neuen Kunden seit Jahren. Das größte Passagierflugzeug der Welt bekam in Hamburg eine Sonderbemalung - und wird auf einer ganz besonderen Strecke zum Einsatz kommen.

Der große Moment: Die Hangartür öffenet sich und das Heck des neuen Airbus A380 wird sichtbar

Der große Moment: Die Hangartür öffenet sich und das Heck des neuen Airbus A380 wird sichtbar

Seit elf Jahren fliegt er im Liniendienst und gehört zum täglichen Bild auf den größten Verkehrsflughäfen der Erde: der Airbus A380. Passagiere lieben das größte Passagierflugzeug der Welt, weil es in allen Klassen mehr Platz bietet.

Mehr als 200 Exemplare sind von Airbus ausgeliefert worden, wobei fast die Hälfte aller Flugzeuge bei Emirates Airlines zum Einsatz kommen. Doch zu einem Verkaufsschlager ist die A380 nicht avanciert. Die Produktion musste im Laufe der letzten beiden Jahre gedrosselt werden: Von einst zwei Maschinen pro Monat auf sechs pro Jahr ab 2020.

Insgesamt nur 13 Fluggesellschaften haben bisher den Airbus A380 in ihre Flotten aufgenommen. Zu den letzten Erstkunden gehörten im Jahre 2014 Asiana Airlines, Qatar und Etihad Airways. Weil eine japanische Fluglinie im kommenden Frühjahr den ersten von drei bestellten Super-Airbus erhalten wird, war das für Airbus ein großer Grund zum Feiern: im Rahmen des Rollouts der ersten frisch lackierten Maschine für einen neuen A380-Kunden.

Nur 14 A380-Kunden in elf Produktionsjahren

Der 14. Kunde heißt All Nippon Airways - kurz ANA. Das Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance ist Japans größte Airline und fliegt bisher auf Langstrecken ausschließlich mit Jets vom Hersteller Boeing. Doch durch die finanziellen Turbulenzen des japanischen Billigfliegers Skymark hatte ANA drei von einst fünf A380-Betsellungen übernommen. Die sollen nach der Übergabe im März 2019 auf der Strecke zwischen Tokio und Hawaii zum Einsatz kommen.

Für die besondere Gestaltung des riesiges Rumpfes hatten die Japaner einen Design-Wettbewerb ausgeschrieben, den Chihiro Masuoka aus Tokio für sich gewinnen konnte.

Sein Entwurf der "Sea Turtle Family" geht auf die hawaiianische grüne Meeresschildkröte - Honu genannt - zurück. Alle drei "Flying Honu" zieren das Motiv, jedoch in unterschiedlichen Farben. Am 13. Dezember erblickte nun das blaue Exemplar erstmals das Licht außerhalb des Hangars. Die nächsten beiden Maschinen werden in smaragdgrünen und orangen Farbtönen gehalten.

Die Lackierung war eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter im Werk Hamburg-Finkenwerder: Fast 1000 verschiedene Schablonen und 16 verschiedene Farben sind dazu verwendet worden.

+++ Lesen Sie auch: "A380-Suchmaschine - So finden Sie alle Flüge mit dem Super-Airbus" +++

Nach mehr als sechs Stunden Flugzeit wird es draußen hell. Bis zu 165.000 Liter Kerosin fassen die Tanks der zweimotorigen Maschine. Das verschafft dem Airbus A350 eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern.

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