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Ausschreitungen gegen Leipzig Polizei wirft BVB-Führung Begünstigung von Fan-Gewalt vor

BVB-Fans gegen Leipzig
Die Südtribüne im Dortmunder Stadion am Samstag: Viele Transparente der BVB-Anhänger waren beleidigend oder gewaltverherrlichend
© Martin Meissner/AP
Nach den Attacken Dortmunder Fans gegen Leipzig-Anhänger hat die Polizei auch die Borussia-Vereinsführung scharf kritisiert. Es habe offensichtlich "Signale" gegeben, die die Gewalteskalation begünstigt hätten.

Nach den Ausschreitungen und der Fan-Gewalt bei dem Bundesliga-Fußballspiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag hat die Polizei die Vereinsführung der Borussia scharf kritisiert. "Offensichtlich gab es auf Dortmunder Seite vor der Begegnung Signale, die zu einer Atmosphäre beigetragen haben, die die Gewalteskalation ein Stück weit begünstigt haben", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, den "Ruhr Nachrichten".  

"Es darf nicht sein, dass Transparente ins Stadion gelangen, auf denen zu Gewalt aufgerufen wird. Das muss den Ordnern auffallen", sagte Radek. Vereine übten das Hausrecht aus und kassierten die Einnahmen. "Dafür haben sie auch die Verantwortung, für das, was auf der Tribüne passiert", kritisierte der GdP-Vize. Die Dortmunder Vereinsführung müsse sich fragen, ob es ausreiche, auf Distanz zu den Gewalttätern zu gehen. 

Steine, Flaschen, Leuchtraketen

Bei massiven Ausschreitungen am Rande der Bundesligapartie zwischen dem BVB Borussia Dortmund und RB Leipzig waren am Samstag mindestens sechs Leipziger Anhänger sowie vier Polizisten verletzt worden. Nach Polizeiangaben griffen Dortmunder Fans Besucher aus Leipzig, Unbeteiligte und Polizeibeamte unter anderem mit Steinen, Flaschen und Leuchtraketen an.

Bei dem Spiel waren im Dortmunder Stadion Plakate mit Aufrufen zur Gewalt zu sehen gewesen. Unter anderem stand auf Transparenten: "Pflastersteine auf die Bullen" und "Bullen schlachten". Dortmunds Präsident Reinhard Rauball sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, hatten sich am Sonntag "aufs Schärfste von jeder Form von Gewalt" distanziert.

car AFP

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