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Ärger bei Real Madrid: Stürmer-Star beschimpft Trainer

Sportlich läuft es derzeit bei den "Königlichen". In Sachen 'Disziplin' haben manche Real-Stars aber noch Nachholbedarf. Einer von ihnen wurde jetzt aus dem Kader geschmissen, weil er Trainer Capello aufs Übelste beleidigt hatte - vor versammelter Mannschaft.

Wegen Beschimpfung seines Trainers Fabio Capello ist der italienische Nationalspieler Antonio Cassano von seinem Club Real Madrid vorerst aus dem Kader ausgeschlossen worden. Der Fußballer müsse wegen "Disziplinlosigkeit und mangelnden Respekts vor dem Trainer" zudem eine Geldstrafe zahlen, teilte die Vereinsführung am Montag mit.

Der 24-jährige Stürmer hatte sich bei seinem Landsmann bitter darüber beschwert, dass er erneut auf der Ersatzbank schmoren musste. Nach Reals 3:1-Sieg am Samstag im Punktspiel bei Gimnástic Tarragona hatte Cassano laut Medienberichten Capello in der Kabine beschimpft mit den Worten: "Du Mistkerl! Ich habe früher beim AS Rom für Dich die Knochen hingehalten, und das ist jetzt der Lohn dafür."

Cassano teilt Reservisten-Dasein mit Ronaldo

Real teilte nicht mit, wie lange der Ausschluss aus dem Kader währen soll. Cassano war bereits vor seinem Wechsel von Rom nach Madrid vor knapp einem Jahr der Ruf eines Enfant terrible vorausgeeilt. Der Italiener hatte sich bei AS Rom mit seinen Teamkameraden zerstritten und war längere Zeit aus dem Kader verbannt worden.

In Madrid stand er lange Zeit wegen seines Übergewichts in der Kritik. Anfang der Saison berief Capello seinen Landsmann mehrfach in die Stammelf. Cassano bekam neuen Mut, doch noch bei Real den Durchbruch zu schaffen. Seit mehreren Wochen war er jedoch nur noch zweite Wahl. Er teilt dieses Los mit Ronaldo, der ebenfalls unzufrieden sein soll.

Einen vergleichbaren Fall von Disziplinlosigkeit hatte es bei den "Königlichen" zuletzt im Jahr 2000 gegeben. Damals hatte der Franzose Nicolas Anelka sich geweigert, am Training teilzunehmen. Er wurde ebenfalls aus dem Kader verbannt und später nach Paris Saint-Germain transferiert.

"Becks" will bleiben

Unterdessen hat Real Madrids in die Kritik geratener Star David Beckham angekündigt, weiter für die "Königlichen" spielen zu wollen. "Becks" will trotz seines Reservisten-Daseins den spanischen Rekordmeister nicht verlassen. "Ich denke überhaupt nicht daran, den Verein zu wechseln", sagte der 31-jährige Engländer am Montag in Madrid. Er hoffe darauf, dass die Verhandlungen mit Real über eine Verlängerung seines bis zum Saisonende laufenden Vertrags zu einer Einigung führten.

Das britische Boulevardblatt "Sun" hatte kürzlich berichtet, Real sei bereit, Beckham im Januar für einen Schnäppchenpreis von 7,5 Millionen Euro an einen anderen Club abzugeben. Real-Präsident Ramón Calderón bestritt solche Absichten. Beckham betonte: "Ich will Real nicht durch die Hintertür verlassen. Ich möchte mit dem Club einen Titel gewinnen."

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