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DFB-Pokal: BVB muss durch dramatischen Elferkrimi, Frankfurt feiert Keeper

Der BVB kämpft sich in einem skurrilen Elfmeterschießen ins Viertelfinale, für Frankfurt wird der Keeper noch in der regulären Spielzeit zum Helden und Lotte schafft die nächste Sensation. Der DFB-Pokal am Mittwoch.

Marco Reus erzielte den Ausgleich für den BVB nach der Pause. Zur Verlängerung wurde er erschöpft ausgewechselt.

Marco Reus erzielte den Ausgleich für den BVB nach der Pause. Zur Verlängerung wurde er erschöpft ausgewechselt.

Der BVB hat sich nach erst nach 120 spannenden Minuten und einem skurrilen Elfmeterschießen fürs Viertelfinale des DFB-Pokals qualifiziert. Eintracht Frankfurt setzte sich parallel gegen Erstliga-Absteiger Hannover 96 durch. Zuvor hatte es bereits Pokalschreck Lotte als einziger Drittligist ins Viertelfinale geschafft. Der Außenseiter besiegte am Mittwoch den Zweitligisten TSV 1860 München 2:0 (1:0). Keine Überraschung gab es dagegen in Sandhausen. Der FC Schalke 04 setzte sich beim Zweitligisten souverän mit 4:1 (3:0) durch. Am Dienstag hatten bereits der Hamburger SV, Titelverteidiger Bayern München, Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld das Weiterkommen geschafft.

Borussia Dortmund - Hertha BSC Berlin (1:1 n. V.)

Borussia Dortmund steht im Viertelfinale des DFB-Pokal. Der Vorjahresfinalist setzte sich im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Hertha BSC durch. BVB-Schlussmann Roman Bürki parierte den Versuch von Vladimir Darida. Fabian Lustenberger traf nur die Latte. Den entscheidenden Versuch verschoss schließlich Berlins Salomon Kalou. Zuvor war der eingewechselte Sami Allagui bereits an Bürki gescheitert, doch der Ball trudelte dann doch noch ins Tor. Das Stadion hatte den vermeintlichen Fehlschuss bereits bejubelt. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Die Hertha-Führung durch Kalou (27. Minute) glich Marco Reus (47.) aus.  Dortmunds Sokratis holte sich in den letzten Minuten der Verlängerung erst die Gelbe und dann gleich noch die Ampelkarte wegen abwertender Handbewegungen in Richtung Schiri ab.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:0)

Lukas Hradecky hat Eintracht Frankfurt erstmals seit drei Jahren wieder ins Viertelfinale geführt. Der finnische Nationaltorwart parierte in der letzten Sekunde einen Foulelfmeter von Salif Sane und sicherte dem Fußball-Bundesligisten damit einen 2:1 (0:0)-Sieg beim Zweitligisten Hannover 96. Taleb Tawatha in der 62. Minute und Haris Seferovic (65.) hatten zuvor das Spiel für die Frankfurter gedreht, nachdem Martin Harnik (57.) vor 31.000 Zuschauern die Gastgeber in Führung geschossen hatte. 

Sportfreunde Lotte - TSV 1860 München 2:0 (1:0)

Die Sportfreunde Lotte bleiben der Pokalschreck des diesjährigen Wettbewerbs. Nach den Bundesligisten Werder Bremen und Bayer Leverkusen scheiterte nun auch Zweitligist TSV 1860 München am Drittliga-Neuling. Jaroslaw Lindner (26. Minute) und Kevin Freiberger (58.) schossen das 2:0 (1:0) von Lotte heraus und machten ihren kleinen Club um 1,265 Millionen Euro reicher. Rund eine Million Euro hatte schon das Mitwirken im Achtelfinale gebracht. Dabei ist Lotte erst zum dritten Mal überhaupt im DFB-Pokal dabei. Für die Löwen mit ihrem neuen Trainer Vitor Pereira setzte es indes die nächste Enttäuschung, nachdem sie am Wochenende durch ein 1:2 bei Arminia Bielefeld tiefer in den Tabellenkeller gerutscht waren. Zu allem Überfluss sah 1860-Profi Ribamar noch die Rote Karte wegen groben Foulsdpiels (90.+2).

SV Sandhausen - FC Schalke 04 1:4 (0:3)

Dank einer hocheffektiven Chancenverwertung ist der FC Schalke 04 erstmals seit sechs Jahren ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim zuvor seit fünf Spielen unbesiegten Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen setzte sich der Revierclub am Mittwoch glanzlos und souverän mit 4:1 (3:0) durch. Mit einem Dreierpack innerhalb von acht Minuten sorgten Alessandro Schöpf (38. Minute), Winter-Neuzugang Daniel Caligiuri (43.) und Verteidiger Naldo (45.+1) noch vor der Halbzeit für die Entscheidung. SVS-Angreifer Andrew Wooten (64.) gelang im erstmals mit 14 500 Zuschauern ausverkauften Hardtwaldstadion der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Gegen die ansonsten harmlosen Gastgeber sorgte eingewechselte Jewgen Konopljanka (71.) wenig später für den Endstand. Letztmals hatten die Schalker 2011 die Runde der besten acht Teams erreicht - und waren anschließend Pokalsieger geworden.

fin / DPA

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