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Italienischer Fußball: Katastrophen-Einstand für Luca Toni

Schlechter hätte der Einstand von Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni beim AS Rom kaum laufen können: Lange schmorte er auf der Bank. Nach seiner Einwechslung kippte das Match. Überschattet wurde der Spieltag in Italien von rassistischen Vorfällen in Verona.

Luca Toni hat beim AS Rom ein enttäuschendes Debüt gefeiert. Am 18. Spieltag der italienischen Serie A wurde der vom deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München ausgeliehene Stürmer beim 2:2 (0:0) der Roma bei Cagliari Calcio in der 80. Minute für Mirko Vucinic eingewechselt. Bei seiner Einwechslung hatte es noch 2:0 für die Roma gestanden. Die Tore für die Gäste erzielten David Pizarro (52., FE.) und Simone Perrotta (65.). Diego Lopez (90.) und Daniele Conti (90+3.) retteten für die Gastgeber das Unentschieden. Tonis neuer Klub rutschte mit nun 29 Zählern auf den fünften Platz ab, da der SSC Neapel (30) mit 2:0 bei Atalanta Bergamo gewann.

Überschattet wurde der erste Spieltag der italienischen Liga im neuen Jahr von rassistischen Sprechchören gegen den dunkelhäutigen italienischen U21-Nationalspieler Mario Balotelli von Inter Mailand. Beim 1:0 (1:0)-Erfolg des Serienmeisters bei Chievo Verona beschimpften Verona-Anhänger Balotelli, der in der 12. Minute den Siegtreffer erzielt hatte, mehrfach mit rassistischen Sprechchören.

"Brazzo" trifft für Juve

"Ich will nur eins sagen. Jedes Mal, wenn ich nach Verona komme, widern mich die Fans immer mehr an. Das ist völlig inakzeptabel", sagte der 19-Jährige nach der Partie. Juventus Turin hatte in der vergangenen Saison ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen müssen, weil Juve-Fans: "Es gibt keine schwarzen Italiener" gegen Balotelli skandiert hatten. In dieser Spielzeit war Juve bereits zweimal mit Geldstrafen wegen ähnlicher Gesänge bestraft worden. Unterdessen hat Inter-Coach Jose Mourinho einen Wechsel des französischen Weltmeister Patrick Viera bestätigt. Der Portugiese erklärte, der Mittelfeldspieler habe am Mittwoch "das letzte Spiel" für Inter gemacht. Viera wird mit Manchester City in Verbindung gebracht.

Inter hat mit 42 Punkten nun 9 Zähler Vorsprung vor Juve (33), das im Verfolgerduell beim FC Parma mit 2:1 (2:1) die Oberhand behielt. Der ehemalige Bayern-Profi Hasan Salihamidzic hatte mit einem Kopfball in der dritten Minute die Führung für die "Alte Dame" erzielt. Der Ex-Bremer Diego wurde in der 75. Minute bei Turin ausgewechselt. Am Abend kann der AC Mailand (31) allerdings mit einem Sieg gegen den FC Genua wieder an Juve vorbeiziehen.

SID/kbe

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