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Kennedy und Johnson Space Center: Für 38 Dollar zum Mond

An keinem anderen Ort sind die Abenteuer der ersten Mondlandung so lebendig geblieben wie am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral und im Kontrollzentrum in Houston. Astronauten und Besucher trainieren den Zustand der Schwerelosigkeit und erleben Raketenstarts im 20-Minuten-Rhythmus.

Von Till Bartels

Eine knappe Autostunde östlich von Orlando in Florida heben nicht nur Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS ab, auch die Touristen können am eigenen Körper die enormen Kräfte eines Raketenstarts erfahren. Der Eintritt für eine Besichtungstour kostet 38 US-Dollar. Das riesige NASA-Areal an Floridas Atlantikküste besteht aus Sumpfgelände - die Heimat für 68.000 Alligatoren. Daher präsentiert sich die Halbinsel der Gemeinde Cape Canaveral als Mischung aus Wildreservat und Weltraumbahnhof, dem Arbeitsplatz für 14.000 Menschen. "Wenn eine Rakete startet, vibriert der Boden und die Alligatorenweibchen spielen verrückt", sagt Andrea K. Farmer vom Kennedy Space Center.

Im Zentrum der amphibischen Natur ragt das 160 Meter hohe Vehicle Assembly Building in den Himmel, der Geburtsort der Saturn- und Spaceshuttle-Raketen. Über Kiesautobahnen bringen Spezialfahrzeuge mit Kettenraupen von der Breite eines Einfamilienhauses die Kolosse zu den drei Meilen entfernten Abschussrampen. Viele dieser Plattformen aus den sechziger Jahren sind inzwischen verwaist. Aber Pad 39A und Pad 39B sind noch aktiv. Hier beginnen die ISS-Missionen zur Großbaustelle im Orbit mit den letzten verbliebenen Spaceshuttle-Exemplaren.

In einem klimatisierten Hangar liegt eine bei den Apollo-Missionen nicht zum Einsatz gekommene Saturn V-Rakete aufgebahrt. Auf Stahlstützen ruht waagrecht der größte Phallus der Nation. Für Besucher, die per Bustour das Space Center besichtigen, wird im benachbarten Firing Room Theater der Start eindrucksvoll simuliert. Dann wackeln im 20-Minuten-Rhythmus die Großbildleinwände.

Ausflug mit Tom Hanks zum Mond

Bisher war es nur zwölf Menschen vergönnt, den Mond zu betreten. Aber im Film wandelt Schauspieler Tom Hanks mit jedermann über den Mond. Die Zuschauer müssen nur ihre 3D-Brille aufsetzen und es sich in den Sesseln des Imax-Kinos bequem machen. Der Film "Walking on the Moon 3D" verwebt historisches Bildmaterial mit per Computer erzeugten Sequenzen. Sogar die Frage nach der großen Fälschung wird gestellt: War die Mondlandung nur ein von Hollywood inszeniertes Spektakel? Eine Antwort gibt der Film selbst: Heutzutage ist alles möglich, in den 60er Jahren noch nicht. Dank der in den letzten Jahren verfeinerten Computeranimation können sogar Kinobesucher zum Mond reisen.

Wie es sich auf dem Erdtrabanten bei nur einem Sechstel der Erdanziehungskraft wandeln lässt, erfahren Teilnehmer beim "Astronaut Training Experience" (ATX). Innerhalb eines halben Tages absolvieren Kleingruppen einen Schnellkurs für eine fiktive ISS-Mission. Dazu gehören Gehversuche auf dem Mond, indem man an einem Bungeeseil hängend im Zeitlupentempo mühselig über Matten hüpft. Oder sich an einer Kletterwand per Seil mit Gegengewichten der Schwerelosigkeit aussetzt. Das Halbtagsprogramm kostet 125 US-Dollar pro Person.

Lunch mit aufgewärmten Erinnerungen

Preiswerter ist das Mittagessen mit Weltraumveteranen. Für 22.99 US-Dollar dürfen Hungrige an weiß-rot karierten Tischdecken Platz nehmen. Der fensterlose Restaurant-Bunker serviert keine Sterne-Küche, sondern ein schlichtes Lunch-Büfett - mit authentischen Weltraum-Geschichten pensionierter Astronauten. Zwischen den Gängen erzählt heute William R. Pogue von seinen 2000 Stunden im Orbit. Besonders Kinder stellen dem 75-jährigen Rentner viele Fragen. "What made you want to become an astronaut?" Nach einer Stunde gibt's Autogramme und das Gruppenfoto mit dem Weltraumrentner.

Aufregender wird die Attraktion Shuttle Launch Experience. "Three, two, one, we have lift off", ertönt aus den Lautsprechern. Beim Raumfährensimulator werden die Besucher kräftig durchgeschüttelt, wie bei einem echten Raketenstart. Die erst 2007 eröffnete Besucherattraktion des Kennedy Space Centers ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Ein Schild rät Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen sowie Schwangeren von der simulierten Reise ins Orbit ab.

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Mit den beiden Sätzen bei der ersten Mondlandung "Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed", machte Neil Armstrong in der Nacht zum 21. Juli 1969 die beste Werbung für Houston. Denn das erste auf dem Erdtrabanten gesprochene Wort war der Name der texanischen Stadt. 40 Kilometer südlich von Downtown Houston hat die NASA ihr größtes Quartier.

Im Johnson Space Center trainieren bis heute alle Astronauten und werden alle Weltraumflüge überwacht. Daneben wirkt das in Zusammenarbeit mit Disney konzipierte Besucherzentrum, das Space Center Houston, wie ein schriller Vergnügungspark mit Imax-Kino. Das Museum mit Mondgestein im Schaukasten ist heute einer der Touristenmagnete des Bundesstaates. Am interessantesten ist allerdings die geführte Tour über das eigentliche NASA-Gelände.

Blick in das analoge Zeitalter

Im offenen Bus geht es zu mehreren Gebäuden der Weltraumbehörde, meist schlichte Waschbetonarchitektur aus den sechziger Jahren. Erste Station: Mission Control, das ehemalige Kontrollzentrum für die Apolloflüge. Der Saal von der Größe eines Kreisstadtkinos hat seine 60er Jahre Patina. Zwischen 1965 und 1996 überwachten die führenden Köpfe der Nasa von hier aus 129 Weltraumflüge. Die Ingenieure blickten auf Schwarz-Weiß-Monitore, bedienten noch Telefone mit Wählscheiben und klatschten Beifall bei geglückten Mondlandungen. Das Kapitel war ein großer Schritt für Houston auf dem Weg zur Weltgeltung.

In Halle 9 üben Astronauten mit maßstabsgerechten Attrappen der Raumfähren das Andocken an die Raumstation ISS. Der riesige Hangar macht einen in die Jahre gekommenen Eindruck, die amerikanischen und russischen Raumfahrzeuge wirken wie eine Sammlung riesiger Blechdosen. Auf dem Rückweg legt die Tramtour eine Gedenkminute vor einer Rasenfläche ein. Noch junge Bäume stehen für Astronauten, die bei der Challenger- und Columbia-Katastrophe starben. Aus den Lautsprechern ertönt dazu die Stimme des Texaners George W. Bush. Jetzt setzt die Nasa-Behörde auf die betagten Schwesternschiffe: die verbliebenen Space Shuttle mit den Namen Atlantis, Discovery und Endeavour.

Infos
www.KennedySpaceCenter.com
www.orlandoinfo.com/de
www.spacecenter.org

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?