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DFB-Pokal: Köln schafft Mini-Sensation gegen Mainz

Im DFB-Pokal haben die Favoriten nichts anbrennen lassen. Bis auf Mainz 05, das gegen Köln verlor. Schwer tat sich Dortmund, der BVB musste in die Verlängerung. Der HSV feierte ein Erfolgserlebnis.

Ausgerechnet der Neu-Kölner Marcel Risse hat seinen Ex-Verein FSV Mainz 05 aus dem DFB-Pokal geschossen und die Krise des Bundesligisten verschärft. Der Offensivmann erzielte beim überraschenden 1:0-Zweitrundensieg des Zweitliga-Zweiten 1. FC Köln in Mainz in der 53. Minute das Tor des Tages. Die Kölner erreichten damit wie im Vorjahr das Achtelfinale. Vor 22.782 in der Coface Arena zeigte das Team des österreichischen Trainers Peter Stöger eine reife Leistung. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Auch, weil die Mainzer in allen Belangen enttäuschte und so völlig verdient die vierte Niederlage am Stück kassierte.

HSV souverän weiter

Einen Tag vor dem Arbeitsbeginn von Trainer Bert van Marwijk hat sich der kriselnde Hamburger SV mit dem Zweitrunden-Pokalsieg gegen Greuther Fürth etwas Luft verschafft. Der Fußball-Bundesligist gewann mit 1:0 gegen den Erstliga-Absteiger und zog ins Achtelfinale ein. Als Torschütze trug sich Pierre-Michel Lasogga (64.) in den Spielberichtsbogen ein. Interimstrainer Rodolfo Cardoso hatte die Mannschaft in seinem zweiten und letzten Spiel sehr offensiv aufgestellt.

Hoffenheim müht sich gegen starke Cottbusser

Mit Ach und Krach hat 1899 Hoffenheim eine Pokalblamage gegen Energie Cottbus verhindert. Der Bundesligist kam erst in der Verlängerung nach Toren von Youngster Niklas Süle (95. Minute), Roberto Firmino (103.) und Sven Schipplock (117.) zu einem 3:0-Sieg in der zweiten Runde gegen den Zweitliga-16. Vor 11.579 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena wurden die Lausitzer nicht für ihre taktisch hervorragende Leistung belohnt. Dafür nahm die TSG Revanche für 2011, als sie in Cottbus im Viertelfinale ausschied.

Bayer mit Arbeitssieg gegen Bielefeld

Bayer Leverkusen hat gegen den wackeren Zweitligisten Arminia Bielefeld nur mit einem harten Stück Arbeit das Achtelfinale erreicht. Heung-Min Son (62. Minute) und Sidney Sam (88.) erzielten beim 2:0-Sieg des Fußball-Bundesligisten die Treffer zum glanzlosen Pflichtsieg. Wie im Vorjahr - als der damalige Drittligist erst in der Verlängerung bezwungen wurde - mühte sich Bayer gegen die Arminia lange, um den Zweitrundenerfolg vor 23.709 Zuschauern perfekt zu machen.

BVB braucht 120 Minuten

Nur mit großer Mühe hat Borussia Dortmund das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Beim aufopferungsvoll kämpfenden Zweitligisten TSV 1860 München setzte sich das Team von Trainer Jürgen Klopp nach 90 torlosen Minuten erst nach der Verlängerung mit 2:0 durch.

Wolfsburg locker weiter

Der VfL Wolfsburg besiegt Zweitligst VfR Aalen mit 2:0. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking konnte wieder auf seinen in der Bundesliga zuletzt gesperrten Mittelfeldspieler Luiz Gustavo zurückgreifen. Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams vergab Michael Klauß in der 40. Minute die Führung für die Aalener. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fälschte Sascha Traut einen Volleyschuss von Diego unglücklich ins eigene Netz ab. Wolfsburgs portugiesischer Nationalspieler Vieirinha musste mit einer Knieverletzung vom Feld getragen werden. Innenverteidiger Timm Klos (82.) sorgte nach einem Diego-Freistoß per Kopf für die Entscheidung.

Augsburgs Werner mit Doppelpack

Der FC Augsburg steht nach einem 3:0 bei Drittligist Preußen Münster zum fünften Mal in Serie im Achtelfinale. In Münster entschied der nach einer Wunde am Ohr mit einem Kopfverband spielende Tobias Werner mit einem Doppelpack (45./57.) die Partie. Sascha Mölders (59.) beseitigte mit dem dritten Augsburger Treffer letzte Zweifel.

Wiedenbrück chancenlos gegen Sandhausen

Zweitligist SV Sandhausen bezwang mit 3:1 den letzten verbliebenen Regionalligisten, den SC Wiedenbrück. Im Gütersloher Heidewaldstadion brachte Sebastian Sumelka (39.) den Außenseiter aus der Regionalliga West in Führung, unmittelbar danach vergab Nick Brisevac die Chance für ein zweites Tor für Wiedenbrück. Nach etwas mehr als einer Stunde sorgten dann die Sandhäuser Ranisav Jovanovic (62./67) und David Ulm (65.) mit drei Treffern für klare Verhältnisse.

nik/DPA / DPA

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