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Galatasaray-Wechsel Fifa verweigert Großkreutz in Istanbul die Spielberechtigung


Kevin Großkreutz ist vom BVB zu Galatasaray Istanbul gewechselt. Doch die Fifa verweigert ihm die Spielberechtigung - weil der Deal nicht rechtzeitig abgeschlossen war.

Kevin Großkreutz wechselt von Borussia Dortmund zu Galatasaray Istanbul, kann aber erst im neuen Jahr für den türkischen Meister spielen. Nach dem Transferpanne der vergangenen Tage verweigerte der Weltfußball-Verband Fifa wegen eines Formfehlers dem Weltmeister am Mittwoch endgültig die Spielgenehmigung. Trotzdem wird der 27-Jährige den Bundesliga-Spitzenreiter nach sechs Jahren mit sofortiger Wirkung in Richtung Bosporus verlassen. "Auch wenn ich gern mein gesamtes Leben für Schwarz-Gelb gespielt hätte", schrieb Großkreutz am Mittwochabend bei Instagram. 

Beim neuen Trainer Thomas Tuchel spielte der ehemalige Nationalspieler keine Rolle mehr. Der in Dortmund geborene Allrounder musste zuletzt sogar in der Regionalliga-Mannschaft aushelfen. In Istanbul erhält er einen Dreijahresvertrag, darf aber bis zur nächsten Transferperiode noch nicht einmal in der Reserve auflaufen. Er habe "nun leider bis Januar die Zeit", sich "nur im "Training" zu beweisen", teilte er mit. Der BVB bestätigte auf seiner Homepage, dass der Transfer trotz der fehlenden FIFA-Genehmigung sofort vollzogen werde. 

"Verlasse Dortmund mit einem weinenden Auge"

"Ich verlasse Dortmund mit einem großen weinenden Auge, aber auch mit einem lachenden - denn natürlich freue ich mich auch auf einen ambitionierten Traditionsverein und die damit verbundene sportliche Herausforderung auf höchstem Niveau, um es allen - aber am meisten mir selbst zu beweisen", schrieb Großkreutz. "Ein neues Land, eine andere Kultur, neue und alte Bekannte treffen." Nationalspieler Lukas Podolski wird sein Mannschaftskollege. Der Transfer des Nationalspielers von Arsenal London zu den Istanbuler "Löwen" war im Sommer problemlos über die Bühne gegangen. 

Istanbul hatte Großkreutz am Dienstag auf seiner Homepage als neuen Spieler vorgestellt. Allerdings müsse der Transfer noch von der Fifa genehmigt werden, hieß es. Der sofortige Wechsel platzte, weil am Montagabend die notwendigen Transferunterlagen zu spät eingereicht worden waren. Galatasaray glaubte jedoch beweisen zu können, dass die Unterlagen wegen Problemen im elektronischen Fifa Transfer Matching System nicht rechtzeitig vor Mitternacht vorgelegen hätten. Offenbar sei die Fifa "zu der Überzeugung gekommen, dass Galasaray nicht alle notwendigen Schritte zur Abwicklung dieses angedachten Transfers innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters vollgezogen hat", erklärte der BVB.  

Teil 1. Liebe Fans und Freunde, liebe Anhänger von Borussia Dortmund, es ist der Augenblick gekommen, um über meine Zukunft zu sprechen. Doch zunächst liegt es mir sehr am Herzen, DANKE zu sagen: Danke für die unglaubliche Unterstützung in den vergangenen 6! Jahren, Danke für jedes positive und aufmunternde Wort, Danke für jedes Foto und Autogramm, welches ich geben durfte, Danke für jede einzelne Sekunde, die ich für diesen wunderbaren Verein spielen durfte, ich danke jedem einzelnen Mitarbeiter, unserem Trainer, mit dem wir 6 wunderbare Jahre hatten und allen Mannschaftskollegen für alles. Der größte Dank geht aber an unsere Fans, IHR habt immer hinter mir gestanden und IHR macht diesen Verein einfach zu etwas Einzigartigem, bleibt Euch selber treu, denn „Spieler kommen und gehen, Borussia Dortmund bleibt bestehen“. Die unzähligen Siege, großartigen Triumphe, schmerzhaften Niederlagen, Derbysiege, Pokale und Titel, verlorene Finale, Verletzungen, jeder gelaufenen Meter, Blasen und Blessuren – Ich könnte noch ewig weiteres aufzählen, aber eins sei grundlegend dazu gesagt: Ich bereue nicht einen einzigen Moment und es hat sich gelohnt!!! Borussia Dortmund und ich gehen sportlich getrennte Wege. Auch wenn ich gern mein gesamtes Leben für Schwarz-Gelb gespielt hätte, muss ich sagen, dass ich mich glücklich schätze, überhaupt für MEINEN Verein gespielt haben zu dürfen. Jeder weiß, dass ich Fußballer durch und durch bin, dafür bin ich jeden Tag einfach nur dankbar, aber ich benötige Spiele, Einsätze und Vertrauen, wie die Luft zum atmen… Ich verlasse Dortmund mit einem großen weinenden Auge, aber auch mit einem lachenden - denn natürlich freue ich mich auch auf einen ambitionierten Traditionsverein und die damit verbundene sportliche Herausforderung auf höchstem Niveau, um es allen – aber am meisten mir selbst zu beweisen. Ein neues Land, eine andere Kultur, neue und alte Bekannte treffen… Ich danke Galatasaray Istanbul für diese Möglichkeit. Die FIFA hat meine Spielberechtigung NICHT anerkannt, trotzdem werde ich ab der kommenden Woche mich nach Istanbul begeben und eingewöhnen. Ich habe nun leider bis Januar die Zeit mich nur im "Training" zu beweisen

Ein von Kevin (@fischkreutz) gepostetes Foto am

DPA

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