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Bundesliga: Bremen ist Tor-, Bayern Herbstmeister

Trotz ihrer fulminanten Vorstellung mit 5:2 gegen Leverkusen müssen die Bremer als Bayern-Jäger überwintern - wenn auch punktgleich. Die Münchner quälten sich derweil mit einer Nullnummer gegen Hertha zur Herbstmeisterschaft.

Der FC Bayern München hat sich zum 16. Mal in der Geschichte der Fußball-Bundesliga den inoffiziellen Herbstmeister- Titel gesichert. Trotz eines mageren 0:0 im letzten Hinrundenspiel am Samstag bei Hertha BSC Berlin führen die Münchner die Tabelle nach 17 Spieltagen zur Saison-Halbzeit dank des besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen Verfolger Werder Bremen (beide 36 Zähler) an, der Bayer 04 Leverkusen glatt mit 5:2 (1:1) bezwang. Das Gesetz der Serie spricht für den Rekordmeister aus München: In 30 von 44 Fällen stand der Halbzeit-Spitzenreiter auch am Saisonende in der Tabelle ganz oben. Die Hinserie wird am Sonntag mit den Partien FC Hansa Rostock - VfL Bochum und MSV Duisburg - Eintracht Frankfurt abgeschlossen.

Die zuletzt schwächelnden Bayern waren im Berliner Olympiastadion von Beginn an das dominierende Team, konnten aber die sich bietenden Chancen vor der Pause nicht nutzen. Nach dem Wechsel spielten auch die Gastgeber munter mit, doch hüben wie drüben waren alle Bemühungen um einen erfolgreichen Torabschluss vergeblich. Dennoch bleiben die Bayern, die 15 Mal zur Weihnachtszeit Tabellenführer waren und dann 13 Mal das Championat holten, knapp die Nummer 1 im Gesamtklassement.

Die Hamburger büßten zwei Zähler ein

Verfolger Bremen sah sich gegen die zuletzt starken Leverkusener durch Tranquillo Barnetta (6.) früh in Rückstand. Zum Mann des Tages im Weser-Stadion avancierte dann ausgerechnet Ivan Klasnic, der nach zwei Nierentransplantationen seine ersten Bundesliga-Tore (30./63.) seit dem 4. November 2006 erzielte. Der Brasilianer Diego mit seinem neunten Saisontreffer (50.) sowie Clemens Fritz (57.) und Markus Rosenberg (69.) besorgten in der Spitzenpartie den Rest. Für Bayer gestaltete Stefan Kießling (76.) das Ergebnis etwas verträglicher.

Dagegen büßte der Tabellendritte Hamburger SV (32) durch das 1:1 (0:0) beim starken Aufsteiger Karlsruher SC zwei weitere Zähler ein. Unmittelbar nach Wiederanpfiff traf Christian Timm (46.) für den KSC, der eine tolle Hinrunde auf Platz sechs beendete. Ivica Olic (90.+1) rettete dem HSV wenigstens den allerdings verdienten einen Zähler.

Schalke holt weiter auf

Vizemeister FC Schalke 04 schloss durch den 2:1-Heimsieg über den 1. FC Nürnberg weiter zur Spitzengruppe auf. Gerald Asamoah (14.) und FCN-Profi Marco Engelhardt (35./Eigentor) trafen bei einem Gegentor von Angelos Charisteas (55.) für die Knappen, die nach dem Einzug in das Achtelfinale der Champions League und diesem Pflichtsieg einen versöhnlichen Jahresabschluss feierten.

Ähnliches gelang dem VfL Wolfsburg beim 4:0-Heimsieg über Borussia Dortmund. Mit einem Doppelschlag brachten Marcel Schäfer (8.) und der Portugiese Ricardo Costa (11.) die "Wölfe" früh auf die Siegerstraße. Nachdem der BVB stärker aufgekommen war, ohne daraus Kapital schlagen zu können, sorgten Christian Gentner (60.) und Edin Dzeko (78.) für die endgültige Entscheidung zu Gunsten des Teams von Felix Magath.

Titelverteidiger VfB Stuttgart büßte durch das 0:2 (0:0) bei Arminia Bielefeld weiteren wertvollen Boden ein. Bei der Arminia, für die Jonas Kamper (79.) und Artur Wichniarek (90.+2) trafen, saß nach der Entlassung von Ernst Middendorp Ex-Profi Detlev Dammeier als Interimscoach auf der Bank. Stuttgart verlor neben den Punkten auch seine Mexikaner Pavel Pardo und Ricardo Osorio durch Platzverweise.

Britta Körber/DPA / DPA

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