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1. Bundesliga Die besten Mittelfeldspieler der Hinrunde


Der beste Fußballer NRWs, der beste Spieler der Geschichte der Ukraine und ein Kicker, dessen Fuß wie eine Hand ist. Die Rangliste der besten Mittelfeldspieler zeigt außergewöhnliche Talente und beweist zudem, dass bei der DFB-Elf derzeit kein Mangel an großartigen Mittelfeldspielern herrscht.

An der Top-Ten der besten Mittelfeldspieler der Hinserie wird deutlich, welch hohe Qualität Nationaltrainer Jogi Löw dieser Tage an deutschen Mittelfeldspielern zur Verfügung steht. Allein fünf Spieler mit deutschem Pass, davon vier aktuelle Nationalspieler finden sich wieder. Stars aus der Ukraine, Österreich, Japan, Frankreich und Venezuela veredeln die Zusammenstellung.

Bei der Einordnung der besten Mittelfeldspieler der Liga haben wir auf Marco Reus verzichtet. Gladbach spielte meist in einem 4-4-2-System, indem Reus zusammen mit Mike Hanke das Sturmduo bildete. Er agierte im Favre-System oft als hängende Spitze. Franck Ribery wiederum ist im 4-2-3-1 der Bayern einer der offensiven Flügelspieler. Da dieses System aus dem 4-5-1 entstanden ist, haben wir Ribery und auch Arjen Robben zu den Mittelfeldakteuren gezählt.

Letzterer absolvierte allerdings nur sieben Saisonspiele. Damit fehlt Robben trotz eines Schnitts von 3,07. Ebenso nicht dabei ist Marcel Risse (9 Spiele/3,06). Vom Tabellendritten und Fünften und Sechsten ist kein Akteur mit überdurschnittlichen Leistungen zu finden. Schalkes bester Mittelfeldmann ist Jermaine Jones (3,3). Bremens beste Spieler dieses Mannschaftsteiles sind Clemens Fritz und Aaron Hunt (beide 3,5), bei Leverkusen spielte Lars Bender (3,3) im Mannschaftsvergleich überdurschnittlich befriedigend. Aber nun zu den Topstars der Liga im Mittelfeld.

Platz 10: Andreas Ivanschitz (Mainz 05)
sportal.de-Durchschnittsnote: 3,12 (13 Spiele/5 Tore)

Thomas Tuchel kann derzeit nicht auf Andreas Ivanschitz verzichten. Der kreative und torgefährliche Linksfuß ist mit fünf Toren und zwei Torvorlagen der beste Scorer der Mainzer. Über die gute Hinserie des Österreichers freut sich auch sein Trainer. “Aktuell hat Andy eine richtig gute Form”, erklärte Tuchel laut rhein-zeitung.de Anfang Dezember. “Andy hat im Abschluß die Technik, die Ruhe, die Möglichkeiten.” Mit dem 1:0-Treffer gegen den FC Bayern hat er das eindrucksvoll bewiesen. Ivanschitz wurde anschließend zum "Man of the Match" gewählt.

Platz 9: Anatoliy Tymoshchuk (FC Bayern München)
sportal.de-Durchschnittsnote: 3,05 (10 Spiele/0 Tore)

Der Ukrainer ist einer von vier Bayern-Spielern, die es in die Top-Ten geschafft haben. Tymoshchuk ist der zweikampfstärkste Mittelfeldspieler der Bayern (57,93 Prozent/Daten bild.de). Auch die Quote der angekommenen Pässe (93,47 Prozent) ist sehr gut. Damit liegt er im gesamten Bayernteam auf dem dritten Rang (hinter Luiz Gustavo und Holger Badstuber). Das der 32-Jährige überhaupt zu diesen Werten kommen konnte, liegt auch am Trainerwechsel. Heynckes fand schon vor der Saison lobende Worte: "Tymo ist ein hervorragender Charakter. Er ist prädestiniert für das defensive Mittelfeld", so Heynckes auf fcb.de. Vor einigen Tagen wurde "Tymo“ noch vor Andrej Shevchenko zum besten Fußballer in der Geschichte seines Heimatlandes gewählt.

