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Geburt im Flugzeug: Die Wehen begannen in 10.000 Metern Höhe - doch diese Frau hat Glück

Bei Toyin Ogundipe setzen in 10.000 Metern Höhe auf einem Transatlantik-Flug von Paris nach New York plötzlich die Wehen ein. Doch sie hat Glück: Es sind gleich zwei Ärzte an Bord des Air-France-Fluges.

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Sij Hemal, Facharzt für Urologie im zweiten Jahr am "Cleveland Clinic’s Glickman Urological and Kidney Institute" war auf dem Weg von Neu Delhi nach Cleveland. Seine Route führte ihn dabei über Paris und weiter nach New York, wo er einen Anschlussflug nach Cleveland nehmen wollte. Der 27-Jährige besuchte die Hochzeit eines Freundes in Neu Delhi und fühlte sich noch ziemlich müde von der Zeitverschiebung. "Ich dachte, ich gönne mir einen Drink und schlafe dann einfach. Wie sich herausstellte, war ich ziemlich froh, dass ich gar nichts getrunken habe", sagt Hemal in einem Statement der Cleveland Clinic.

In rund 10.000 Metern Höhe über der Südküste von Grönland suchte eine Stewardess nach einem Arzt. Hemal bot seine Hilfe ohne Zögern an und wurde zu der 41-jährigen Toyin Ogundipe gebracht. Die Frau, die in Großbritannien und Nigeria lebt, beklagte sich über Rückenschmerzen. "Als erstes dachte ich, es könnten Nierensteine sein, aber dann sagte sie mir, dass sie schwanger sei, und da wusste ich, dass sie Wehen bekommen wird", sagt Hemal gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.

Keine Notlandung: Arzt empfiehlt weiterzufliegen

Eine Notlandung hätte einen zweistündigen Umweg zu einer US-Militärbasis auf den Azoren zur Folge gehabt. Daher empfahl Hemal dem Piloten, einfach weiter zum JFK International Airport nach New York zu fliegen, während er und eine anwesende Kinderärztin Ogundipe bei der Geburt helfen würden. Die werdende Mutter wurde in die erste Klasse gebracht, wo weniger Passagiere waren und sie mehr Ruhe haben würde.

Als Urologe hilft Hemal normalerweise nicht bei Geburten. Doch durch ein spezielles Training während seiner Medizinausbildung half er bereits sieben Babys auf die Welt. Nur noch nie auf dem Boden eines Flugzeugs. Schließlich brachte Ogundipe ihren kleinen Sohn Jake zur Welt. Nach der Ankunft in New York wurden die frisch gebackene Mutter und ihr Baby ins Jamaica Hospital Medical Center gebracht, rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt.

Air France bedankte sich bei Hemal mit einem Reisegutschein und einer Flasche Champagner. "Vieles hätte schief laufen können. Aber wir haben unser Bestes gegeben. Ich bin nur froh, dass danach alles glatt lief", sagte Hemal gegenüber CNN. Für den Arzt ging es auf direktem Wege weiter zu seinem Anschlussflug nach Cleveland. Die Geburt ereignete sich bereits Mitte Dezember, wurde aber erst jetzt durch eine Pressemitteilung des Krankenhauses bekannt.

Welche Staatsangehörigkeit das Baby erhielt, ist nicht bekannt. Lesen Sie hier, wie kompliziert die Frage nach der Staatsangehörigkeit bei Geburten im Flugzeug ist.

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