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FORMEL 1: Peinliches Gezerre um Newey

Der Streit zwischen den Formel-1-Teams Jaguar und McLaren-Mercedes um den Stardesigner Adrian Newey nimmt immer groteskere Formen an.

Der Streit zwischen den Formel-1-Teams Jaguar und McLaren-Mercedes um den Stardesigner Adrian Newey nimmt immer groteskere Formen an. Niki Lauda, der Verantwortliche des Jaguar-Rennstalls, kündigte am Wochenende rechtliche Schritte an. »Dennis hat mit ihm den Vertrag verlängert, obwohl er nach einem Telefonat mit mir wusste, dass Newey bei uns einen Kontrakt ab 2002 hat. Ein unglaubliche Schweinerei. Ein Richter wird das klären«, zitierte die »Bild am Sonntag« den Österreicher.

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Verwirrspiel um Newey

stern.de: McLaren-Stardesigner gibt Jaguar doch einen Korb

stern.de: McLaren verliert Chefdesigner an Jaguar

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Arbeitsverbot

Notfalls werde Jaguar ein Arbeitsverbot für den britischen Spitzen-Ingenieur durchsetzen, sagte Lauda, der die Verantwortlichen von McLaren-Mercedes kritisierte. »Mercedes und Dennis tun immer so olympisch, so korrekt. Aber was sie jetzt gemacht haben, ist eine Frechheit.«

Am Freitag hatte zunächst Jaguar den Wechsel des umworbenen McLaren-Designers nach dem Ablauf seines aktuellen Vertrages im Jahr 2002 bekannt gegeben. Später hatte McLaren-Mercedes verkündet, man werde die Zusammenarbeit mit Newey bis 2005 fortsetzen. Geschätzte 50 Millionen Mark soll Jaguar dem 42-jährigen »Superhirn« der Formel 1 angeboten haben.

Jaguar pocht auf Vertrag

»Ich bin sehr erstaunt darüber, dass Newey auch bei McLaren-Mercedes unterschrieben haben soll«, sagte Lauda der »Welt am Sonntag«. Er könne sich nicht vorstellen, »dass man mit Newey einen Vertrag gemacht hat, wohl wissend, dass er bereits einen gültigen Dreijahres-Vertrag bei uns unterschrieben hat«, erklärte der dreimalige Weltmeister weiter. Das Jaguar-Team habe einen Vertrag mit Adrian Newey, »der besagt, dass er ab dem 1. August 2002 bei Jaguar seine Arbeit als Technischer Direktor aufnimmt«, so Lauda.

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