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DFB-Team bei Frauenfußball-WM 2011: Das Gekrampfe geht weiter

Nigeria geschlagen, Viertelfinale erreicht: die deutschen Fußballfrauen befinden sich bei der WM also voll im Soll? Denkste! Die Mannschaft hat zwei große Probleme.

Von Klaus Bellstedt, Frankfurt am Main

Der Stadion-DJ in Frankfurt meinte es nur gut mit der deutschen Mannschaft. Damit das Pfeifkonzert zur Halbzeitpause nicht allzu heftig in den Ohren der Spielerinnen von Bundestrainerin Silvia Neid klingen würde, drehte er einfach die Lautstärkeregler bis zum Anschlag auf. Selbst dem mittlerweile leicht schwerhörigen Altkanzler Helmut Kohl müssen im Ehrenbereich die Gehörgänge geschwollen sein. Zum Übertünchen der Pfiffe hatte der dröhnende Diskowummer seine Wirkung nicht verfehlt. Als Wachmacher zur rechten Zeit taugte er für die DFB-Frauen aber nicht.

Nach einem ziemlich missratenen Auftritt in der ersten Hälfte des zweiten WM-Gruppenspiels gegen Nigeria kam die deutsche Mannschaft kurz nach Wiederbeginn durch Simone Laudehr (54.) zwar zum Führungstreffer, aber wer nun gehofft hatte, dass das Tor wie ein Signal wirken könnte, sah sich getäuscht. Keine Spur von Erlösung. Die deutschen Spielerinnen murksten so weiter, wie sie es schon in den ersten 45 Minuten und auch über weite Strecken im Eröffnungsspiel gegen Kanada praktiziert hatten.

Am Ende reichte es gegen absolut limitierte und zudem überhart agierende Nigerianerinnen, die im vergangenen November noch mit 8:0 abgeschossen worden waren, zu einem krampfigen und äußerst unansehnlichen Zittersieg. Weil Frankreich im anderen Gruppenspiel Kanada bezwingen konnte, steht die deutsche Mannschaft nach ihren beiden Siegen zwar schon im Viertelfinale. Aber darüber mochte hinterher niemand sprechen. Zu enttäuschend war die Leistung des Weltmeisters, der von der Titelverteidigung bei dieser WM noch weiter entfernt scheint, als nach dem Auftakt von Berlin.

Problemfall Birgit Prinz

Silvia Neid sah sich auf der anschließenden Pressekonferenz kritischen Journalisten-Fragen ausgesetzt. Die sonst so souveräne Bundestrainerin reagierte vor allem bei einem Thema dünnhäutig: Birgit Prinz. Ob die mehrfache Weltfußballerin des Jahres nach ihrer abermals blutleeren Vorstellung denn weiterhin für die Startformation gesetzt sei, wollte ein Fragesteller wissen. "Wieso geht es hier immer nur um Birgit Prinz? Wir sollten sie alle in Ruhe lassen. Unsere ganze Abteilung da vorne war nicht so, wie wir es gerne hätten", blaffte Neid den Mann an. Dabei war seine Frage absolut berechtigt.

Birgit Prinz entwickelt sich für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft immer mehr zum Problem. Die Rekordnationalspielerin stand gegen den Afrikameister total neben sich. Langsam, kompliziert, ja fast resignierend wirkte ihr Spiel. Es wird auch immer offensichtlicher, dass die 33-Jährige nicht richtig fit ist. Trainingsbeobachter sprechen hinter vorgehaltener Hand auch von ein bisschen Übergewicht. Es scheint so, als habe sie ihren Zenit als Aktive überschritten.

Fassungslos über ihre eigene Leistung

Als ihre Trainerin sie kurz vor dem deutschen Führungstreffer vom Platz holte, verlor Prinz beinahe die Fassung. Laut schimpfend stapfte die Angreiferin, die ihren Torriecher verloren hat, an der Reservebank entlang. Das Abklatschen mit den Kolleginnen hatte fast schon beängstigende - weil aggressive - Züge. Als wenig später das Tor fiel, blieb sie allein und spendete an der Seitenlinie höflich Applaus, während der Rest zur Rudelbildung zusammenkam. In dem Moment sah Birgit Prinz wie eine einsame und teamintern isolierte Spielerin aus. Ob wir sie bei dieser WM noch einmal in der Startaufstellung sehen? Zweifel bleiben. Auch Silvia Neid ist sich da nicht mehr so sicher: "Ich muss mal schauen, ob sie weiter gesetzt ist", sagte die Bundestrainerin hinterher. Zu ihrer eigenen Leistung wollte sich Birgit Prinz im Anschluss an die Partie übrigens nicht äußern. Ein DFB-Sprecher schirmte sie in der Mixed-Zone in den Katakomben der Frankfurter Arena ab.

Team kommt mit hohen Erwartungen nicht zurecht

Neben dem Problem Birgit Prinz scheint sich ein zweites sich im Kopf der Spielerinnen breit gemacht zu haben. "Sie sind nicht frei und wirken gehemmt. Das Leichte ist dem Team abhanden gekommen. Das war mehr Krampf als ein schönes Fußballspiel." So lautete der Erklärungsansatz, den Silvia Neid kurz nach Spielschluss für das eigentlich unerklärliche Fehlpass-Festival gefunden hatte. Für die nächsten Tage kündigte sie Einzelgespräche an. Den Mannschaftspsychologen wird die Bundestrainerin dazu wohl mitnehmen müssen, denn es ist ganz offensichtlich, dass die meisten Spielerinnen mit dem medialen Hype und der riesigen Erwartungshaltung nicht zurecht kommen, egal ob sie jung sind wie Alexandra Popp oder erfahren wie Kerstin Garefrekes.

Silvia Neid glaubt trotzdem immer noch an das Gute. "Wir sind weiter der Favorit auf den Titelgewinn", führte sich zu später Stunde in Frankfurt fast schon ein wenig trotzig aus. Sicher, eine Leistungsexplosion ist der Mannschaft bei dieser WM jederzeit zuzutrauen. Aber nach der Leistung gegen Nigeria darf sich die Bundestrainerin über die lauter werdende Fraktion der Zweifler nicht wundern.

In der Frankfurter WM-Arena schien nach Spielschluss sogar der Stadion-DJ plötzlich jener Gruppe anzugehören. Die Beats seiner Lieder waren jetzt deutlich langsamer. Und: Die Lautstärke war auch für Helmut Kohl angenehm.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(