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Champions League: CL-Qualifikation - Knapper Hinspielsieg für Arsenal gegen Udinese

Der FC Arsenal kam im heimischen Stadion gegen Udinese Calcio zwar zu einem 1:0-Sieg, konnte aber bis auf die Anfangsphase nicht überzeugen. Die Gäste hatten die klar besseren Chancen, vergaben diese allerdings zu leichtfertig. Souverän agierte dagegen Olympique Lyon gegen Rubin Kazan.

Das Rückspiel in Udine verspricht für den FC Arsenal ein heißer Tanz zu werden. Die Engländer kamen im heimischen Emirates-Stadion im Playoff-Hinspiel zur Champions League-Qualifikation nicht über ein 1:0 hinaus. In einer starken Anfangsphase hatte Theo Walcott (4.) das Tor des Tages erzielt.

Die Gunners enttäuschten in der Folge jedoch, Udinese hatte mehr vom Spiel, dominierte vor allem in der zweiten Hälfte, schaffte es jedoch trotz guter Chancen nicht, den Ball im Tor unterzubringen und sich das ersehnte Auswärtstor zu sichern. Trotzdem ist noch alles drin für die Friulani. "Es ist ein gutes Resultat gegen ein spielerisch und taktisch starkes Team. Es war wichtig, dass wir die Null hinten stehen haben", zeigte sich Torschütze Walcott bei Sky trotzdem selbstbewusst.

"Das wichtigste Spiel der Clubgeschichte"

Arsenal begann das Spiel ohne den abgewanderten Cesc Fabregas und die gesperrten Samir Nasri und Robin van Persie, zudem musste Arséne Wenger die verletzten Jack Wilshere und Abou Diaby ersetzen. Marouane Chamakh begann in der Spitze und Theo Walcott ersetzte auf der rechten Seite Andrey Arshavin.

Auch Gästetrainer Francesco Guidolin musste vor dem laut Antonio di Natale „wichtigsten Spiel der Clubgeschichte" umbauen. Der Star der erfolgreichen letzten Saison Alexis Sanchez war nach Barcelona gewechselt, zudem fehlten die an Oberschenkelproblemen laborierenden Maurizio Domizzi und Antonio Floro Flores. Domizzi war aber ebenso wie der gesamte Vorstand des Clubs und auch die nicht für die Champions League nominierten Spieler mit nach London gereist, um die große Atmosphäre schnuppern zu können.

Frühe Führung für Arsenal, danach nicht mehr viel

Das Konzept der Gäste, in ihrem 4-1-4-1 tief zu stehen und auf Konter zu lauern, wurde schon nach kurz nach Anpfiff konterkariert, als sich die Gunners für ihre stürmische Anfangsphase belohnten. Aaron Ramsey war nach Zuspiel von Bacary Sagna auf rechts durchgegangen und hatte in die Mitte geflankt, wo Walcott aus kurzer Distanz nur den Fuß hinhalten musste, um zum 1:0 einzunetzen (4.). Wenige Minuten später hätte Gervinho fast erhöht, kam nach einer Ecke aber ein paar Schritte zu spät (9.).

Langsam legte Udine den Respekt vor den Engländern ab, wurde aggressiver und hätte fast den Ausgleich erzielt. Antonio di Natales Freistoß klatschte allerdings an die Latte (12.). Spielbestimmend blieben zwar die Gunners, doch gegen defensiv mittlerweile besser stehende Italiener - und vor allem den zweimal stark klärenden Danilo - taten sie sich schwer, zu zwingenden Chancen zu kommen.

Da Arsenal zudem hinten einige Male ungeordnet wirkte, sobald die Italiener das Tempo verschärften, hatten die Gäste die deutlich klareren Chancen. Nach einer verpatzten Arsenal-Ecke war plötzlich Pablo Armero auf und davon gegangen. Er scheiterte nach 50 Meter-Solo jedoch an Keeper Wojciech Szczesny, der Nachschuss von Mauricio Isla wurde von Alex Song geklärt (26.). Eine weitere gute Möglichkeit setzte di Natale ans Außennetz (37.).

Udine macht das Tor nicht

Udine kam dem mittlerweile verdienten Ausgleich immer näher. Kurz nach Wiederanpfiff blockte erst Johan Djourou in höchster Not einen Schuss von di Natale ab (50.), dann scheiterte Isla aus spitzem Winkel nach einem Stellungsfehler des zuvor eingewechselten Carl Jenkinson an Szczesny (60.), ehe der Keeper auch noch einen weiteren di Natale-Freistoß entschärfen konnte (74.).

Von Arsenal gab es bis auf ein paar uninspirierte Konter bis zu diesem Zeitpunkt kaum mehr etwas zu sehen, die Kräfteverhältnisse hatten sich komplett zugunsten Udines verlagert. Erst in der Schlussphase wurden die Gunners noch einmal zwingender, Walcott scheiterte bei der besten und einzigen echten Chance der Hausherren jedoch an ansonsten beschäftigungslosen Samir Handanovic.

Twente Enschede gegen Benfica Lissabon 2:2

Im De Grolsch Veste konnte Twente Enschede kurz vor Schluss noch ein Unentschieden gegen Benfica Lissabon erkämpfen. Zunächst hatte alles gut ausgesehen für den niederländischen Vizemeister. Nach nur sechs Minute traf Luuk de Jong zum 1:0. Doch Benfica drehte in der ersten Hälfte das Spiel dank der Tore von Oscar Cardozo (21.) und Nolito (35.). Kurz vor Schluss schaffte Bryan Ruiz (80.) noch den 2:2-Ausgleich.

FC Kopenhagen gegen Viktoria Plzen 1:3

Der FC Kopenhagen geht mit einer denkbar schlechten Ausgangsposition ins Rückspiel. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel torlos, doch danach drehte Viktoria Plzen auf und kam durch Daniel Kolar (52.) und ein Eigentor von Sölvi Ottesen (59.) zur verdienten Führung. Ottensen traf zehn Minuten späte zwar auch auf der anderen Seite zum Anschluss, doch den Schlusspunkt setzte Martin Fillo in der 79. Minute zum 3:1 für die Tschechen. Für Plzen war es die halbe Miete zum Einzug in die Königsklasse.

Olympique Lyon gegen Rubin Kazan 3:1

Der französische Vizemeister erwischte im heimischen Stade Gerland einen schlechten Start und lag nach drei Minuten durch ein Tor von Vladimir Dyadyun gegen Rubin Kazan zurück. Doch Olympique Lyon kam postwendend zurück. Bafétimbi Gomis erzielte in der 10. Minute den Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff fälschte Solomon Kverkveliya den Ball nach einer Lyon-Flanke ins eigene Tor ab. Zwanzig Minuten vor Ende der Partie erhöhte Jimmy Briand noch auf 3:1. Lyon steht dadurch mit einem Bein in der Champions League.

BATE Borisov gegen Sturm Graz 1:1

BATE Borisov empfing in Minsk Sturm Graz, die auch gleich druckvoll anfingen. Manuel Weber brachte die Gäste nach zwölf Minuten in Führung. Die Weißrussen konnten nach einer Stunde zum Ausgleich durch Marko Simic kommen. Mehr war in einem Spiel ohne Karten nicht drin.

sportal.de / sportal

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