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DFB-Pokal: BVB triumphiert in letzter Sekunde, Schalke im Elfmeterschießen, Bayer zerlegt Gladbach

Der zweite Teil dieses DFB-Pokalspieltags sollte deutlich mehr Spannung bringen. Gleich drei der frühen Partien gingen in die Verlängerung, zwei davon ins Elfmeterschießen. Anschließend bestätigtet Leverkusen die gute Form.

Der BVB brauchte gegen Union Berlin im DFB-Pokal 120 Minuten für den gewünschten Erfolg

Der BVB brauchte gegen Union Berlin im DFB-Pokal 120 Minuten für den gewünschten Erfolg

Getty Images

Borussia Dortmund - Union Berlin 3:2 n.V. (2:2, 1:0)

Viel riskiert, lange gezittert - Borussia Dortmund hat nur mit großer Mühe das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der durch umfangreiche Rotation geschwächte Revierclub schlug im Duell der bisher Unbesiegten den Zweitligisten Union Berlin erst nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 1:0). Dank der Treffer von Christian Pulisic (40. Minute), Maximilian Philipp (73.) und Marco Reus (120./Foulelfmeter) blieb der Bundesliga-Spitzenreiter am Mittwoch vor 72.732 Zuschauern im Signal Iduna Park auch ohne großen Glanz im 14. Pflichtspiel unter der Regie von Lucien Favre ungeschlagen.

Dagegen mussten die Gäste trotz des zweimaligen Ausgleichs durch Sebastian Polter (63./88.) die erste Saisonniederlage hinnehmen. In der hektischen Schlussphase sah Abwehrspieler Marvin Friedrich die Gelb-Rote Karte. Angesichts der anhaltenden Terminhatz entschied sich BVB-Coach Favre zu einer umfangreichen Rotation und beorderte im Vergleich zum 2:2 vier Tage zuvor gegen Hertha BSC gleich sieben neue Profis in das Team. Selbst die eigentlich Unverzichtbaren Marco Reus und Axel Witsel saßen zunächst auf der Bank, Mario Götze stand wegen einer Erkältung erst gar nicht im Kader

1. FC Köln - Schalke 04 6:7 n.E. (1:1, 1:1, 1:0)

Doppeltes Elfmeter-Glück und der glänzende Torhüter Alexander Nübel haben den FC Schalke 04 vor einem überraschenden Pokal-Aus bewahrt. Trotz eines 0:1-Rückstands bis zur 88. Minute gewann der Vize-Meister in der 2. Runde noch mit 6:5 (1:1, 0:1) im Elfmeterschießen beim Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln und zog ins Achtelfinale ein. Ein Handelfmeter von Nabil Bentaleb und somit das erste Pflichtspiel-Tor nach 395 Minuten hatte Schalke in die torlose Verlängerung gerettet. Im Shoot-out besiegelte ausgerechnet der gebürtige Kölner Mark Uth mit seinem verwandelten Elfmeter den Achtelfinal-Einzug. Beide Torhüter hatten zuvor je einen Elfer pariert. Die Kölner waren durch Jhon Córdoba in Führung gegangen (43.) und durften lange vom vierten Sieg im vierten Pokal-Heimspiel gegen die Gelsenkirchener träumen.

Borussia M'gladbach - Bayer Leverkusen 0:5 (0:2)

Bayer Leverkusen hat seinen Aufwärtstrend eindrucksvoll fortgesetzt und wie im Vorjahr das Achtelfinale erreicht. Der Bundesliga-12. gewann nach dem famosen 6:2-Erfolg bei Werder Bremen auch das zweite Auswärtsspiel nacheinander und setzte sich am Mittwochabend mit 5:0 (2:0) und perfektem Konterfußball bei Borussia Mönchengladbach durch. Vor 48.755 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Julian Brandt (24. Minute), Tin Jedvaj (45.+1), Karim Bellarabi (67./74.) und Kevin Volland (80.) die Treffer für die Leverkusener. Der Bundesligadritte, der zuvor neun Pflicht-Heimspiele unbesiegt war, musste nach dem 1:3 in Freiburg nun schon die zweite Niederlage in Serie hinnehmen.

