FUSSBALL »Fantasti«: Basti für Bayern


Es ist amtlich: Deutschlands Hoffnungsträger Nummer Eins in Sachen Fußball, Supertalent Sebastian Deisler wechselt in der nächsten Saison zu Bayern München.

»Bitte begrüßen sie - mit unserer Nummer 10: Sebastian...« Auf diesen Ausruf des Stadionsprechers werden sich alle Anhänger von Bayern München besonders freuen, wenn im nächsten Sommer eine neue Bundesligasaison beginnt. »...Deisler« wird dann ihre Antwort durch das Olympiastadion hallen.

Denn nun ist es amtlich: Deutschlands Hoffnungsträger Nummer Eins in Sachen Fußball, Supertalent Sebastian Deisler wechselt in der nächsten Saison zum Rekordmeister.

»Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, ab dem 1. Juli 2002 für den FC Bayern München zu spielen«, erklärte Deisler in einer Pressemitteilung von Hertha BSC.

Vertrag bis 2006

18 Millionen Mark (9,2 Millionen Euro) werden die Bayern berappen, um »Basti Fantasti« aus seinem, bis zum Jahr 2004 laufenden, Vertrag bei Berlin herauszukaufen. Der 21-Jährige wird in München einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2006 unterschreiben.

Dazu hat Bayern-Manager Uli Hoeneß bereits ein Handgeld von 20 Millionen Mark (10,23 Millionen Euro) an Deisler überwiesen. Macht zusammen stolze 38 Millionen Mark (19,43 Millionen Euro).

Weitere finanzielle Details wollte Deisler nicht preisgeben. »Hierzu kann ich eindeutig sagen, dass dies eine ausschließlich persönliche Angelegenheit ist, zu der ich keinen weiteren Kommentar abgeben werde«, erklärte der Mittelfeldstar.

Entscheidung fiel im Juli

Deisler hatte sich bereits im Juli, nach seinem Urlaub in München, für den Wechsel entschieden. »Ich wollte meinem Verein und mir zumindest noch ein halbes Jahr die Gelegenheit geben, in relativer Ruhe unsere sportlichen Ziele verwirklichen zu können«, begründete er die späte Bestätigung.

Da er durch seine Verletzung erst in der Rückrunde wieder zum Einsatz kommen werde, könne er die Bekanntgabe seiner Entscheidung, ursprünglich für die Winterpause angekündigt, nun vorziehen.

Große Pläne in München

Die Pläne der Hertha-Macher, die »um Deisler herum eine starke Mannschaft aufbauen« wollten, sind damit geplatzt. Berlins Manager Dieter Hoeneß erklärte aber, der Verein respektiere die Entscheidung, »obwohl wir sie natürlich bedauern«.

Stattdessen wird der talentierte Mittelfeldregisseur ab dem nächsten Sommer an der Isar die personelle Verjüngung einleiten. Dem Jungnationalspieler sollen andere deutsche Talent, wie Leverkusens Michael Ballack folgen. So soll, nach Uli Hoeness Vorstellungen, bis 2006 ein deutsches WM-Team »mit einem Bayern-Block« entstehen.

Deisler, der zur Zeit nach einer Knieoperation in den USA in der Rehabilitation ist, gibt sich von seiner Entscheidung überzeugt: »Letztlich glaube ich jedoch, dass ich mit diesem Schritt die nächste Etappe meiner sportlichen Entwicklung einleiten kann.«

Bis dahin 100 Prozent für Hertha

Ein vorzeitiger Wechsel in der Winterpause dieser Saison ist allerdings ausgeschlossen. »Ich werde bis zum Ende der Saison 2001/2002 für Hertha BSC spielen und mich selbstverständlich wie bisher zu 100 Prozent für den Verein einsetzen, dem ich viel zu verdanken habe«, betonte der Nationalspieler.

Christian Meyer


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