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Bundesliga

Wilder Weltmeister Die Eskapaden des Kevin Großkreutz

Kevin Großkreutz
2011 rasierte Kevin Großkreutz sich aus Freude über den Meistertitel mit Borussia Dortmund den Kopf
© Friso Gentsch/DPA
Mit ihm wird es nie langweilig: Kevin Großkreutz vom VfB Stuttgart war in eine Schlägerei verwickelt. Nicht das erste Mal, dass der ewige Dortmunder Junge wegen seiner Aktivitäten außerhalb des Platzes in die Schlagzeilen gerät.

Immer Ärger mit Kevin: In der Nacht von Montag auf Dienstag ist Kevin Großkreutz bei einem körperlichen Angriff verletzt worden und zur Behandlung ins Krankenhaus gekommen. Die Polizei berichtete von einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen am Rande eines Stuttgarter Ausgehviertels. Im Netz kursieren zurzeit Bilder des verwundeten Großkreutz unmittelbar nach der Schlägerei.

Nicht zum ersten Mal in seiner Karriere ist der VfB-Profi damit in den Mittelpunkt einer Eskapade außerhalb des Fußballplatzes geraten. Schon zu Dortmunder Zeiten machte der Weltmeister von 2014 häufiger Schlagzeilen, indem er sich öffentlich danebenbenahm. Von fliegendem Fast-Food über öffentliches Urinieren bis zu eskalierten Feierlichkeiten: Eine kleine Historie der Großkreutz'schen Ausrutscher.

Der Döner-Eklat

Im Mai 2014 wurde Großkreutz beschuldigt, einem Mann in Köln einen Döner ins Gesicht geworfen zu haben. Er wurde angezeigt und gab zu Protokoll, dass er den Döner lediglich auf den Boden geworfen habe, nachdem er beleidigt worden war. Der Vorwurf der Körperverletzung erhärtete sich allerdings nicht, das Verfahren wurde eingestellt und vom Staatsanwalt als Bagatelle bewertet: "Wir haben kein besonderes öffentliches Interesse festgestellt."

Die Pinkel-Affäre

Nach dem verlorenen Pokalfinale des BVB gegen Bayern München im Jahr 2014 war der Frust beim damaligen Dortmunder so groß, dass er beim anschließenden Mannschaftsabend in einem Berliner Szene-Club ordentlich Gas gab. Gegen 6 Uhr morgens soll er schließlich in der Lobby des Mannschaftshotels volltrunken gegen eine Säule gepinkelt haben. DFB-Manager Oliver Bierhoff äußerte sich damals folgendermaßen zu dem Zwischenfall: "Wir haben mit Kevin gesprochen und ihm noch einmal ganz klar gesagt, was wir von einem Nationalspieler erwarten. Er trägt Verantwortung, er muss sich seiner Vorbildfunktion auf und neben dem Platz bewusst sein. So etwas darf nicht passieren. Er hat sich bei uns entschuldigt und sagte, dass er maßlos enttäuscht war über das verlorene Pokalfinale in Berlin mit Borussia Dortmund. (....) Bei uns hält er sich an die Regeln, er ist noch jung und muss lernen, manchmal sein Temperament, seine Impulsivität, also genau die Eigenschaften, die ihn beim Fußballspielen ausmachen, außerhalb des Feldes besser zu kontrollieren. Das Thema ist nun erledigt, unsere volle Konzentration gilt der Vorbereitung auf die WM." Mit großem Erfolg: Wenige Wochen später wurde Großkreutz mit Deutschland Weltmeister ...

Die WM-Party

... nur um sich auf der anschließenden Party gleich den nächsten "Ausrutscher" zu leisten - im wahrsten Sinne des Wortes: Obwohl er beim Turnier in Brasilien nicht zum Einsatz kam, war Großkreutz bei der Titel-Feierei im Anschluss trotzdem ganz vorne dabei. Nach einem Bericht der "Sport Bild" war er irgendwann im Laufe der Partynacht so betrunken, dass er stürzte und sich die Lippe so aufschlug, dass er genäht werden musste. Zwar steht dieser Vorfall nicht im Verhältnis zu den vorangegangenen Aussetzern, trotzdem wurde natürlich groß darüber berichtet - sein Ruf eilte dem damals 26-Jährigen bereits voraus.

Kevin Großkreutz: Verständnis für Max Kruse

Großkreutz weiß also, wie es sich anfühlt, wenn die Berichterstattung um die eigene Person plötzlich nichts mehr mit Fußball zu tun hat. Kein Wunder also, dass er im vergangenen Jahr dem Kollegen Max Kruse zur Seite sprang, als dieser mit einer Reihe privater Fehltritte auf sich aufmerksam machte. Damals mahnte Großkreutz via Instagram: ""Passt auf, dass ihr den Menschen nicht kaputt macht!" Jeder habe schließlich "eine Leiche im Keller". 

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tim

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