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Fußball: Hummels, Hernández, Özil: Wechseln sie im Winter die Klubs?

Mats Hummels ist beim FC Bayern unter Trainer Niko Kovac nur noch dritte Wahl. Verkaufen die Bayern Hummels, um Verteidiger Lucas Hernández leichter finanzieren zu können? Auch bei Mesut Özil zeichnet sich ein Wintertransfer ab.

Eine Kombo ziegt drei fußballer, die im Winter den Verein wechseln könnten: Mats Hummels, Lucas Hernández und Mesut Özil

Verkaufen die Bayern Mats Hummels (l.) um Lucas Hernández (M.) von Atlético Madrid zu holen? Bei Mesut Özil (r.) sieht es so aus, als wolle Arsenal ihn verleihen

Getty Images / DPA

Wintertransfers haben einen schlechten Ruf: Meist sehen sich Vereine in Abstiegsgefahr gezwungen, ihren Kader zu verstärken. Das wissen natürlich auch die Vereine, die Spieler verkaufen, und treiben so die Preise in die Höhe. Dennoch deuten sich gerade ein paar spektakuläre Transfers beim FC Bayern München und einem deutschen Star in der Premier League an.

Verkauft der FC Bayern München Mats Hummels?

So richtig zum Zuge kommt Mats Hummels unter Bayern-Trainer Niko Kovac nicht mehr. In der Innenverteidigung gibt Kovac dem Duo Jérôme Boateng und Niklas Süle den Vorzug. Im Pokalfinale 2018 lief Ante Rebic ihm vor dem 2:1 für Frankfurt einfach weg, bei der Fußball-WM 2018 war er nur in der Mixed Zone Führungsspieler - auf dem Platz hinkte er seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Es scheint, als habe Hummels seinen Zenit überschritten. Ist es Zeit für einen Abschied aus München? Die "Bild" hatte berichtet, dass Hummels im Winter in die Premier League wechseln könnte. Mit einer Hummels-Ablöse würden die 80 Millionen Euro für Lucas Hernández gleich weniger schmerzen.

Doch von den Bayern kommen nur Dementis. Der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte zu den Spekulationen : "Ich hatte mit Mats ein Gespräch vor ein paar Tagen. Das ist nicht der Fall, Mats wird gesichert in der Rückrunde bei uns spielen." Hummels-Berater Marc Kosicke dementierte das Gerücht beim Internetportal Sport1 ebenfalls. "Die Nachricht ist eine klassische Ente", sagte Kosicke. Hummels selbst äußerte sich via Twitter und Facebook. "100 Einsätze für den FC Bayern und ein großer Sieg letzte Nacht. Viele weitere werden folgen", lautete die Einschätzung des Innenverteidigers, im Original allerdings auf Englisch.

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Gepostet von Mats Hummels am Donnerstag, 20. Dezember 2018

Holen die Bayern Lucas Hernández von Atlético Madrid?

Ebenfalls durch die Allianz-Arena geistert der Name von Weltmeister Lucas Hernández von Atlético Madrid, der als Winterzugang angeblich die Rekordablöse von 80 bis 85 Millionen kosten würde. Eine Summe, die für Bayern-Verhältnisse zuletzt ausgeschlossen schien, die die Münchner aber wohl inzwischen für ihren großen Umbruch bereit sind, zu zahlen. "Heutzutage ist das nicht so einfach, weil es einige Vereine gibt, die solche Summen locker ausgeben. Unsere Überlegungen müssen sitzen", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem 1:0 gegen RB Leipzig.

Salihamidzic tat die Hernández-Personalie als "Gerücht" ab, Rummenigge ebnete den Weg für einen möglichen Wechsel. "Ich kann weder dementieren noch bestätigen. Wir sind in der Überlegungsphase. Jetzt warten wir mal ab, ob wir am Ende des Tages im Januar was machen", sagte der 63-Jährige. Ob man im Januar oder erst im Sommer etwas mache, hänge von den Optionen ab. Defensivmann Hernández ist ein Kandidat.

Verleiht der FC Arsenal Mesut Özil?

Die Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von Mesut Özil beim FC Arsenal reißen ebenfalls nicht ab. Einem Bericht der "Times" vom Freitag zufolge zieht der Londoner Club eine Ausleihe des Fußball-Weltmeisters 2014 im Januar in Erwägung. Özil habe das Vertrauen des neuen Arsenal-Trainers Unai Emery bislang nicht gewinnen können, hieß es weiter. Die Gunners seien daher bereit, den Mittelfeldspieler gehen zu lassen. Erst zu Beginn des Jahres hatte Özil seinen Vertrag bei Arsenal bis Ende Juni 2021 verlängert, er gehört zu den Spitzenverdienern des Teams.

In dieser Saison stand der 30-Jährige in 26 Pflichtspielen nur elfmal in der Startelf. Angeblich passt Özil nicht ins taktische System von Emery, dem Nachfolger des langjährigen Arsenal-Trainers Arsène Wenger. Daher wolle der Club den früheren deutschen Nationalspieler bei einem passenden Angebot verkaufen. Um Gehaltskosten zu reduzieren und Platz für Neuzugänge zu schaffen, sei Arsenal aber auch bereit, Özil schon im Januar zu verleihen, berichtete die "Times".

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Quellen: The Times

mit DPA

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