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Bundesliga im stern-Check: Großartige Fair-Play-Geste von Paderborns Kutschke

Warum Paderborns Stefan Kutschke der Gewinner des Spieltags ist und das Revier-Derby das Bild des Wochenendes hervorbrachte.

Von Thomas Krause

So liefen die Spiele

FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim 0:0
FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:1
SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:0
VfB Stuttgart - Hannover 96 1:0
1. FC Köln - Bayern München 0:2
SC Paderborn - Borussia Mönchengladbach 1:2
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:1
FC Augsburg - Hertha BSC 1:0
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt 1:2

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Aufreger des Spieltages

"Ich bin stinksauer", sagte Jos Luhukay, Trainer von Hertha BSC, nach dem verlorenen Spiel seiner Mannschaft gegen den FC Augsburg. Grund für Luhukays Aufregung war ein Elfmeter. Schiedsrichter Bastian Dankert hatte in der 27. Minute sofort entschlossen auf den Punkt gezeigt, als der clevere FCA-Angreifer Raul Bobadilla nach einem leichten Kontakt mit Hertha-Torwart Thomas Kraft zu Fall kam. Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh nutzte die Chance und erzielte das Tor des Tages. Luhukay verstieg sich zu der These, dass Hertha allein durch die Elfer-Entscheidung das Spiel verloren habe. Doch seine Mannschaft hätte noch 63 Minuten Zeit gehabt, zumindest EIN Tor zu schießen - und bekam es schlicht nicht hin.

Dieses Tor sollten Sie (noch mal) sehen

Das letzte Tor des Spieltages war auch das spektakulärste: Frankfurts Lucas Piazon (r.) verwandelte einen Freistoß in der 90. Minute zum 2:1-Sieg der Eintracht gegen den Hamburger SV. Der Ball flog im Bogen um die Hamburger Mauer herum und senkte sich dann in den rechten oberen Winkel des Tores. HSV-Torwart Drobny hatte keine Chance, zu reagieren und blieb wie angewurzelt auf der Linie stehen. Der Schuss traf die Hamburger bis ins Mark. Piazons Jubel fiel dafür fast verhalten aus.

Gewinner des Spieltages

Paderborns Stürmer Stefan Kutschke lieferte sich im Mittelfeld ein Laufduell mit Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer, als Kutschke stürzte. Für Schiedsrichter Marco Fritz ein klarer Fall: Er zeigte Kramer Gelb. Doch dann ging Kutschke zum Schiedrichter und erklärte, er sei nur im Rasen hängen geblieben. Fritz nahm die Gelbe Karte zurück. "Das war für mich selbstverständlich", sagte Kutschke. Super Aktion von Kutschke, für uns ist er der Gewinner des Spieltages.

Verlierer des Spieltages

Was soll man zum HSV noch sagen? Der "Dino der Liga" ist auch an diesem Spieltag dem Aussterben ein Stück näher gekommen. Nicht nur, dass die Hamburger nach dem späten Gegentreffer zum 1:2 noch immer auf den ersten Sieg der Saison warten. Sie haben auch den 35 Jahre alten Negativrekord des VfL Bochum gebrochen: Bochum hatte in der Saison 1979/80 für seinen ersten Saisontreffer 474 Minuten gebraucht. Nun steht - womöglich für Jahrzehnte - diese Negativmarke in den Büchern des HSV. Mit Nicolai Müllers Tor in der 58. Minute hatte der Klub ganze 508 Minuten für einen Treffer benötigt. Sie ahnen es sicher: Der HSV findet sich souverän am Tabellenende wieder.

Und noch etwas dürfte beim HSV für Unruhe sorgen: Investor Kühne spricht gerne mit - schließlich half er dem Verein aus der finanziellen Krise. Kühne dürfte von der erneuten Niederlage nicht angetan sein. Ein Porträt des HSV-Investors lesen Sie im neuen stern.

Bild des Spieltages

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