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Christian Eriksen "Er hatte weder Covid-19 noch wurde er geimpft" – Inter-Direktor geht auf Verschwörungstheorie ein

EM 2021: Christian Eriksen kollabiert – Fans sorgen für Gänsehaut-Moment
Sehen Sie im Video: Dänemark-Star Eriksen kollabiert bei EM-Spiel – Fans sorgen für Gänsehaut-Moment.




Es war ein Schock mitten im Match, dann die Entwarnung. Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen ist am Samstagabend während des EM-Spiels seiner Mannschaft gegen Finnland auf dem Platz kollabiert und wiederbelebt worden. Eriksen war kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengesackt. Hilfskräfte liefen zu ihm. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der 29-Jährige offensichtlich eine Herzdruckmassage erhielt. Seine Mitspieler beobachteten die Situation mit Tränen in den Augen und bildeten eine Art Sichtschutz um ihn herum. Finnische Fans zeigten sich betroffen. "Das ist so schrecklich, ich habe keine Worte dafür." "Das Spiel ist jetzt egal. Wir wollene einfach nur, dass es ihm besser geht." Der Fußballverband Uefa teilte rund 30 Minuten später mit, Eriksen sei in einem stabilen Zustand in eine Klinik gebracht worden. Später erklärte der dänische Fußballverband, das Spiel werde noch am Samstagabend fortgesetzt. Zuvor sei den Spielern bestätigt worden, dass Eriksen in Ordnung sei. Bei der Rückkehr auf den Platz zollten die gegnerischen Spieler Eriksen und dem dänischen Team Respekt. Die Fans beider Mannschaften skandierten abwechselnd Eriksens Namen.
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Er brach ohne Fremdeinwirkung zusammen: In sozialen Medien bringen Verschwörungstheoretiker den Kollaps von Christian Eriksen mit Covid-19 zusammen. Doch nach Angaben von Inter-Mailand-Chef Marotta ist das gar nicht möglich.

Christian Eriksen ist auf dem Weg der Besserung. Der dänische Nationalspieler und Mannschaftskapitän brach am Samstagabend beim EM-Vorrundenspiel gegen Finnland plötzlich zusammen und musste wiederbelebt werden. Der 29-Jährige ist zu weiteren Untersuchungen im Rigshospitalet in Kopenhagen. Noch haben die Ärzte sich nicht zur möglichen Ursache seines Kollapses geäußert. Doch in sozialen Medien machen bereits Verschwörungstheorien die Runde.

Auf Twitter warfen einige Nutzer die Frage auf, ob sein Zusammenbruch mit einer Covid-19-Impfung oder -Erkrankung stehen könnte. Dieser Theorie widersprach Inter-Mailand-Direktor Beppe Marotta energisch. "Er hatte weder Covid-19 noch wurde er geimpft", sagte Marotta zu "Football Italia" über den Dänen, der beim italienischen Erstligisten Inter Mailand unter Vertrag ist. Nicht erkrankt und nicht geimpft – damit nimmt Marotta allen Verschwörungstheoretikern den Wind aus den Segeln.

Der dänische Nationalspieler Christian Eriksen wird auf dem Feld behandelt
Christian Eriksen war kurz vor der Halbzeit ohne Einwirkung des Gegners zusammengebrochen. Sofort eilten Sanitäter heran, begannen wenig später mit Reanimationsmaßnahmen. 
© Martin Meissner / AP Pool / DPA

Auch der deutsche Teamarzt und Uefa-Chefmediziner Tim Meyer widersprach einem Zusammenhang mit Corona. Nach den ihm vorliegenden Informationen sei auszuschließen, dass eine Corona-Erkrankung oder eine Corona-Impfung Einfluss auf den gesundheitlichen Zustand Eriksens genommen habe, sagte er bei einer DFB-Pressekonferenz am Sonntagnachmittag.

Uefa-Chefmediziner lobt Erstversorgung von Christian Eriksen

Meyer lobte das schnelle Eingreifen der Notfallmediziner vor Ort. Offensichtlich habe die Erstversorgung im Stadion in Kopenhagen Schlimmeres verhindert. "Es war offenbar ein kardiales Ereignis. Und von Vorteil, dass ein Notarzt direkt am Spielfeldrand war, um entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. Das hat funktioniert", sagte der 53 Jahre alte Mediziner. In einem Kaufhaus wäre die Erstversorgung in diesem Fall deutlich schwieriger gewesen.

Ob und wann die Ärzte ein Bulletin zu Eriksens Gesundheitszustand bekannt geben, ist derzeit unklar. Die Ärzte des dänischen Nationalteams, von Inter Mailand und die des Rigshospitalet stehen im engen Austausch. Der Teamkardiologe von Eriksens langjährigem Club Tottenham Hotspur, Sanjay Sharma, sagte der Zeitung "Daily Mail", dass bei den Untersuchungen des Dänen während seiner Zeit in der Premier League (2013 – 2020) nie irgendwelche Auffälligkeiten oder Vorerkrankungen festgestellt worden seien.

Quellen:"Football Italia", "Daily Mail", DFB

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