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Champions League Bayern ziehen locker ins Viertelfinale ein - auch Tuchel mit Chelsea eine Runde weiter

Eric-Maxim Choupo-Moting (2.v.r.) traf zum 2:0 21 Sekunden nach seiner Einwechslung
Eric-Maxim Choupo-Moting (2.v.l.) traf zum 2:0 21 Sekunden nach seiner Einwechslung
© Christof Stache / AFP
Souveräne Vorstellung: Der FC Bayern hat Lazio Rom auch im Rückspiel geschlagen und ist ohne Probleme in das Viertelfinale der Champions League eingezogen. Thomas Tuchel warf mit dem FC Chelsea Atletico Madrid aus dem Wettbewerb.

Auch ohne Kapitän Manuel Neuer ist Titelverteidiger FC Bayern mit einem standesgemäßen Sieg in das Viertelfinale der Champions League eingezogen. Drei Wochen nach dem 4:1 bei Lazio Rom gewannen die Münchner durch ein 2:1 (1:0) auch das Achtelfinal-Rückspiel. Weltfußballer Robert Lewandowski (33./Foulelfmeter) und der für diesen später eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting (73.) erzielten am Mittwoch die Tore für den deutschen Rekordmeister. Bei seinem dritten Bayern-Einsatz war Alexander Nübel als Vertreter des erkälteten Neuer im Münchner Tor nahezu beschäftigungslos, musste aber noch das späte Gegentor von Marco Parolo hinnehmen (82.).

Nach dem klaren Sieg in Rom verwaltete das Starensemble von Trainer Hansi Flick den Vorsprung nicht nur, sondern dokumentierte mit einem weiteren Sieg und dem Rekord von nun 19 Viertelfinal-Teilnahmen seine gute Form. Flick konnte nach der Pause mehrfach wechseln und die Belastung dosieren. Gespannt blicken die Münchner der Auslosung von Viertel- und Halbfinale am Freitag in Nyon entgegen. Dort können Borussia Dortmund, der FC Liverpool, Real Madrid, Paris Saint-Germain, Manchester City, der FC Chelsea und der FC Porto als mögliche Gegner zugelost werden.

Bayern dominierten nach Belieben

Rom war dabei nicht der Gradmesser. Die Bayern kontrollierten und dominierten das Geschehen, ohne sich massenhaft Chancen zu erarbeiten. Auch die Italiener hatten sich längst mit dem Ausscheiden abgefunden. Das dokumentierte Trainer Simone Inzaghi allein schon mit seiner Startelf, indem er auf seinen angeschlagenen Torjäger Ciro Immobile vorsichtshalber verzichtete.

Vor dem Münchner Tor waren die Italiener aber ohnehin nicht allzu oft anzutreffen. So hatte auch Nübel kaum Gelegenheit, sich als Ersatz des erkrankten Welttorhüters Manuel Neuer in seinem erst dritten Pflichtspiel für die Bayern ein wenig auszuzeichnen. Bislang durfte der Neuzugang vom FC Schalke 04 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Düren (3:0) und in der Champions League gegen Atlético Madrid (1:1) ran. Hoffnung auf viel mehr Einsätze - Nübels Berater hatte zuletzt eine Ausleihe ins Gespräch gebracht - konnte ihm Flick nicht machen. „Ich verstehe den Verein, den Spieler. Ich bin immer offen und ehrlich“, sagte der Coach, der aber auch auf die herausragenden Fähigkeiten von Neuer verwies.

Nübels Können war kaum gefragt

Nübels Können war gegen Lazio kaum gefragt. Ein unplatzierter Kopfball von Sergej Milinkovic-Savic war für den Keeper in der ersten Halbzeit keine Herausforderung (16.). Zuvor hatte auf der Gegenseite Leroy Sané mit einem Schuss für Gefahr gesorgt (13.). Der in dieser Saison mitunter kritisierte Nationalspieler gehörte wie schon in den letzten Wochen zu den Aktivposten bei den Bayern, die auf den angeschlagenen Franzosen Kingsley Coman verzichteten.

Ansonsten ließen die biederen Römer im ersten Durchgang deutlich weniger zu als im Hinspiel - mit Ausnahme des Foulelfmeters. Nach einem ungeschickten Klammern von Vedat Muriqi an Leon Goretzka zeigte der rumänische Referee Istvan Kovacs - mit etwas strenger Regelauslegung - auf den Punkt. Das ließ sich Lewandowski nicht nehmen und verwandelte auch seinen 13. Elfmeter in der Königsklasse souverän. Für den Polen war es schon das 39. Pflichtspiel-Tor der Saison.

Dem Weltfußballer gehörten auch die ersten Szenen im zweiten Durchgang. Sein Schuss aus spitzem Winkel wurde von Ex-Bayern-Keeper Pepe Reina aber entschärft (46.), kurz darauf wurde sein Schuss abgeblockt (48.). Mitte der ersten Halbzeit stand Lewandowski dann der Pfosten im Weg (66.). Nachdem sich dann auch Nübel bei einem Schuss von Joaquin Correa beweisen konnte (72.), traf Choupo-Moting im Gegenzug zur Entscheidung. Doch wieder einmal stand bei den Bayern nach dem unnötigen Parolo-Kopfball-Tor hinten nicht die Null.

Tuchel mit Chelsea im Viertelfinale

In der nächsten Runde könnten die Bayern auf den FC Chelsea treffen. Die Londoner, die von Thomas Tuchel gecoacht werden und mit Timo Werner und Kai Havertz in der Startelf begannen, sind ebenfalls in das Viertelfinale eingezogen. Die "Blues" gewannen das Rückspiel der Runde der besten 16 Fußball-Mannschaften Europas mit 2:0 (1:0) gegen den spanischen Liga-Spitzenreiter Atlético Madrid. Das Hinspiel hatte Chelsea mit 1:0 für sich entschieden. Tuchel ist seit seiner Amtsübernahme Ende Januar mit dem ehemaligen Champions-League-Gewinner nun seit 13 Spielen ungeschlagen.

Das wichtige erste Tor am Mittwochabend an der Stamford Bridge erzielte Hakim Ziyech in der 34. Minute - maßgerecht aufgelegt von Timo Werner, der wiederum von Nationalmannschaftskollege Kai Havertz in Höhe der Mittellinie bedient worden war. Das 2:0 erzielte Emerson in der Nachspielzeit (90.+4).

tis DPA

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