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Freitagabendspiel: Leverkusen setzt Aufholjagd fort

Nach einem Rückstand hat Bayer Leverkusen das Spiel gegen Hertha BSC Berlin noch gedreht. Mit einem Traumtor entschied Marko Babic die Partie.

Bayer Leverkusen hat dank Marko Babic seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga gestartet. Sechs Tage vor dem entscheidenden Spiel um den Verbleib im Uefa-Cup sicherte der Kroate der Mannschaft von Trainer Michael Skibbe am Freitagabend mit einem Traumfreistoß den 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Hertha BSC, der den Sprung auf Platz sechs der Tabelle hinter den Berlinern brachte. Marko Pantelic (22. Minute) hatte Hertha vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena mit seinem zehnten Saisontreffer in Führung gebracht. Den Ausgleich hatte Paul Freier (33.) geschafft. Berlins Sofian Chahed (88.) sah die Gelb-Rote Karte.

Am Donnerstag zählt für Bayer gegen Besiktas Istanbul wieder nur ein Sieg, damit die enttäuschende Gruppenphase doch noch mit dem Einzug in die K.o.-Runde abgeschlossen werden kann. "Der liebe Gott hat uns noch eine Chance gegeben und die müssen wir nutzen", sagte Sportchef Rudi Völler.

Streit bei den Berlinern

Leverkusens Kapitän Carsten Ramelow fehlte ebenso wegen einer Verletzung wie Ahmed Madouni, der somit als Vertreter des Gelb-gesperrten Karim Haggui ausfiel. In die Abwehr rückte Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der seine Sache bei seinem Saisondebüt ordentlich machte und in der 57. Minute mit einem Kopfball den Pfosten traf. Bei den Berlinern, die ohnehin auf Abwehrchef Dick van Burik verzichten mussten, meldete sich kurzfristig auch Yildiray Bastürk mit einer Oberschenkelblessur krank. Dafür aber konnte Hertha-Trainer Falko Götz wieder auf seinen Torjäger Pantelic setzen. Mit dabei waren auch Josip Simunic und Pal Dardai, die im Training heftig aneinander geraten waren.

Die handfeste Auseinandersetzung war kein Thema mehr. Erst recht nicht, als Pantelic seine zweite große Chance in der 22. Minute zur Führung nutzte. Simon Rolfes hatte den Ball im Mittelfeld verloren, Chinedu Ede geflankt und der Serbe eiskalt vollendet - durch die Beine von Verteidiger Juan. Vergessen war der Ärger nach Pantelic’ verpasster Gelegenheit nur fünf Minuten zuvor, als er freistehend mit dem Außenrist nur das Außennetz getroffen hatte.

Abwehrfehler von Fathi

"Für uns zählt heute nur der Sieg", hatte Bayer-Trainer Michael Skibbe angekündigt. Aber seine Spieler waren geschockt und hatten Glück, dass Pantelic und Malic Fathi (29.) die Berliner Führung nicht ausbauten. Auf der anderen Seite scheiterte Sergej Barbarez (25.) freistehend an Hertha-Keeper Christian Fiedler. Auch in der 33. Minute wurde der Schuss von Babarez abgewehrt. Doch diesmal landete Fathis Abwehrversuch bei Freier, der den Ausgleich markierte.

Nach gut einer Stunde musste der abermals enttäuschende Stefan Kießling dem Ukrainer Andrej Woronin Platz machen. Das Spiel blieb dennoch vorerst arm an Torraumszenen. Erst als Babic Maß nahm und Fiedler mit einem sehenswerten Freistoß aus 20 Metern überwandt, wurde die Partie lebhafter.

Andreas Schirmer/DPA / DPA

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