Platz 8: Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,95 (10 Spiele/3 Tore)

Was für ein Aufstieg. Patrick Herrmann war in der letzten Saison der schlechteste Spieler der ganzen Liga (Notenschnitt von 4,36 (24 Spiele/3 Tore). Im Favre-System ist der quirliger Techniker einer von vier Offensiven und hat schon nach zehn Spielen drei Tore und sechs Vorlagen erspielen können. "Herr Favre setzt mehr auf den Spielaufbau und auf Ballbesitz bzw. Ballkontrolle. Das ist so der größte Unterschied. Er stellt uns ein, und wenn man einen Lauf hat, dann läuft es so, wie im Moment“, berichtet Herrmann über seinen Übungsleiter und die starke Hinserie seines Clubs auf fohlen-hautnah.de. 

Platz 7: Shinji Kagawa (Borussia Dortmund)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,93 (14 Spiele/4 Tore)

Shinji Kagawa schlug in der Meistersaison ein, wie eine Bombe. In der Rückrunde wurde er durch eine Verletzung gebremst, dennoch war er letztlich der sechstbeste Mittelfeldspieler der Saison (sportal.de-Durchschnittsnote 2,97 - 18 Spiele, 8 Tore). Am Anfang dieser Hinserie tat sich Kagawa schwer. In vier der ersten sieben Spiele kassierte er die Note "Ausreichend". Gegen Köln, Wolfsburg und Freiburg sah man allerdings wieder den "alten“ Wirbelwind Kagawa. "Wir haben zu unserem Fußball zurückgefunden und das gespielt, was uns stark gemacht hat“, sagte Sportdirektor Michael Zorc laut ruhrnachrichten.de. Das gelang auch dank des wieder in Schwung gekommen Japaners.

Platz 6: Toni Kroos (FC Bayern München)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,90 (15 Spiele/1 Tor)

Toni Kroos spielt eine exzellente Bundesligahinserie. Noch besser als in der Liga, war er nur in der Champions League, wo er zweimal das 1:0 erzielte (in Neapel und bei Villarreal), dazu vier Torvorlagen gab. In der Liga war er nicht ganz so dominant, was die nur ausreichenden Auftritte gegen Gladbach, Hoffenheim und Augsburg unterstreichen. Kroos erzielte ein Tor und sechs Vorlagen in 15 Spielen. Sein Potenzial ist allerdings noch längst nicht ausgeschöpft. Sein Trainer bescheinigt ihm eine "wunderbare Entwicklung" (dfb.de.) und Joachim Löw machte ihn zum "Zwischenspieler" in der Nationalmannschaft. Zwischen den besten Mittelfeldspielern der Liga wird er wohl nicht mehr lange stehen. Geht seine Entwicklung so weiter, führt er diese Top-Ten wohl bald an.

Platz 5: Juan Arango (Borussia Mönchengladbach)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,88 (17/3 Tore)

Juan Arango vor Kroos und Kagawa? – mögen manche Leser fragen. Tatsächlich haben seine starken Auftritte – beispielhaft die Leistungen gegen Leverkusen, Hannover und Bremen – und die acht Torvorlagen den Venezulaner in der Rangliste nach vorne gespült. Der offensive Mittelfeldspieler hat das Phlegma abgelegt, das er unter dem Trainer Michael Frontzeck pflegte. "Jetzt funktioniert einfach alles, was mit Frontzeck leider nicht klappte. Es scheint so, dass die offensive Philosophie von Favre besser zu uns passt“, nannte Arango seinen Trainer laut bild.de als Hauptverantwortlichen für die Leistungssteigerung des Teams und die von ihm selbst. Favre gibt das Kompliment zurück, denn er weiß, was er an Arango hat. "Sein linker Fuß ist wie eine Hand“, so Favre laut wz-newsline.de.

