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Bundesliga-Start: Schalkes Revanche ist missglückt

Ein Gipfeltreffen ohne Sieger: In einem spannenden Auftaktspiel zur neuen Bundesliga-Saison ist der Vize-Meister Schalke 04 beim Meister VfB Stuttgart nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Aber immerhin: Das erste Tor schoss ein Schalker.

Dem Meister ist ein erneuter Schwabenstreich nicht gelungen, aber einen Fehlstart hat der VfB Stuttgart im Gipfeltreffen mit Vizemeister Schalke.04 verhindert. Im erst in der Schlussphase spannenden Eröffnungsspiel der 45. Saison der Fußball-Bundesliga trennten sich der deutsche Meister und die "Königsblauen" am Freitag mit einem gerechten 2:2 (0:1)-Unentschieden. Sami Khedira (63.) und der Mexikaner Pavel Pardo (67./Foulelfmeter) bewahrten den VfB vor 55 800 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion vor der ersten Niederlage nach acht Bundesligasiegen in Serie. Levan Kobiaschwili (25.) und Neuzugang Ivan Rakitic (76.) trafen für Schalke, das seit acht Jahren nicht mehr in Stuttgart gewonnen hat.

"Wir waren die bessere Mannschaft", sagte VfB-Manager Horst Heldt nach dem Schlusspfiff, "aber wir haben gegen eine gute Mannschaft ein Unentschieden geholt. Damit können wir zufrieden sein." Dagegen trauerte VfB-Nationalspieler Roberto Hilbert zwei Punkten nach: "Wir haben ein Superspiel abgeliefert. Da wäre mehr für uns drin gewesen. Mit Franz Beckenbauer ("Mit dem 2:2 können beide Mannschaft gut leben") sprach auch Kevin Kuranyi von einem gerechten Spielausgang. "Das 2:2 ist okay", meinte der Schalker Nationalstürmer.

Der Meister zeigte Moral

Große Brisanz strahlte das mit hohen Erwartungen verknüpfte Duell Erster gegen Zweiter nicht aus. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw waren Strafraumszenen, gefährliche Torschüsse und spielerische Akzente eine Stunde lang Mangelware. Als aber Schalke bei seinen Kontern fast das 2:0 durch Fabian Ernst (57.) erzielt hätte, der aber am neuen VfB-Keeper Raphael Schäfer scheiterte, zeigt der Meister Moral und drehte auf.

Nach einem Fehler des Schalker Abwehrspielers Bordon nutzte Sami Khedira die Gelegenheit zum Ausgleich. Kurz danach holte Schalke-Keeper Manuel Neuer mit einer ungeschickten Aktion Stuttgarts Neueinkauf Marica von den Beinen. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Pavel Pardo sicher. Mit einem Doppelschlag hatte der Meister das Spiel gedreht. Ebenfalls ein junger Bundesliga-Neuling sorgte dann für den Ausgleich: Ivan Rakitic tanzte die Stuttgarter Abwehr an der Strafraumgrenze aus und erzielte mit einem präzisem Flachschuss den insgesamt verdienten Ausgleich

Marica deutete sein Können an

Angesichts andauernden Personalsorgen - neben dem "Fußballer des Jahres" Mario Gomez fehlten auch die verletzten Yildiray Bastürk und Mathieu Delpierre sowie der gesperrte Gledson - war der VfB von seiner Meisterform lange Zeit weit entfernt. Marica deutete an, dass er eine Verstärkung sein könnte. Auf dem Posten von Ludovic Magnin überzeugte Artur Boka, Hilbert ragte in ungewohnter Position heraus.

Schalke beschränkte sich weitgehend auf die Defensive und brachte nach vorne nur wenig zu Stande. Kuranyi, der mit seiner Kritik an Schalkes Transferpolitik für Unruhe im Club gesorgt hatte, trat nur selten in Erscheinung. Dagegen machte der quirlige Mesut Özil, der zunächst den Vorzug vor Rakitic erhielt, eine gute Figur, wurde aber zur zweiten Halbzeit vom Ex-Frankfurter Jermaine Jones abgelöst.

Von Marc Zeilhofer/DPA / DPA

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