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Formel 1 Vettel in Spa auf Pole - Schlechtes Schumacher-Jubiläum


Sebastian Vettel hat die Strecke in Spa nicht als Red-Bull-Kurs bezeichnet und damit scheinbar untertrieben. Denn der Weltmeister zauberte in letzter Sekunde eine Traumrunde auf den belgischen Asphalt und sicherte sich die Pole Position.

Sebastian Vettel hat die Strecke in Spa nicht als Red-Bull-Kurs bezeichnet und damit scheinbar untertrieben. Denn der Weltmeister zauberte in letzter Sekunde eine Traumrunde auf den belgischen Asphalt und sicherte sich die Pole Position.

Sebastian Vettel hat sich eindrucksvoll aus der Sommerpause zurückgemeldet. Der Weltmeister, der die Strecke in Spa-Francorchamps nicht unbedingt als Red-Bull-Kurs bezeichnet hat, nahm in letzter Sekunde Lewis Hamilton die Pole Position ab. In der zweiten Reihe stehen Vettels Teamkollege Mark Webber und Felipe Massa im besten Ferrari.

Für dessen Teamkollegen Fernando Alonso reichte es dagegen nur zu Startplatz acht. Nico Rosberg landete auf dem beachtlichen fünften Rang, Teamkollege Michael Schumacher startet nach einem Unfall und ohne gelistete Zeit aus der letzten Reihe.

Webber bleibt bei Red Bull

Das dritte Training gab zuvor kaum Aufschlüsse, denn in Spa waren am Morgen alle Schleusen geöffnet worden und die Fahrer mussten mit extrem nassen Bedingungen klarkommen. Eine gute Nachricht gab es trotzdem zu vermelden, Mark Webber wird auch im kommenden Jahr als Teamkollege von Vettel an den Start gehen, Red Bull gab die Vertragsverlängerung für ein Jahr bekannt.

Zu Beginn des Qualifyings hatten sich die Bedingungen kaum geändert, erst im weiteren Verlauf trocknete die Strecke ab. So wurde es im letzten Abschnitt richtig spannend, denn Vettel, Webber und Hamilton fuhren gegen Ende eine Bestzeit nach der anderen. Die Entscheidung fiel dann auch in letzter Sekunde. Hamilton legte eine 1:48,7 vor, kurz darauf kam auch Vettel über die Ziellinie und der Titelverteidiger war noch eine halbe Sekunde schneller.

Verpatztes Jubiläum

Für Michael Schumacher geht die wechselhafte Saison dagegen weiter. Ausgerechnet am Tag seines 20-jährigen Jubiläums in der Formel 1 wird der Rekordweltmeister aus der letzten Startreihe starten müssen. Bereits nach 67 Sekunden kam Schumacher auf der Geraden von der Strecke ab, krachte mit seinem Mercedes seitlich in Leitplanken und rutschte quer über die nasse Bahn. Ein Rad löste sich, der Frontflügel wurde demoliert. "Ich weiß nicht, was passiert ist", funkte Schumacher an die Box.

"Es hat sich angefühlt, als wenn ich einen Schalter umgelegt habe und mir das Heck ausgebrochen ist. Woran es lag, weiß ich nicht", sagte der siebenmalige Champion, versprach aber eingehende Aufklärungsarbeit: "Wir werden versuchen rauszufinden, woran es lag, damit so etwas nie wieder passiert." Die Feierlaune dürfte es dem 42-Jährigen, der zu einem gemütlichen Beisammensein in das Fahrerlager eingeladen hat, verschlagen haben.

Und das ausgerechnet in seinem "Wohnzimmer". Auf dem Berg- und Talkurs gewann Schumacher sechs Mal. Er feierte am 25. August 1991 dort sein Debüt - bei dem er im Rennen wegen eines Kupplungsschadens allerdings schon nach wenigen hundert Metern ausfiel. Er fuhr ein Jahr später dort seinen ersten Sieg von insgesamt 91 Grand-Prix-Erfolgen ein und machte dort 2004 vorzeitig seinen siebten und bislang letzten WM-Triumph perfekt. Zu langsam für den zweiten Durchgang der K.o.-Ausscheidung war unterdessen Landsmann Timo Glock. Der Wersauer belegte im Marussia Virgin den 20. Platz.

Sutil in der Leitplanke

In jenem zweiten Abschnitt war es Adrian Sutil, der für einen kleinen Schreckmoment sorgte. Der Force-India-Pilot kam kam ausgangs der legendären Eau Rouge auf die Randsteine, legte seinen Boliden in die Leitplanke und ruinierte sich die Radaufhängung. Nach seinem Abflug musste das Qualifying unterbrochen werden. Sutil kam unverletzt davon, sein Force India musste aber mit dem Kran vom Kurs geholt werden.

Etwas überraschend schaffte es auch Jenson Button nicht in die entscheidende dritte Session. Bei den nassen Bedingungen reichte es für den Sieger von Ungarn nur zu Platz 13. Für den WM-Fünften, der mit 100 Punkten Rückstand auf Vettel nach Spa kam, bedeutete das vorzeitige Aus einen womöglich vorentscheiden Rückschlag im Titelkampf.

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