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Fussball: Koller bringt Dortmund ins Finale

Mit einem 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart hat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund das Finale um den Liga-Pokal erreicht. Den Siegtreffer für in Unterzahl agierenden BVB erzielte Jan Koller.

Jens Lehmann sah Rot, Jan Koller die Lücke. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist am Montagabend trotz eines frühen Platzverweises gegen seinen Torhüter (15.) ins Finale des Liga-Pokals eingezogen. Der BVB gewann gegen den VfB Stuttgart vor 11.211 Zuschauern im ausverkauften Aalener Waldstadion durch ein Koller-Tor (43.) glücklich mit 1:0. Im Endspiel des Bundesliga-Vorspiels trifft Dortmund am nächsten Montag in Mainz auf Bayern München oder den Hamburger SV, die am Dienstag in Jena das zweite Halbfinale bestreiten. 984.000 Euro Prämie hat die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer jetzt schon sicher.

Fünf Neuzugänge

Vizemeister Stuttgart bestritt das erste Pflichtspiel nach der Sommerpause mit fünf Neuzugängen. Drei Tage nach der 0:5-Schlappe im Testspiel gegen Sturm Graz wirkte die Mannschaft von Trainer Felix Magath wieder frisch. Ex-Regisseur Krassimir Balakow, der neben Magath auf der Bank saß, fehlte an allen Ecken und Enden, trotzdem erarbeitete sich der VfB Chancenvorteile. Aliaksandr Hleb setzte den aus Nürnberg gekommenen Brasilianer Cacau in Szene (11.). Doch der Stürmer traf nur die Lattenunterkante. Den heranstürmenden Kevin Kuranyi konnte Lehmann vier Minuten später nur per Notbremse stoppen. Für das Foul kassierte der Auswahl-Torhüter die Rote Karte (15.) - es war der insgesamt fünfte Platzverweis in seiner Karriere. Auf den Bundesliga-Start wird die Rote Karte jedoch keine Auswirkungen haben.

Den fälligen Elfmeter schoss Horst Heldt an den Pfosten (18.), und mit dieser vertanen Möglichkeit riss der Spielfaden bei den Stuttgartern. Lehmann-Ersatz Roman Weidenfeller stellte seine Klasse unter Beweis, parierte in großem Stil einen Distanzschuss von Bordon (24.) und zwei Kopfbälle von Kuranyi (41., 85.).

Geschwächte Mannschaft

Eine Schlafeinlage der Stuttgarter Hintermannschaft, die ohne den verletzten Zvonimir Soldo (Wadenzerrung) und den kurzfristig an Magen-Darm-Grippe erkrankten Silvio Meißner auskommen musste, reichte der nach den Kreuzbandrissen von Evanilson und Torsten Frings ebenfalls ersatzgeschwächten Borussia. Koller, der auf die Geburt seines Babys wartet, wurde zwei Minuten vor der Pause im VfB-Strafraum gelassen, und köpfte ohne Mühe eine Flanke von Guy Demel zur 1:0-Führung ins Tor. Nach der Pause taten die cleveren Dortmunder dann nur noch das Nötigste und schaukelten in Unterzahl den Vorsprung gegen den zweimaligen Liga-Pokal-Gewinner über die Zeit.

Marc Zeilhofer / DPA

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