Großer Preis von Ungarn Schumi und Alonso hinten dran


Beim Großen Preis von Ungarn haben die beiden WM-Aspiranten die Qualifikation denkbar schlecht beendet: Schumacher belegte Platz 12, Alonso Platz 15.

Im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft liegen die Nerven blank. Einen Tag nachdem die Rennkommissare Fernando Alonso im Renault als Verkehrssünder hart bestraft hatten, verlor auch Michael Schumacher im Ferrari durch ein Unachtsamkeit in einer Rot-Phase im Training am Samstag zwei Sekunden. "Das ist sehr ärgerlich. Ich muss mir da aber auch an die eigene Nase fassen", sagte Schumacher.

Mit dem Zwei-Sekunden-Handicap beendete der 37-Jährige die Qualifikation für das 13. Saison-Rennen auf Platz 12. Der Rekord-Weltmeister startet am Sonntag in Budapest aber als Elfter, da der vor ihm platzierte Honda-Pilot Jenson Button - der Brite hatte durch seinen Unfall die Rotphase ausgelöst - um zehn Plätze zurückgestuft wird. Schumacher-Rivale Alonso schaffte es immerhin noch auf Rang 15. Der zuletzt schwächelnde Spanier hat nun gute Chancen, den Schaden etwas zu begrenzen. In der Fahrer-Wertung führt der 25-Jährige vor den letzten sechs Rennen des Jahres mit 100:89 Punkten vor Schumacher.

Kimi Räikkönen auf der Pole

Die Pole-Position holte sich Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. Der Finne schnappte Schumachers Teamkollegen Felipe Massa aus Brasilien in 1:19,599 Minuten die Tagesbestzeit kurz vor Schluss vor der Nase weg. "Eine Super-Pole-Runde von Kimi", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Bester deutscher Formel-1-Pilot war Ralf Schumacher im Toyota als Sechster. Nick Heidfeld im BMW beendete die kuriose Qualifikation als Zehnter; Nico Rosberg im Williams fuhr auf Rang 18.

"Ich dachte, so etwas wie Alonso wird Michael nicht machen. Und dann leistet er sich auch so einen dummen Fehler. Das ist unglaublich", wunderte sich Heidfeld. Hart ins Gericht mit seinem Star-Piloten ging Ferraris Technik-Direktor Ross Brawn: "Ich denke, es gibt dafür keine Erklärung. Michael hat einfach einen Fehler gemacht. Es ist durchaus konsequent, dass er dafür die Zwei-Sekunden-Strafe bekommt", sagte der Brite.

"Wird ein bisschen schwierig"

Schumacher will dennoch nicht aufgeben: "Punkte sollten es auf jeden Fall sein. Ob wir noch den Weg aufs Podium schaffen, wird ein bisschen schwierig, aber ich glaube nicht unmöglich". Der frühere Weltmeister Niki Lauda verteidigte das harte Vorgehen der Rennkommissare. "Wenn man Gelb mit Rot vergleicht, hat er die doppelte Strafe bekommen, das kann ich verstehen."

Alonso hatte sich am Vortag von Red-Bull-Testfahrer Robert Dornboos behindert gefühlt. Erst zeigte er ihm beim Überholen wütende die Faust, wenig später bremste er den Niederländer aus, überholte dann zu allem Überfluss auch noch unter Gelber Flagge und wurde für die beiden Vergehen mit einer Zeitstrafe von je einer Sekunde bestraft.

DPA DPA

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