Platz 4: Sven Bender (Borussia Dortmund)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,82 (11 Spiele/1 Tor)

Sven Bender wurde in der Hinrunde immer wieder von Verletzungen geplagt. Dennoch spielte er auf konstant hohem Level. In der letzten Saison war er fünftbester Mittelfeldspieler mit einem Notenschnitt von 2,81, nach der Hinserie liegt sein Schnitt nur ganz knapp dahinter. Das gefällt auch Jogi Löw: "Er gewinnt unheimlich viele Zweikämpfe, ist überragend in der Balleroberung und sehr aggressiv, dabei aber äußerst fair." Auch charakterlich passt er in Jogis Team. "Beide sind sehr aufrichtige und geradlinige Typen, einfach kernige, ehrliche Jungs“, sagte ihr DFB-Jugendtrainer, Bernd Stöber, laut bayer04.de über die Bender-Zwillinge. Vielleicht sehen wir bald auch Lars Bender in der Top-Ten. Bruder Sven ist unter den besten Spielern nicht mehr wegzudenken.

Platz 3: Franck Ribéry (FC Bayern München)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,56 (17 Spiele/8 Tor)

Ribéry ist beim FC Bayern hinter Mario Gomez der zweitbeste Scorer. Er erzielte acht Tore und bereitete neun Treffer vor. Viermal stand bei ihm die Note eins vor dem Komma. Dabei mussten die Fans lange auf eine so außerordentlich erfolgreiche Halbserie des verletzungsanfälligen Ausnahmekönners warten. Der Grund liegt wohl auch im Trainerwechsel. "Das ist gerade die schönste Zeit, die ich bei den Bayern hatte. Es ist super, ich fühle mich total wohl - im Gegensatz zu den letzten zwei Jahren", sagte Ribery laut "tz" in einem seiner nicht seltenen öffentlichen Seitenhiebe in Richtung Loius van Gaal.

Platz 2: Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,45 (11 Spiele/2 Tore)

Um die Leistungen von Bastian Schweinsteiger zu würdigen, könnte man darauf hinweisen, in welches Loch der FC Bayern nach seiner Verletzung stürzte, man könnte aber auch den Trainer sprechen lassen. "Er ist die Seele unseres Spiels, ein Mittelfeldspieler mit außergewöhnlichen strategischen Fähigkeiten. Er ist für mich vom Niveau her in der Liga von Iniesta, Xavi und Busquets“, sagte Jupp Heynckes laut Bayern-Homepage. Welche Entwicklung auf hohem Niveau er gemacht hat, zeigt sein Aufstieg in dieser Rangliste. Letztes Jahr war Schweinsteiger mit einem Schnitt von 3,19 noch Zehnter, nun ist er fast ganz oben angekommen, nur ein kleiner Gallier wehrt sich gegen den kraftvollen Obelix. Sein Name ist...

Platz 1: Mario Götze (Borussia Dortmund)
sportal.de-Durchschnittsnote: 2,36 (14 Spiele/5 Tore)

Mario Götze erzielte fünf Treffer, gab fünf Vorlagen und räumte viele Preise ab. Sowohl national, wo er zum Fußballer des Jahres in Nordrhein-Westfalen gewählt wurde, als auch international. Die "Tuttosport“ erkor ihn zu Europas bestem Nachwuchsspieler des Jahres. Mit diesem Titel befindet er sich in illustrer Runde. In den vergangenen Jahren wurden u.a. Wayne Rooney (2004), Lionel Messi (2005), Cesc Fabregas (2006) und Mario Balotelli (2010) ausgezeichnet. Es hagelte Komplimente von Fußballexperten. Von Matthias Sammer ("Eines der größten Talente, die wir je hatten“) bis Franz Beckenbauer ("Er hat die Anlagen von Lionel Messi“). Wir wollen uns anschließen und verleihen ihm den Titel: "Notenbester Spieler der Hinrunde" - Gratulation!

Michel Massing

sportal.de sportal

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