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FC Barcelona vs. FC Bayern Das beste Argument für den Sieg heißt: Robert Lewandowski

Robert Lewandowski ist in blendender Verfassung
Reicht es gegen den FC Barcelona? Robert Lewandowski ist in blendender Form
© Sven Hoppe / DPA
Die Bayern wollen gegen den FC Barcelona den nächsten Schritt Richtung Triple machen. Neben der Mannschaftsleistung wird das Duell der gefährlichsten Torjägern beider Teams entscheidender Faktor werden. Ist Lewandowski besser als Messi?

"Campeões de Lisboa" ist das Ziel, "Meister von Lissabon". Für den FC Bayern beginnt nun die letzte Etappe auf dem Weg zum Triple. Der 4:1-Sieg gegen Chelsea war, so ist zu vermuten, nur eine Lockerungsübung im Vergleich zu dem, was den deutschen Rekordmeister im Viertelfinale im Estadio da Luz erwartet. Denn der Gegner heißt FC Barcelona, und dort spielt Lionel Messi. Will der FC Bayern sich in der portugiesischen Hauptstadt am Ende des Champions-League-Turnieres zum Klub-König von Europa krönen, muss er erstmal Messi und den FC Barcelona schlagen. Im weiteren Verlauf könnten dann Manchester City und Paris Saint-Germain warten. "Der Weg ins Finale ist steinig. Es geht zur Sache", verkündete Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

Zur Sache wird es gehen, zumal es nur ein K.o.-Spiel gibt. Die Chance, eine Niederlage in einem Rückspiel wett zu machen, entfällt. Das Gute ist: Die Bayern strotzen vor der Partie gegen die Katalanen vor Selbstbewusstsein. "Wir wissen, was wir für eine Chance haben. Wir sind einfach total heiß darauf, das Spiel zu spielen", sagte Nationalspieler Leon Goretzka. Dass die Bayern die Katalanen unterschätzen, ist kaum zu befürchten. "Auch wenn Barca zuletzt Probleme hatte, kann alles passieren. Da kannst du die Serien auch mal in die Tonne kloppen, wenn du nicht da rankommst, wo du rankommen musst", sagte der weise Thomas Müller.

Das beste Argument für den Sieg heißt: Robert Lewandowski

Die Bilanz der vergangenen Monate spricht für sich und erinnert an die Triple-Bayern vor sieben Jahren unter Jupp Heynckes. 26 von 27 Partien haben sie seit Dezember 2019 gewonnen. Es gab in neun Monaten nur ein 0:0 gegen RB Leipzig. Im Corona-Spielbetrieb ohne Zuschauer gab es zwölf Siege am Stück.

Ein weiteres Argument spricht für die Bayern: Robert Lewandowski. Es ist das "Argument", das sich im Moment am besten gegen das "Argument" Lionel Messi“ einsetzen lässt. Mit 53 Toren und acht Torvorlagen in der Saison ist der Pole in bestechender Form. "Für mich ist er gerade der beste Mittelstürmer der Welt. Er hat alles, er spielt mit, schießt Tore und er arbeitet für die Mannschaft", sagte sein früherer Teamkollege Mats Hummels im Trainingslager von Borussia Dortmund.

Messi zu stoppen, muss im Kollektiv gelingen

So wird die Partie auch zu einem Duell der torgefährlichsten Angreifer. Messi hat zwar weniger Tore erzielt (31), aber als hängende Spitze wesentlich mehr vorbereitet (26). Zuletzt zeigte der 33-jährige Argentinier im Achtelfinal-Spiel gegen den SSC Neapel wieder seine Kunst, die manchmal von einem anderen Planeten zu stammen scheint. Wer Bayern-Fan ist und sich ein wenig fürchten will, schaue sich auf Youtube das Tor zum 2:0 an, als Messi millimetergenau und gleichzeitig robust durch die Beine der italienischen Abwehrspieler dribbelt und im Fallen abschließt. Und zwar platziert. Wer sich noch mehr gruseln will, erinnert sich an das Jahr 2015. Es war das bislang letzte K.o-Duell Duell der beiden Mannschaften. Und es war Messi, der die Bayern mit zwei Toren fast im Alleingang erlegte.

Deshalb lautet die Erfolgsformel der Bayern für den Freitagabend: Lewandowski sollte am besten seine blendende Form auf den Rasen bringen und der Mannschaft muss es gelingen, Messi kollektiv an der Entfaltung seines Spiels zu hindern. Interessanterweise wird der 19-jährige Alphonso Davies der direkte Gegenspieler von Messi sein. Dem Kanadier ist zuzutrauen, dass er das argentinische Genie bei der einen oder anderen Gelegenheit stoppt oder ihm im Sprint davonzieht, aber er wird die Unterstützung seiner Mitspieler brauchen, um die Aufgabe zufriedenstellend zu erledigen.

Quellen: DPA, "Süddeutsche Zeitung", "Kicker", "transfermarkt.de"


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