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Bundesliga: Für Bochum und Rostock sieht es düster aus

Der VfL Bochum und Hansa Rostock haben nach Niederlagen am 32. Spieltag nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Der Kampf um die Champions-League-Plätze bleibt hingegen spannend.

Der FC Schalke 04 hat einen großen Schritt in Richtung Direktqualifikation für die Champions League gemacht. Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewannen die Gelsenkirchener mit 2:0 bei Arminia Bielefeld und wahrten mit nunmehr 60 Zählern zwei Punkte ihren Vorsprung auf den VfB Stuttgart (58), der nach dem 1:0-Erfolg über Hannover 96 Rang drei behauptete. Auch Hertha BSC (56) bleibt durch den 2:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg als Vierter im Rennen. Werder Bremen kann mit einem Sieg am Sonntag in Dortmund wieder an den Berlinern vorbei ziehen.

Am Tabellenende ist zwei Spieltage vor dem Saisonende eine weitere Entscheidung gefallen. Aufsteiger 1. FC Nürnberg machte mit dem 2:1- Sieg im Kellerduell gegen den VfL Bochum den Klassenerhalt perfekt. Bei fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz können die Bochumer ebenso wie Hansa Rostock (0:3 in Leverkusen) schon für die zweite Liga planen. Wenn Borussia Mönchengladbach am Sonntag beim Hamburger SV gewinnt, ist der Abstieg für beide Clubs besiegelt.

Das Scheitern des "Retters"?

Die Fans im Nürnberger Frankenstadion waren außer Rand und Band, nachdem Markus Daun mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit Dezember 2002 (21. Minute) und Marek Mintal mit seinem 23. Saisontreffer (85.) den "Club" in der obersten Spielklasse gehalten hatten. Der Bochumer Anschluss durch Vratislav Lokvenc (90.+1) war ohne Wert. Für VfL- Trainer Peter Neururer dürfte das 100. Spiel auf der Bochumer Bank eines der letzten gewesen sein. Auch "Retter" Jörg Berger wird seine Mission diesmal wohl nicht erfüllen können. Rostocks Niederlage in der BayArena besiegelten Dimitar Berbatow (27., 89.) und Andrej Woronin (58.). Bayer wahrte mit dem Sieg die Chance auf die Teilnahme am UEFA-Cup.

Der Kampf um die Champions League

Damit will sich der VfB Stuttgart nicht zufrieden geben. Nach drei Spielen ohne Sieg und zwei Bundesliga-Partien ohne Tor sicherte Kevin Kuranyi kurz vor dem Ende (88.) den dürftigen 1:0-Erfolg über Hannover 96. Auch Schalke fand nach vier Bundesliga-Spielen ohne Sieg rechtzeitig wieder in die Erfolgsspur und siegte in Bielefeld nach einem verwandelten Foulelfmeter von Lincoln (9.) und dem späten Tor von Ailton (90.+1).

Hertha zeigte sich gut erholt von der 1:2-Niederlage in Rostock und steckte gegen Wolfsburg sogar den 0:1-Rückstand durch Martin Petrow (17.) weg. Arne Friedrich (63.), Marcelinho per Foulelfmeter (81.) und Alexander Madlung (88.) ließen die Berliner zumindest für 24 Stunden auf Platz vier vorrücken.

Schaulaufen der Bayern

Noch Chancen auf den UI-Cup hat der 1. FC Kaiserslautern auf Platz zehn. Die Pfälzer landeten nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs Spielen einen 2:1-Auswärtssieg beim SC Freiburg. Stefan Blank (24.) und der Ex-Freiburger Ferydoon Zandi (40./Handelfmeter) erzielten die Lauterer Tore, für den bereits feststehenden Absteiger traf Zlatan Bajramovic (73.).

Meister Bayern München ging das "Schaulaufen" beim FSV Mainz genauso locker an wie die nach dem feststehenden Klassenverbleib befreit aufspielenden Gastgeber und gewann 4:2. Torjäger Roy Makaay mit seinen Saisontoren 17, 18 und 19 (17., 83., 89.) sowie Michael Ballack (42.) trafen für den Rekordmeister, Benjamin Auer (35.) und Michael Thurk (59.) für die Mainzer.

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