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DFB-Probleme vor Spanien-Spiel Nur die Ruhe, Jogi - es war ein super Jahr


Das sensationelle Jahr des DFB-Teams geht mit dem Top-Spiel gegen Spanien zu Ende. Löws Elf hat derzeit viele Probleme. Die Gründe liegen auf der Hand, der Trainer sollte nicht in Panik verfallen.

Es sei eine "krasse" Situation, merkte Bundestrainer Joachim Löw auf der Pressekonferenz vor dem Top-Duell gegen Spanien an. Er meinte damit die Entwicklung seines Teams seit der WM - und Löws Aussage war keineswegs positiv gemeint.

"Nur" ein 4:0 gegen Gibraltar, davor ein 1:1 gegen Irland und eine 0:2-Niederlage gegen Polen - in den letzten drei Spielen der EM-Qualifikation bekleckerte sich der Weltmeister nicht gerade mit Ruhm. Viel ist darüber geredet worden, wie der WM-Titel noch in den Köpfen steckt - und warum das die Mannschaft bremst. Dabei muss man gar nicht so tief gehen, um die kleine Schwächephase zu erklären. Bundestestrainer Joachim Löw lieferte die Erklärung auf der PK gleich mit.

Zahlreiche Spieler fallen aus, Löw musste ausprobieren, immer wieder Spielsystem und Personal ändern. Der Coach weiß das und #link;http://www.stern.de/sport/fussball/loew-vor-spanien-spiel-so-krass-haette-ich-es-nicht-erwartet-2153410.html;beruhigte vorsorglich die bei der WM so verwöhnten Fans# in der Heimat: "Im nächsten Jahr werden wir zu alter Stärke zurückkehren."

"Dieses Jahr wird immer einen Stellenwert haben"

Zum Jahresende kommt es nun zum Premium-Test gegen Spanien. Wobei der Begriff "Premium" derzeit reichlich schlecht gewählt ist: Das Gros der deutschen Fußball-Weltmeister wird am Abend (20.45 Uhr/ARD) gemütlich auf der Couch sitzen, wenn die wenigen verbliebenen Champions um Aushilfskapitän Sami Khedira sowie das Münchner Offensiv-Duo Thomas Müller und Mario Götze in Vigo zur letzten Kraftprobe des Jahres gegen Spanien antreten.

"Die Spieler haben schon Lust, gegen Spanien zu spielen", versicherte Löw am Montag nach der Ankunft im Spielort. Er baute vor dem Prestigeduell mit dem amtierenden Europameister und Weltmeister von 2010 aber auch für ein Negativerlebnis vor. "Dieses Jahr wird in der Geschichte immer einen großen Stellenwert haben. Der ist nicht anzukratzen mit einem Testspiel", verkündete der Weltmeister-Coach unmissverständlich.

Zwei große Mannschaften

Seit 14 Jahren ist Deutschland sieglos gegen Spanien, auswärts liegt der letzte Erfolg 32 Jahre zurück. Eine krachende Niederlage gegen das jahrelange Vorbild Spanien möchte auch Löw vermeiden. Der Bundestrainer muss jedoch - wie ständig seit der WM - auch in Galizien improvisieren. Gerade mal drei Akteure aus der Startelf des WM-Endspiels kann er aufbieten; Kroos, Müller und Benedikt Höwedes, der gegen Spanien als Chef einer unerfahrenen Abwehr ran muss. Dazu kommt der in Rio beim 1:0 gegen Argentinien eingewechselte Siegtorschütze Götze.

Mit Kontern zum Erfolg

Eine 4-3-3-Formation zeichnet sich ab, da Löw auf eine kompakte Defensive setzt und mit Konterattacken zum Erfolg kommen will. "Unsere Ausrichtung ist nicht darauf ausgelegt, ständig in der gegnerischen Hälfte zu sein und mehr Ballbesitz zu haben", sagte der Coach.

"Für einzelne Spieler ist es eine Chance, sich mit einer guten Leistung näher an die Mannschaft heranzubringen", betonte der Bundestrainer: "Ich erwarte eine engagierte, läuferisch und kämpferisch starke Leistung." Khedira soll in seinem 53. Länderspiel das Team erstmals als Kapitän anführen, sofern eine leichte Knöchelblessur den Einsatz des Profis von Real Madrid zulässt.

Aus den nach Rücktritten oder aus Verletzungsgründen fehlenden Stars wie Neuer, Lahm, Boateng, Hummels, Mertesacker, Kramer, Schweinsteiger, Schürrle, Reus, Draxler und Klose hätte Löw mühelos eine schlagkräftige Elf zusammenstellen können.

Probleme auch bei Spanien

Auch Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque wird nicht seine Topformation aufbieten. Einige Stars fehlen, andere wie Xavi oder der Neu-Münchner Xabi Alonso sind nach dem WM-Desaster in Brasilien zurückgetreten. Löw aber weiß: "Gegen Spanien ist immer gewährleistet, dass wir gegen eine gute Mannschaft spielen."

Voraussichtliche Aufstellungen

Spanien: Casilla (Espanyol Barcelona/28 Jahre/0 Länderspiele) - Azpilicueta (FC Chelsea/25/9), Raul Albiol (SSC Neapel/29/49), Sergio Ramos (Real Madrid/28/123), Juan Bernat (Bayern München/21/1) - Busquets (FC Barcelona/26/37), Koke (Atlético Madrid/22/10), Santi Cazorla (FC Arsenal/29/69) - José Callejon (SSC Neapel/27/1), Nolito (Celta Vigo/28/0), Raul Garcia (Atlético Madrid/28/1),

Deutschland: Weidenfeller (Borussia Dortmund/34/4) - Rüdiger (VfB Stuttgart/21/4), Mustafi (FC Valencia/22/5), Höwedes (FC Schalke/26/30), Durm (Borussia Dortmund/22/6) - Bender (Bayer Leverkusen/25/18), Khedira (Real Madrid/27/52) Kroos (Real Madrid/24/56) - Müller (Bayern München/25/61), Götze (Bayern München/22/40), Volland (1899 Hoffenheim/22/2)

Schiedsrichter: Johannesson (Schweden)

feh/DPA DPA

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