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Fan-Gewalt: Spiele vor leeren Rängen denkbar

DFB-Präsident Theo Zwanziger erwägt, Problemspiele mit hohem Gewaltpotenzial ohne Fans stattfinden zu lassen. Anlass zu der Überlegung gaben zwei Spiele vom letzten Wochenende.

Bei einer weiteren Gewalt-Eskalation in deutschen Fußball-Stadien will DFB-Chef Theo Zwanziger auch vor dem Ausschluss der Fans nicht zurückschrecken. "Wenn man diese Spiele nur mit einem Riesen-Polizeiaufgebot überhaupt noch sicherhalten kann, dann muss man irgendwann in der Tat sagen: Dann spielt der Fußball nur noch beim Fernsehen, dann ist eben niemand mehr da", sagte Zwanziger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa zu sogenannten Problemspielen wie der Zweitliga-Partie FC Hansa gegen St. Pauli. Allerdings machte der Präsident auch deutlich, dass Ausschreitungen wie zuletzt in Zwickau und Rostock bei insgesamt 1,4 Millionen Fußballspielen im Jahr in Deutschland noch immer die Ausnahme sind: "Selbst die zwei sind nicht die Masse."

Dennoch schrillen die Alarmglocken: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Ligaverband wollen umgehend bei einem Runden Tisch über Polizei-Einsätze bei Fußballspielen beraten. Zu den Gesprächen sollen der DFB, die betroffenen staatlichen Institutionen wie die Innenministerien von Bund und Ländern, die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) geladen werden. Liga-Präsident Reinhard Rauball warnte dabei: "Maßloser Populismus ist gefährlich, nutzt niemandem und hilft nicht weiter. Wir wollen uns an den Fakten orientieren."

"Mit Schecks löst man keine komplexen gesellschaftlichen Probleme"

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hatte nach den jüngsten Vorkommnissen mit 36 Verletzten bei einem Oberliga-Spiel in Zwickau und 29 verletzten Polizisten in Rostock die Forderung nach finanzieller Beteiligung durch DFB und DFL erhärtet. "Wir erwarten, dass sich der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga zu einem angemessenen Teil an diesen Kosten beteiligen", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Eine pauschale Saison-Gebühr von etwa 50 Millionen Euro wären dabei noch "ein echter Freundschaftspreis", erklärte Wendt. Allein die Personalkosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen würden deutlich über 100 Millionen Euro liegen. Dem entgegnete Rauball: "Mit Schecks löst man keine komplexen gesellschaftlichen Probleme."

Auch für Zwanziger sind die Forderungen der DPolG nach wie vor inakzeptabel: "Das sind Wichtigtuer." Zwar sei es "schlimm für uns", wenn tausende Polizeibeamten ein Fußballspiel sichern müssten. "Aber es ist eine Großveranstaltung wie jede andere - dort ist der Schutz des Staates gefragt", unterstrich der DFB-Chef, der als erste Ansprechpartner des DFB die Innenminister der Länder und die Gewerkschaft der Polizei sieht, die mit rund 170 000 Mitgliedern wesentlich größer als die DPolG (80 000 Mitglieder) ist. Zudem verwies Zwanziger auf die soziale Kraft des Fußballs "in den vielen anderen Spielen", in denen es friedlich zugeht.

Er könne zwar nicht versprechen, dass es nie wieder Vorfälle geben werde. "Aber ich kann versprechen, dass wir nicht weggucken, diese Dinge betrachten, auswerten und mit den Möglichkeiten, die ein Verband hat, umsetzen", sagte Zwanziger. Und in letzter Konsequenz stünden dann auch Spiele vor leeren Rängen: "Wenn man spürt, das ist nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen überhaupt friedlich zu halten, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann."

Kommerzielles Denken der DFL?

DPolG-Vorsitzender Wendt warf DFB und DFL vor allem kommerzielles Denken vor und verlangte ein Mitspracherecht der Polizei bei den Spielansetzungen. Dem entgegnete Zwanziger: "Mit der ZIS gibt es eine zentrale Stelle, die alle Spiele betrachtet und die Ansetzungen unter Sicherheitsaspekten prüft." Dennoch war das brisante Nordduell Hansa gegen St. Pauli an einem Montagabend angesetzt worden. Spiele nach Einbruch der Dunkelheit erschwerten die Arbeit der Polizei, so Wendt. Rauball entgegnete: "Fakt ist: Das Potenzial an Krawall-Touristen ist nach Meinung von Experten am Montagabend geringer als am Wochenende."

Nach den Ausschreitungen in Rostock, bei denen 23 Rostocker Fans wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen worden waren, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Dazu werden Videoaufzeichnungen der Polizei ausgewertet. Im Zuge dieser Ermittlungen sei inzwischen ein Täter identifiziert worden, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Er soll mehrere Steine geworfen haben, dabei sei aber niemand verletzt worden. Am Rande der Verleihung des Leo-Baeck-Preises, bei der Zwanziger vom Zentralrat der Juden für seinen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung geehrt wurde, verurteilte der DFB-Präsident auch das Verhalten des St. Pauli-Profis Deniz Naki. Der U21-Nationalspieler hatte nach seinem Tor zum 2:0-Endstand mit einer Kopf-ab-Handbewegung die Rostocker Fans provoziert. "Diese Verhalten eines jungen Spielers, der auch Nationalspieler ist, ist inakzeptabel", sagte Zwanziger. "Das gehört nicht zum Fairplay. Man darf sich freuen, aber man freut sich nicht, indem man andere demütigt." Naki hatte sich nach der Partie für seine Geste entschuldigt. Der DFB sperrte den 20- Jährigen am Mittwoch nur für drei Spiele.

Von Manuel Schwarz und Jens Mende/DPA / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(