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Bundesliga im stern-Check: Bayern stark, Dortmund schwach – doch der Meister spielte schon Freitag

Das Spiel der Bayern wird zur Machtdemonstration, der BVB lässt sich von einem Aufsteiger den Schneid abkaufen. Doch die beeindruckendste Partie fand schon am Freitag in Gladbach statt.

Mehr als einmal lief der Leipziger Timo Werner (M.) seinen Gladbacher Gegenspielern davon

Mehr als einmal lief der Leipziger Timo Werner (M.) seinen Gladbacher Gegenspielern davon

Getty Images

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 3. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltages

Die Freude beim 1. FC Union Berlin über den ersten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte mag groß sein. Aber warum lässt man eigene Fans während des Spiels auf dem Tribünendach über dem Gästeblock rumturnen? Kein Wunder, dass unter den Dortmunder Fans Unruhe ausbricht. Was, wenn Idioten von oben brennende Pyros auf die Dortmunder Fans werfen? Was, wenn ein Fan vom Tribünendach abstürzt? "Fans der Heimmannschaft mussten nach einer Choreografie das Dach über den Bereich des Gästefanblocks verlassen", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei Berlin. "Darauf wurden Gästefans aufmerksam und versuchten dieses zu verhindern." Es folgten Auseinandersetzungen zwischen den Fans, ein Polizeieinsatz, Festnahmen, Pfefferspray, Panik, Verletzte. 

Beim allem Verständnis für die Euphorie bei den Köpenickern: Fans den Zutritt zum Dach zu erlauben oder sie nicht daran zu hindern, ist eine Dummheit. Hoffentlich ist die Lernkurve nicht nur bei den Union-Spielern steil und der Verein legt künftig mehr Wert auf die Sicherheit aller Stadionbesucher als auf Stimmung und Choreografien.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Das 2:1 von Werder Bremens Tim Sargent gegen den FC Augsburg war technisch absolut überragend. Nuri Sahin passt hoch in den Lauf von Sargent, der den Ball mitnimmt, Augsburgs Torwart Tomas Koubek überlupft und den Ball locker einschiebt.

Gewinner des Spieltages

Nein, trotz ihres 6:1-Sieges gegen den FSV Mainz 05 heißt der Gewinner des Spieltages nicht FC Bayern München. Denn was RB Leipzig am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach auf den Platz brachte, war so überlegen, dass man sich nicht nur in München und Dortmund die Augen gerieben haben dürfte. Allein, wie Leipzigs Timo Werner den Gladbacher Spielern davonlief, war zum Zungeschnalzen. Dabei war Gladbach durchaus kein schwacher Gegner. Nur Leipzig war einfach zu stark. So spielt ein künftiger deutscher Meister.

Verlierer des Spieltages

Borussia Dortmund scheint mit der Favoritenrolle nicht umgehen zu können. Aufsteiger Union Berlin, für den es nur darum geht, in der Liga zu bleiben, besiegt den BVB mit 3:1. Mit einer kämpferischen Leistung und den Fans im Rücken zeigt Union dem Titelaspiranten die Grenzen auf. "Wir haben uns im gesamten Spiel einfach komplett dumm angestellt", sagte BVB-Kapitän Marco Reus: "Wir glauben manchmal, dass man allein mit unserer Qualität solche Spiele gewinnen kann. Das muss aufhören!" Da hat Reus recht. Sonst ziehen andere Klubs schnell davon.

Bild des Spieltages

Ausnahmsweise mal aus Liga 2: Nachdem Bakery Jatta das 3:0 für den Hamburger SV gegen Hannover 96 geschossen hat, kommen Team und Trainer zusammen, um den Torschützen zu bejubeln. Denn Jatta muss seit Wochen dem Druck standhalten, den eine Debatte um seine Identität ausgelöst hat. Die "Bild" hat Zweifel geschürt, ob Jatta der ist, für den er sich ausgibt. Die Vereine, die gegen den HSV verloren haben, legen Protest gegen die Spielwertung ein, wenn Jatta auf dem Platz stand. Ob Hannover sich da anschließt? Die Solidarität von Verein und Teamkameraden wird Jatta jedenfalls guttun.

Team und Trainer des HSV bejubeln mit Bakery Jatta (M.) sein Tor zum 3:0 gegen Hannover 96

Team und Trainer des HSV bejubeln mit Bakery Jatta (M.) sein Tor zum 3:0 gegen Hannover 96

Getty Images
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