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Fußball-EM 2016: Das sind die wichtigsten Fakten zur EM-Auslosung

In Paris werden die Gruppen für die Fußball-EM 2016 ausgelost. Deutschland gehört zu den gesetzten Teams, kann aber dennoch auf schwere Gegner wie Italien treffen - alle wichtigen Fakten im Überblick.

Von Tim Schulze

Joachim Löw probt die EM-Auslosung in Paris

Bekommen wir Italien als Gruppengegner? Bundestrainer Joachim Löw hofft, dass Deutschland das Losglück hold ist

Es wird spannend, wenn in Paris (ab 18.00 Uhr im stern-Liveblog) die Auslosung für die Fußball-Europameisterschaft über die Bühne geht. 24 Mannschaften müssen auf sechs Gruppen verteilt werden. Zu den Losfeen gehören unter der Leitung von Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino der deutsche Teamchef Oliver Bierhoff, der Grieche Angelos Charisteas, der Franzose David Trezeguet und der Tscheche Antonin Panenka. Alle vier Ex-Profis hatten einst entscheidende EM-Finaltore erzielt.

Welche Lostöpfe gibt es?

Die deutsche Nationalmannschaft ist im Topf der besten sechs Teams gesetzt. Frankreich als Gastgeber, Spanien, England Portugal und Belgien sind, eingeteilt nach dem Uefa-Koeffizienten, ebenfalls in Lostopf eins. Rausgefallen ist Italien

Welche Gegner drohen Deutschland?

Dadurch droht den Deutschen Italien, die in Topf zwei sind, als Gruppengegner. Das wäre eine schwere Bürde. Noch nie hat eine DFB-Elf ein Spiel gegen Italien bei einem großen Turnier gewonnen. Die Azzurri können aber natürlich genauso in eine andere Gruppe gelost werden. Aus Lostopf drei wären Tschechien, Schweden um Superstar Zlatan Ibrahimovic oder Qualifikationsgegner Polen mit Bayern-München-Torjäger Robert Lewandowski ernstzunehmende Gegner. In Topf 4 lauern die Türken. Sie haben dort den höchsten Koeffizienten und stellen spielstarke Bundesligaprofis wie Hakan Calhanoglu (Leverkusen) oder Yunus Malli (Mainz). Leichtere Gegner wären auf jeden Fall die Ukraine oder Russland (aus Topf 2), Ungarn, Slowakei oder Rumänien (Topf 3) oder Albanien (Topf vier).

In welchem Modus wird gespielt?

Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe und die vier besten Dritten erreichen das Achtelfinale.

Wo spielt die deutsche Elf?

Das steht noch nicht fest. Erst die Auslosung entscheidet über die Spielorte. Nur eines sicher: Es gibt nicht nur eines, sondern drei Stadien, in denen die Löw-Elf in der Gruppenphase ran muss. Alle Spielorte sollen in den Genuss von großem Fußball und großen Stars kommen.

Wo gibt es Tickets für die DFB-Spiele?

Der DFB hat sich eine Regelung ausgedacht, die nicht jedem Fan schmecken wird. Wer eine Karte will, muss Mitglied im Fan Club Nationalmannschaft sein. Das heißt: Zusätzlich zum Ticketpreis muss man zehn Euro Aufnahmegebühr und 40 Euro Jahresgebühr für 2016 zahlen. So werden die Anhänger geschröpft. Ein Ticket ist aber nicht sicher. Der Club hat schon über 50.000 Mitglieder, die Karte werden im Losverfahren vergeben.

Warum nehmen diesmal 24 Mannschaften teil?

Das geht auf die Initiative von Uefa-Präsident Michel Platini zurück. Sein Ziel war es offiziell, auch kleineren Ländern die Teilnahme an er europäischen Endrunde und zu den Uefa-Geldtöpfen zu ermöglichen. Experten vermuten darin aber auch eine Maßnahme, um sich die Gunst kleinerer Verbände zu sichern. Turnierneulinge sind Wales, Albanien, Nordirland, Island und die Slowakei.

Wer fehlt?

Die deutschen Anhänger müssen auf ein mögliches Duell mit den Niederlanden verzichten, die 2010 WM-Zweiter sowie 2014 WM-Dritter waren. In der Qualifikationsgruppe scheiterte die Elftal hinter Tschechien, Island und der Türkei als Vierter. Überraschend ist auch das Aus der Dänen. Und mit Griechenland fehlt der letzte Europameister, der nicht Spanien hieß.

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