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BR verzichtet auf Feier-Sendung "Da sieht man, wie wichtig den Bayern ihre Fans sind"


Der FC Bayern München will vom Bayerischen Rundfunk Geld dafür, dass der die Double-Feier überträgt. Der Sender lehnt ab. Die ersten Reaktionen auf den merkwürdig anmutenden Zoff fallen eindeutig aus .

Sagen wir so: An Übertragungen vom Münchener Marienplatz herrscht kein Mangel: Sport1 ist vor Ort, der Bezahlsender Sky, auf der Facebook-Seite der "Bild" ist die Feier des frischgebackenen Double-Gewinners genauso zu sehen wie bei der Münchener "TZ" und natürlich auf den diversen Internetkanälen des FC Bayern selbst. Nur beim Bayerischen Rundfunk (BR) gucken die Zuschauer auf Landschaften und Museen, gezeigt wird die Sendung "Weiß-Blau". Anders als in den vergangenen Jahren, in denen die Jubelorgie am Rathaus zum festen Programmpunkt des Senders gehörte. "Wegen einer nicht erfüllbaren finanziellen Forderung des FCB" verzichte der BR auf die Übertragung der Double-Feier heißt es in einem Statement.

Um welchen Betrag es sich dabei handelt, wofür er bezahlt werden soll, ob solche Zuwendungen üblich sind oder waren und falls ja, warum - Antworten kommen nur peu à peu ans Tageslicht. Der "Kicker" berichtet, dass der Verein den BR gebeten habe, sich an den Kosten - insbesondere für die Sicherheit - in Höhe von rund 300.000 Euro zu beteiligen. Das aber habe der Sender "unmissverständlich ausgeschlossen" Zudem zeigte der Bayerische Rundfunk zeitgleich das Spiel um Platz 3 der Eishockey-WM, und habe nur sporadisch nach München schalten können, so der "Kicker". Laut der "Süddeutschen Zeitung" soll der FC Bayern nach dem Verzicht mit dem "Automatismus" brechen, dass stets der BR die Livebilder senden dürfe. Stattdessen wurde Sport1 als TV-Partner ausgewählt.

Unmut über den FC Bayern München

Über den Übertragungsverzicht macht sich im Netz Unmut breit: nicht über die Öffentlich-Rechtlichen, sondern über Bayern München. stern-Kolumnist Hans Sarpei etwa schreibt kurz und knapp:

 Die naheliegende Frage, wer eigentlich am ehesten von der Übertragung profitiert und wer wofür was bekommen sollte, beschäftigt auch einige Twitter-Nutzer:

Einige Kommentatoren flüchten sich in Ironie

nik

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