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Bundesliga im stern-Check: Die irritierende Aussage von Peter Bosz zur BVB-Situation

Köln ist im Jammertal angekommen. Keine Punkte und jetzt ist auch noch Fan-Liebling Peter Stöger weg. Beim BVB erkennt Chefcoach Bosz derweil offenbar positive Tendenzen.

Peter Bosz steht beim BVB im Fokus

Peter Bosz steht beim BVB im Fokus - nach dem Leverkusen-Spiel sagte er: "Wenn wir so weitermachen, dann wird alles wieder gut"

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Der Aufreger des Spieltages

Ach lieber FC Kölle. So viel ist aufgebaut worden am Rhein in den letzten Jahren unter . Der Mann hat dem Team Struktur gegeben, Köln in den Europapokal geführt und nun ist er weg. Klar, drei Punkte nach 14 Spielen, da muss man sich schon mal unterhalten. Aber was will Stöger machen, wenn die Hälfte der Saison der halbe Kader an Profis fehlt und der FC seit Wochen mit einer halben Jugendmannschaft aufläuft? Die Europa League ist seit Jahren Fluch und Segen zugleich: Viele Spiele, dadurch viele Verletzte, mittelmäßige Teams wie Köln (oder auch Hertha) haben anschließend in der Bundesliga Schwierigkeiten. Es wird nun spannend, ob der neue Trainer Stefan Ruthenbeck oder ein weiterer Nachfolger (der in der Winterpause kommen soll) etwas bewegen kann. Viele Köln-Fans sind jedenfalls angefressen vom Vorgehen des Vereins in der vergangenen Woche. Sie hätten sich gewünscht, dass der FC mit Stöger notfalls in die zweite Liga geht.


Dieses Tor sollten Sie (noch einmal) sehen

in der Krise? Nix da, Serge Gnabry ist endlich fit. Und der Nationalspieler zeigte gegen Leipzig endlich einmal, warum Bayern ihn verpflichtete, warum Hoffenheim ihn dankend zur Leihe nahm. Wochenlang fehlte Gnabry, hatte mit mehrere Blessuren zu kämpfen. Und dann zwei Treffer, darunter dieses eine, über das alle reden. Gnabry bekommt den Ball am Mittelkreis, dreht sich schnell, sieht, dass Leipzigs Torhüter Gulacsi weit vor dem Tor steht und hebt den Ball mit Gefühl und Power hoch rein ins Tor. Sicherlich ein Kandidat für das Tor des Monats. 

Verlierer des Spieltages

Kann der BVB schon wieder Verlierer des Spieltages sein? Da gibt's doch sicher andere Kandidaten wie den 1. FC Köln oder RB Leipzig? Sorry, liebe BVB-Fans. Dortmund kann. Beziehungsweise kann. Denn ganz unabhängig davon, wie man seine Rolle einschätzt und ob man sich nun wünscht, die Borussia würde den Trainer entlassen oder nicht: Mit einer Aussage hat Bosz gezeigt, dass er die Situation, vorsichtig gesagt, merkwürdig einschätzt. Nach dem 1:1 gegen Leverkusen meinte er: "Die Mannschaft hat nach den beiden schweren Verletzungen und dem Rückstand Mentalität gezeigt. Wenn wir so weitermachen, dann wird alles wieder gut". Nun könnte man schnell geneigt sein, zu sagen, der Mann habe recht. Denn klar, Dortmund hat einen Rückstand aufgeholt und nicht verloren. Zu diesem Spiel gehören allerdings zwei Seiten. Die eine hat Bosz betont. Die andere sieht so aus: Der BVB war phasenweise komplett (!) überfordert. Mehrfach musste das Team froh sein, nicht höher in Rückstand zu geraten oder in Halbzeit zwei weiter ausgekontert zu werden. Mit elf gegen zehn schaffte es der BVB gerade so, sich ein Unentschieden zu erkämpfen. Seit sieben Spielen ist Dortmund nun ohne Sieg. Da irritiert eine Aussage wie die von Bosz doch sehr. Sein Hang, nur das Positive zu betonen und zu spät von seinem Konzept abzuweichen, dürfte einen Großteil zur Lage beigetragen haben. Ein einfaches "alles wird gut" klingt in diesem Fall also eher beunruhigend.

Gewinner des Spieltages

Die gute Nachricht für alle Bayern-Fans, aber auch für die Fußball-Nationalmannschaft, lautet: Thomas Müller ist wieder Thomas Müller. Er kehrte nach seinem Muskelfaserriss in die Bayern-Startelf zurück und was soll man sagen: Diese ganze Unsicherheit, die er am Anfang der Saison unter Carlo Ancelotti noch ausstrahlte, sie ist weg. Schon vor der Verletzung zeigte Müller, dass er auf dem besten Wege ist. Aber mit der Verletzung war da wieder dieses Fragezeichen. Das hat Müller gegen Hannover einfach weggespielt. Er sei ein "belebendes Element im Angriff" gewesen, betonte Jupp Heynckes. Kann man so sagen:  Zwei Vorlagen, viele starke Szenen und dazu unermüdlicher Kämpfer. Jetzt muss er nur noch gegen Paris St. Germain in der Champions League nachlegen.

Bild des Tages

Zu Kevin-Prince Boateng muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Jeder Fußball-Fan kennt den Mann als "enfant terrible". Dass er ab und an ein kleiner Chaot ist, hat er mehrfach bewiesen. Dass er ein Chaot mit Herz ist, zeigte er beim Auswärtssieg seiner Frankfurter Eintracht in Berlin. Natürlich jubelte Boateng nicht. Er ist ein Kind Berlins, ist bei Hertha groß geworden. Und nach seinem satten Siegtreffer wirkte es fast, als wolle er sagen: Berlin, sorry, Baby!

Zu Kevin-Prince Boateng muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Jeder Fußball-Fan kennt den Mann als "enfant terrible". Dass er ab und an ein kleiner Chaot ist, hat er mehrfach bewiesen. Dass er ein Chaot mit Herz ist, zeigte er beim Auswärtssieg seiner Frankfurter Eintracht in Berlin. Natürlich jubelte Boateng nicht. Er ist ein Kind Berlins, ist bei Hertha groß geworden. Und nach seinem satten Siegtreffer wirkte es fast, als wolle er sagen: Berlin, sorry, Baby!


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