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Mögliche Transfers Umbruch bei den Bayern: Hummels möglicher Weggang birgt ein hohes Risiko

Mats Hummels im Trikot der Bayern, das er seit 2016 trägt
Mats Hummels im Trikot der Bayern, das er seit 2016 trägt
© Sina Schuldt / DPA
Die Personalie Mats Hummels überstrahlt vieles bei den Bayern. Verlässt der ehemalige Nationalspieler den FC Bayern, geht der Verein ein Risiko ein. Aber offensichtlich will Sportdirektor Hasan Salihamidzic einen echten Neustart.

Unter der Sonne Sardiniens gab sich Hasan Salihamidzic ganz entspannt. "Wir müssen gelassen sein. Auf dem Transfermarkt muss man geduldig sein, warten und sehen, was möglich ist", sagte der Sportdirektor des FC Bayern München bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung an der Costa Smeralda. In dem am Wochenende von mehreren Internetportalen veröffentlichten Video versicherte Salihamidzic: "Wir wollen einiges tun." Diese Aussage könnte sowohl für weitere Zu- als auch Abgänge gelten.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister hat bisher Lucas Hernández (23) von Atlético Madrid für 80 Millionen Euro Ablöse, den Stuttgarter Benjamin Pavard (23) für 35 Millionen und HSV-Youngster Jann-Fiete Arp (19) für drei Millionen verpflichtet. Der zuvor ausgeliehene James Rodríguez kehrt zu Real Madrid zurück, der Brasilianer Rafinha wechselt in seine Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro. Arjen Robben und Franck Ribéry haben noch keine neuen Vereine.

FC Bayern und BVB sollen sich einig sein

Doch aktuell dreht sich alles um den möglichen Weggang von Mats Hummels zum BVB. Medienberichten zufolge steht der 30-Jährige vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. "Bild" und "Sport Bild" zufolge soll der Münchner Trainer Niko Kovac einen möglichen Verkauf des 30-Jährigen akzeptiert haben. Eine offizielle Stellungnahme des FC Bayern lag zunächst nicht vor.

Die Münchner hatten den früheren Nationalspieler 2016 für rund 35 Millionen Euro Ablöse vom BVB verpflichtet. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2021. Dem "Kicker" und der "Süddeutschen Zeitung" zufolge gibt es noch Gesprächsbedarf hinsichtlich der Ablösesumme. Ein Betrag zwischen 15 bis 20 Millionen Euro würde den Bayern-Bossen wohl nicht genügen, eingehende Verhandlungen seien nötig.

Sollte Hummels die Münchner verlassen und auch der wechselwillige Jerome Boateng gehen, blieben in Niklas Süle (23), Hernández und Pavard drei Innenverteidiger. Das könnte sich durchaus als Risiko entpuppen, wenn es so bliebe, weil alle drei noch relativ jung sind und es überhaupt nicht abzusehen ist, wie sich Hernandez und Pavard bei den Bayern entwickeln.

Da gibt es noch Javi Martinez

Ansonsten wäre da noch Javi Martínez (30), der neben seiner Position im defensiven Mittelfeld auch in der Innenverteidigung aushelfen kann. Als Bayern-Kandidat gilt angeblich Rodrigo (22) vom spanischen Vizemeister Atlético Madrid. Ein Austausch zwischen beiden Vereinen soll dem "Kicker" zufolge stattgefunden haben. Die Ablöse wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Hoeneß hatte sich bei der Double-Party Ende Mai nicht auf eine finanzielle Schmerzgrenze für weitere Transfers festgelegt. Erst einmal solle Salihamidzic passende Spieler finden, "und dann reden wir über das Geld", sagte der Präsident des FC Bayern. Da hatte Hoeneß schon längst eine Transferoffensive angekündigt, die die bisherigen Grenzen beim FC Bayern sprengen soll. "Wir sind gerade dabei, unsere Mannschaft zu verjüngen. Das ist das größte Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte", sagte er Ende März.

Beim Transferprojekt Leroy Sané (23) hatte sich Hoeneß jedoch skeptisch gezeigt. "Es geht um Beträge, die sind Wahnsinn", sagte er. Die Münchner umwerben den Offensivspieler, der bei Manchester City aber bis Ende Juni 2021 gebunden ist.

Was wird aus Thomas Müller?

Wie die ebenfalls aus der Nationalmannschaft ausgemusterten Hummels und Boateng musste sich auch Thomas Müller beim FC Bayern in dieser Saison phasenweise mit einer Bankrolle arrangieren. Von einem Angebot mit verführerischem Gehalt aus China für den Ur-Bayer schrieb der "Kicker" am Montag. Doch ein Abschied Müllers, seit 2000 an der Säbener Straße aktiv, ist unvorstellbar. Erst recht nach China.

tis / Martin Moravec DPA

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