RB Leipzig - TSG Hoffenheim 2:0 (0:0)

Mit einem Doppelpack hat Timo Werner RB Leipzig zum zweiten Mal nach 2015 ins Achtelfinale geschossen. Der erst zur Halbzeit eingewechselte Nationalstürmer sorgte beim 2:0 (0:0) gegen Bundesliga-Konkurrent TSG 1899 Hoffenheim mit seinen Treffern (48./56. Minute) im Alleingang für die Entscheidung. Hoffenheim scheiterte mit Coach Nagelsmann erneut bereits in der zweiten Runde - noch nie erreichte der künftige Cheftrainer der Leipziger das Cup-Achtelfinale. RB blieb dabei wettbewerbsübergreifend zum fünften Mal nacheinander ohne Gegentor.

Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1 (1:1)

Zweitligist Holstein Kiel hat die Überraschung in der zweiten Runde geschafft. Die Norddeutschen warfen Bundesligist SC Freiburg mit 2:1 (1:1) aus dem Wettbewerb und stehen damit erstmals seit 2012 wieder im Achtelfinale. Die Tore vor 9361 Zuschauern im Holstein-Stadion erzielten Nils Petersen in der ersten Minute für Freiburg sowie Janni Sera (26.) und David Kinsombi (79.) für Kiel.

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3 (0:3)

 Der MSV Duisburg hat erstmals nach 2010 wieder das Achtelfinale erreicht. Im Duell der Fußball-Zweitligisten gewann die Mannschaft von Coach Torsten Lieberknecht am Mittwoch in der zweiten Pokal-Runde auswärts gegen Arminia Bielefeld mit 3:0 (3:0). John Verhoek (12. Minute), Fabian Schnellhardt (39.) und Cauly Oliveira Souza (45.) erzielten die Tore für die Duisburger, die in der Saison 2010/11 auch ins Finale eingezogen waren. Bielefeld kassierte nach zuletzt vier Niederlagen in der Liga in Serie die nächste Pleite.

SC Weiche Flensburg - Werder Bremen 1:5 (1:3)

Werder Bremen hat seine Pflicht im Pokal erfüllt. Der Bundesligist setzte sich in Lübeck gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg am Ende souverän mit 5:1 (3:1) durch. "Wir waren heute alle zusammen sehr fokussiert und haben deshalb auch verdient gewonnen", sagte Florian Kainz, der das wichtige 2:1 (38.) mit einem 20-Meter-Schuss erzielt hatte. "Für mich persönlich war es sehr wichtig, mal wieder getroffen zu haben." Außer Kainz trafen Sturm-Oldie Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (38.) mit einem 20-Meter-Schuss, Davy Klaassen (44.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Martin Harnik (76./81.) mit einem Doppelschlag für den Favoriten. Weiches Ilidio Pastor Santos (27.) gelang per Freistoß der zwischenzeitliche Ausgleich. 

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 4:6 n.E. (2:2, 1:1, 1:0)

Bundesligist 1. FC Nürnberg steht nach einem kleinen Kraftakt im Achtelfinale. Das Team von Trainer Michael Köllner gewann am Mittwochabend in der zweiten Runde beim Drittligisten FC Hansa Rostock mit 4:2 im Elfmeterschießen (2:2, 1:1, 0:1) und feierte das erste Erfolgserlebnis nach zuvor drei sieglosen Ligaspielen in Folge. Adam Zrelak (90. Minute) und Federico Palacios (103.) erzielten vor 23 900 Zuschauern im ausverkauften Ostseestadion die Tore für die Franken. Pascal Breier (35. Minute) und Jonas Hildebrandt (95.) trafen für die Hanseaten, die in der ersten Runde den Bundesligisten VfB Stuttgart ausgeschaltet hatten.

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fin / DPA

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