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Soziales Engagement Sadio Mané: Er ist nicht nur Bayerns neuer Superstar, sondern auch menschlich ein Rolemodel

Sadio Mané vom FC Bayern
Sadio Mané bei seiner Vorstellung als Neuzugang des FC Bayern
© Sven Hoppe / DPA
Sadio Mané hat beim FC Bayern unterschrieben. Der Weltklasse-Stürmer glänzt aber nicht nur auf dem Fußballfeld: In seiner Heimat Senegal zeigt er außergewöhnliches soziales Engagement.

Auf diesen Neuzugang haben die Fans des FC Bayern lange gewartet: Mit Sadio Mané kommt ein absoluter Weltklassespieler zum Rekordmeister. Der Stürmer, der bisher beim FC Liverpool spielte, hat einen Vertrag bis 2025 unterschrieben und kostet dem Vernehmen nach 32 Millionen Euro Ablöse. Der Betrag kann durch Zusatzzahlungen noch auf 41 Millionen ansteigen.

Doch der 30-Jährige (16 Tore in der abgelaufenen Premier-League-Saison) begeistert nicht nur mit fußballerischen Leistungen. Wie nur wenige andere Profis wird er seiner Vorbildfunktion gerecht. Mit außergewöhnlichem sozialen Engagement hat Mané sich in seiner Heimat Senegal den Status eines Volkshelden erobert. Sportlich gehört er mit bisher 90 Länderspielen ohnehin längst zu den Fußball-Legenden des afrikanischen Landes.

Sadio Mané wechselt zum FC Bayern – im Senegal ist er ein Held

Der Fußballstar stammt selbst aus ärmlichen Verhältnissen, aus dem kleinen Dorf Bambali im Südwesten des Senegal. Sein Vater starb, als er sieben Jahre alt war. Von Kindesbeinen an träumte Mané von einer Karriere als Fußballer, die Eltern hatten jedoch andere Vorstellungen: "Sie dachten, Fußball wäre eine Zeitverschwendung und ich sollte damit aufhören", erzählt er 2018 "Bleacher Report". Bis zu dem Tag, an dem er seinen ersten Profivertrag unterschrieb, hätte seine Familie nicht daran geglaubt, dass er es schaffen könnte.

Danach folgte eine steile Karriere, der Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool 2019 stellte den vorläufigen Höhepunkt dar. Doch auch auf dem Gipfel des internationalen Vereinsfußballs hat Sadio Mané nicht vergessen, woher er kommt. Er selbst ist längst Multimillionär. Seinen Erfolg und Reichtum setzt er auch ein, um armen Menschen in seiner Heimat zu helfen.

Medizinische Versorgung und Bildung für Dorfbewohner

Insgesamt hat der Stürmer mehr als 700.000 Euro aus seinem Privatvermögen in die Infrastruktur seines Heimatdorfs investiert. 2018 spendete der Stürmer 230.000 Euro für den Bau einer Schule. Später trug er noch einmal 500.000 Euro bei, damit dort ein Krankenhaus gebaut werden konnte. Zuvor war die medizinische Versorgung für die rund 2000 Einwohner von Bambali schlecht gewesen. Nun werden dort Menschen aus 34 umliegenden Dörfern behandelt.

Auch für Postämter, Tankstellen und den Ausbau von schnellem Internet gab Mané bereitwillig große Summen. Familien in der Gegend greift er mit monatlich 70 Euro unter die Arme. Statt am Pool zu liegen, fliegt der Stürmer jedes Jahr im Urlaub lieber in die Heimat. Dann bringt er mitunter schon mal andere Fußballstars mit, um mit ihnen auf dem Gelände der Schule ein Spiel zu veranstalten.

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Auf Luxus hat Mané keine Lust

Während andere im Fußball-Business ihr Geld für teure Autos, große Villen oder Reisen ausgeben, hat Mané daran wenig Interesse. "Was soll ich mit zehn Ferraris, 20 Diamant-Uhren und zwei Jets? Was würde das für mich und die Welt tun? Ich war hungrig, musste auf dem Feld arbeiten, hatte keine Bildung und kickte barfuß. Durch den Fußball kann ich meinen Leuten jetzt helfen", sagt er. Luxus hat für ihn keine Bedeutung: "Mir ist es lieber, dass andere etwas von dem abbekommen, was das Leben mir geschenkt hat."

Quellen: FC Bayern"Bleacher Report" / Sportsjoe / nsemwoha.com / "Guardian"


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