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DFB-Pokal: Mit Dusel, Witsel und Reus: BVB ächzt sich mit zwei Nachspielzeiten in die nächste Runde

Im DFB-Pokal ist mancher Sieg eine schwere Geburt. Das musste der BVB, RB Leipzig , Hertha BSC und der SC Freiburg erfahren. Im letzten Spiel der ersten Runde wäre es fast zur kleinen Sensation gekommen.

DFB Fürth Dortmund

Tor ja, Freude nein. Nur mit Ach und Krach gewinnt der BVB gegen Greuther Fürth.

DPA

Borussia Dortmund hat nur knapp die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Im ersten Pflichtspiel mit dem neuen Trainer Lucien Favre zitterte sich der BVB zu einem 2:1 (1:1, 0:0)-Sieg nach Verlängerung beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Sebastian Ernst hatte den fränkischen Außenseiter vor 15.000 Zuschauern in der 77. Minute sogar in Führung gebracht. Dortmunds Neuzugang Axel Witsel rettete die Gäste erst in der fünften Minute der Nachspielzeit mit seinem Treffer in die Verlängerung. Dort sorgte dann Marco Reus in letzter Minute für die Entscheidung zugunsten des Champions-League-Teilnehmers.

Freiburg mit Elfmeterschießen

Der SC Freiburg hat sich gerade noch in die zweite DFB-Pokalrunde gerettet. Der Fußball-Bundesligist zitterte sich beim Drittliga-Aufsteiger Energie Cottbus zu einem 5:3 im Elfmeterschießen (2:2, 1:1, 0:0).

Auch Hertha BSC hatte beim 2:1 (1:0) bei Angstgegner Eintracht Braunschweig viel Mühe. Für die Entscheidung im Gastspiel beim Drittligisten sorgte der Berliner Kapitän Vedad Ibisevic mit seinem Treffer in der 83. Minute.

Paderborn schlägt Ingolstadt erneut im Pokal

Rückkehrer Uwe Hünemeier hat dem SC Paderborn den Weg in die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals geebnet. In seinem ersten Spiel für seinen alten Club erzielte der Abwehrspieler beide Treffer zum 2:1 (2:0) gegen den Zweitliga-Konkurrenten FC Ingolstadt 04. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen hatte sich schon im Vorjahr im Achtelfinale des Pokals gegen die Oberbayern durchgesetzt.

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin zieht zum dritten Mal in Serie in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Die Hauptstädter behielten beim Drittligisten FC Carl Zeiss Jena mit 4:2 die Oberhand. Vor 10.600 Besuchern im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld markierten Sebastian Andersson (14. Minute), Felix Kroos (29.) und Simon Hedlund (45.+5/Foulefmeter/70.) die Tore für Union. Die Thüringer waren durch Maximilian Wolfram (21.) erfolgreich. Zudem erzielte Berlins Kapitän Christopher Trimmel (42.) ein Eigentor.

Gladbach mit Pokalrekord

Borussia Mönchengladbach hat mit einem Kantersieg ebenfalls die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Beim Bremer Oberligisten BSC Hastedt setzte sich der Fußball-Bundesligist mit 11:1 (6:0) durch und feierte damit den höchsten Erfolg seiner Pokalgeschichte. Thorgan Hazard erzielte vier Tore, Alassane Plea und Raffael trafen je dreimal und Jonas Hofmann einmal.

Mit einem Doppelschlag von Alexander Mühling hat Holstein Kiel einen drohenden Pokal-K.o. beim Fußball-Drittligisten TSV 1860 München abgewendet. Der Mittelfeldspieler war  beim 3:1 (0:1) des Zweitligisten in München vor 14.200 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit zwei platzierten Rechtsschüssen in der 74. und 83. Minute erfolgreich. Der ebenfalls gute Kingsley Schindler erhöhte sogar noch (87.). Nico Karger hatte die in der ersten Hälfte besseren "Löwen" frühzeitig in Führung gebracht (7.).

Fortuna Düsseldorf hat vor der Rückkehr in die Bundesliga den Härtetest im DFB-Pokal bestanden. Mit einem 5:0 bei Rot-Weiß Koblenz präsentierten sich die Rheinländer gegen den Fünftligisten in einer Erstliga-tauglichen Verfassung. Dodi Lukebakio (9./12. Minute) mit einem Doppelpack, Marvin Duksch (32.), Kevin Stöger (44.) und Benito Raman (62.) erzielten vor 7500 Zuschauern die Treffer für den Favoriten.

Ausgburg glücklich gegen Steinbach

Souverän ist auch Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Elf von Trainer Jeff Saibene setzte sich beim Oberligisten 1. FC Lok Stendal mit 5:0 (1:0) durch und vermied damit anders als im Vorjahr ein Erstrunden-Aus. Vor 2870 Zuschauern markierten Prince Osei Owusu (11. Minute/61.), Sven Schipplock (63./69. Foulelfmeter) und Tom Schütz (66.) die Tore für die Arminia.

Der FC Augsburg hat dagegen nur mit viel Mühe eine erneute Erstrundenpleite im DFB-Pokal abgewendet. Trotz des dürftigen Auftritts kam der Bundesligist beim Regionalligisten TSV Steinbach zu einem glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg. Vor 4204 Zuschauern trafen Marco Richter in der 14. Minute und André Hahn (65.) für die Augsburger. Nico Herzig (55.) hatte den couragierten Viertligisten mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich kurzzeitig von einer Pokal-Überraschung träumen lassen.

1. FC Köln mit neuem Pokalrekord

 Der 1. FC Köln hat mit einem Torfestival seine Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokalrunde am Endspielort Olympiastadion erledigt. Nach leichten Startproblemen setzten sich die Rheinländer beim Viertligisten BFC Dynamo in Berlin mit einer Tor-Gala 9:1 durch. Stürmer Terodde (21./34./41.) erzielte binnen 20 Minuten die ersten drei Treffer für die Kölner, Dominick Drexler (44./66.), Marcel Risse (58.) und Vincent Koziello (61.) erhöhten weiter. Nach Teroddes 8:1 (76.) setzte Louis Schaub in der 86. Minute den Schlusspunkt und stellte den höchsten Auswärtssieg der Kölner im DFB-Pokal ein.

Mühe weiterzukommen, hatte RB Leipzig Nach zwischenzeitlichem Rückstand setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick mit 3:1 (0:1) beim Viertligisten Viktoria Köln durch. Leipzig lag nach einem Treffer des Kölners Timm Golley (39. Minute) bis zur Pause hinten. Erst nach dem Seitenwechsel drehten Yussuf Poulsen (61.), Emil Forsberg (69.) und Jean-Kevin Augustin (90.+3) die Begegnung.

Überraschung in Flensburg

Für eine Überraschung sorgte der Fünftligist Chemie Leipzig, der den drei Ligen höher spielenden SSV Jahn Regensburg mit 2:1 (0:1) aus dem Wettbewerb warf. Auch Zweitligist VfL Bochum schied aus und musste sich Regionalligist SC Weiche Flensburg 0:1 (0:1) geschlagen geben. Der Zweitligist 1. FC Heidenheim gewann beim zwei Klassen tiefer spielenden SSV Jeddeloh II 5:2 (3:0).

nik/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.