HOME

DFB-Pokal: Außenseiter nutzen ihre Chancen nicht

In der ersten Runde des DFB-Pokals hat es keine Überraschungen. Im Gegenteil: Die Bundesligisten nutzten ihre Chancen, um sich für den Liga-Auftakt in Form zu schießen. Nur Babelsberg machte es einem Favoriten lange schwer.

Die Fußball-Bundesliga ist im DFB-Pokal weiter komplett vertreten. Nach dem 1. FC Köln, dem VfL Bochum und Hertha BSC zogen am Samstag auch Borussia Dortmund, der Hamburger SV, Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 in die zweite Runde ein. Borussia Dortmund gewann das Ruhrderby bei Rot-Weiss Essen mit 3:1 (1:1). Der HSV kam beim Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt zu einem mühevollen 3:1 (0:1). Werder deklassierte Eintracht Nordhorn mit 9:3 (4:1), Mönchengladbach den Siebtligisten Fichte Bielefeld mit 8:1 (7:0). Hannover 96 bezwang den Halleschen FC mit 5:0 (1:0).

Klopps Pokal-Debüt mit Dortmund glückt

Im ersten Pflichtspiel unter Trainer Jürgen Klopp tat sich der BVB beim Regionalligisten Essen lange schwer. Nur vier Minuten nach der Dortmunder Führung durch Tamas Hajnal hielt Essens Kapitän Stefan Lorenz (18.) die Partie wieder offen. Florian Kringe (59.) und Nelson Valdez (70.) beruhigten dann die Klopp-Elf, in der Bajram Sadrijaj (72.) vom Platz flog.

Einen packenden Pokal-Fight lieferten sich Ingolstadt und der HSV. Nach Ersin Demirs (33.) Führungstreffer schlug die Stunde von Ivica Olic. Innerhalb von vier Minuten bescherte der Kroate (51./54.) mit seinem Doppelpack dem neuen Coach Martin Jol doch noch einen gelungen Einstand. Den Schlusspunkt setzte Paolo Guerrero (90.+1).

Babelsberg kurz vor der Sensation

Erst im Nachsitzen kam der FSV Mainz 05 beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 weiter. In der turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit trafen Mainz-Profi Markus Feulner (90.+2) und Patrick Moritz (90.+3), ehe Dragan Bogavac (107.) in der Verlängerung den glücklichen Sieg des Zweitligisten sicherstellte.

Beim Halleschen FC brachte der vom FC Bayern München verpflichtete Dribbler Jan Schlaudraff (10.) Hannover 96 auf die Siegerstraße. Im zweiten Durchgang beseitigten dann Hanno Balitsch (47.), Arnold Bruggink (69./85.) und Mike Hanke (76.) alle Zweifel am Weiterkommen. In der 80. Minute unterbrach Schiedsrichter Lutz Wagner wegen einiger Fan-Krawalle die Partie kurzzeitig beim Stand von 4:0.

Werder und Gladbach mit Kantersiegen

Eine Woche vor dem Bundesliga-Aufgalopp bei Arminia Bielefeld zeigte sich Werder in prächtiger Spiellaune. Beim Oberligisten Nordhorn schossen Markus Rosenberg (6./31./55./74.), Hugo Almeida (15./22./50.), Boubacar Sanogo (72.) und Jurica Vranjes (75.) mit ihren Toren den Erfolg heraus. Dennis Brode (37.), Herion Novaku (81.) und Bertino Nacar (90.) trafen für den Außenseiter.

Ohne Mühe marschierte Mönchengladbach in die zweite Runde. Beim klassentiefsten Pokal-Teilnehmer Fichte Bielefeld kam der Bundesliga- Rückkehrer zum Kantersieg. Jung-Nationalspieler Marko Marin (7./12./17.), Roberto Colautti (9./24.), Sascha Rösler (19./54.), Roel Brouwers (36.) erzielten die Tore gegen den überforderten Siebtligisten, für den Sami Önen (66.) den Ehrentreffer erzielte.

Wegberg-Beeck kann gegen Aachen eine Halbzeit mithalten

Im Nord-Duell beim Regionalligisten Holstein Kiel behielt Hansa Rostock mit 2:0 (1:0) die Oberhand. Neuzugang Robert Lechleiter (22.) und Kevin Schindler (83.) markierten die Tore für das Team von Coach Frank Pagelsdorf.

Zweitligist Alemannia Aachen verwies den Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck in die Schranken. Nach dem Führungstreffer durch Andreas Lasnik (12.) gelang Wegberg-Beecks Angreifer Michael Meven (45.) kurz vor dem Halbzeitpfiff der umjubelte Ausgleich. Aachens Stürmer Benjamin Auer (49./73.) und Markus Daun (90.) sorgten dann aber für den 4:1 (1:1)- Sieg des Favoriten.

Zuvor hatten auch bereits die Zweitligisten FSV Frankfurt und SC Freiburg sowie die Drittligisten Kickers Offenbach und Erzgebirge Aue die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht.

DPA / DPA

Wissenscommunity