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FUSSBALL: Lockerer Sieg gegen Slowakei

Mit einem 2:0-Sieg gegen die Slowakei hat sich die Fußball-Nationalmannschaft für den bevorstehenden WM-Doppelpack eingeschossen.

Mit einem 2:0-Sieg beim »Debütantenball« gegen den harmlosen Sparringspartner Slowakei hat sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für den bevorstehenden WM-Doppelpack eingeschossen. Vier Tage vor dem Qualifikationsspiel in Helsinki gegen Finnland brachten vor 18 000 Zuschauern im Bremer Weserstadion vor allem die von Teamchef Rudi Völler erstmals eingesetzten Schalker Pokal-Helden Gerald Asamoah und Jörg Böhme frischen Wind ins deutsche Spiel. Der erste Schwarzafrikaner in der A-Nationalmannschaft krönte sein Debüt in der 50. Minute mit dem 1:0. Sechs Minuten später gelang dem Bremer Frank Baumann nach Ecke des eingewechselten Böhme per Kopfball der zweite Treffer für die DFB- Elf, die sich noch vor der Halbzeit im Auslassen von Chancen überboten hatte.

Erfolgreiche Debütanten

Teamchef Rudi Völler hob vor allem Asamoah hervor: »Ein toller Einstand. Ich hatte das Gefühl, dass er den Willen hat, alles zu geben. Er hat enormes Selbstbewusstsein.« Auch Jörg Böhme war mit seinem Auftritt im Nationaltrikot zufrieden. »Ich bin stolz und glücklich. Dass es am Ende auch noch mit dem Sieg geklappt hat, ist super«, freute sich der zweifache Torschütze.

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Experimentierfeld

Die nach den Absagen von fünf Stammkräften zum Experimentierfeld erklärte Begegnung brachte Völler im Hinblick auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Finnland und am kommenden Mittwoch in Tirana gegen Albanien vor allem eine Erkenntnis: Mit Asamoah und Böhme stehen auf den Außenpositionen echte Alternativen bereit. Vor allem der gebürtige Ghanaer Asamoah wirkte trotz aller taktischen Defizite als belebendes Element und krönte seine Vorstellung mit dem Führungstor. Auch Clubkollege Böhme fand sofort Bindung zum Spiel und imponierte durch gefährliche Flanken. Als dritter Debütant kam in der zweiten Halbzeit Sebastian Kehl vom SC Freiburg zum Einsatz.

Sichere Bank im Tor

Jens Lehmann, der sich trotz einer im Abschlusstraining erlittenen Wirbelblockade fit gemeldet hatte, lieferte bei seinem ersten Länderspiel seit fast einem Jahr eine solide Partie zwischen den Pfosten. Als mögliche Alternative für Helsinki und Tirana versetzte Völler den Bremer Frank Rost als zweiten Keeper hinter Oliver Kahn in Abrufbereitschaft. Im zentralen Mittelfeld riss Sebastian Deisler wie schon zuletzt gegen Griechenland sofort die Chefrolle an sich. Allerdings steht der Berliner am Samstag in Helsinki wegen seiner beim 4:2 in Athen erhaltenen Gelb-Roten Karte nicht zur Verfügung.

Bierhoff als Auslaufmodell?

Im Sturm gelang es Oliver Bierhoff erneut nicht, seine Ladehemmung im DFB-Trikot zu überwinden. Der beim AC Mailand vor der Ausmusterung stehende Angreifer vergab zwei gute Möglichkeiten, tauchte danach völlig unter und ist nun seit 484 Länderspiel-Minuten ohne Tor. Ebenfalls wenig zu sehen war von Michael Ballack, der die ihm zugedachten Rolle als Ankurbler zu keiner Phase ausfüllen konnte. Durch zahlreiche Auswechslungen ging in der letzten halben Stunde der Spielfluss mehr und mehr verloren.

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