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Torhüter-Duell: Hildebrand ist lachender Dritter

Überraschende Wende: Im Spiel gegen Argentinien kommen weder Jens Lehmann noch Oliver Kahn zum Einsatz, sondern der "dritte Mann" Timo Hildebrand.

Assistenztrainer Joachim Löw sagte am Montag in Herzogenaurach, der 26-Jährige vom VfB Stuttgart habe im Training zuletzt "hervorragende Leistungen" gezeigt. "Davon waren wir sehr angetan; Timo hat daher diese Chance verdient."

Im Halbfinale des Confederations Cup am Samstag oder Sonntag wird dann wieder der 35-jährige Lehmann von Arsenal London das deutsche Tor hüten, wie Löw sagte. Im letzten Spiel - also der Partie um Platz drei oder im Finale - soll dann den Planungen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zufolge wieder der 36-jährige Bayern-Keeper Kahn zwischen den Pfosten stehen. Die Entscheidung traf der Trainerstab unter Führung Klinsmanns allein und ohne mit den drei Torhütern darüber zu diskutieren; sie wurden erst im Nachhinein informiert.

Lehmann auf der Ersatzbank

Hinter Kahns Einsatz in der kommenden Woche steht allerdings noch immer ein Fragezeichen; er laboriert seit Tagen an leichten Rückenproblemen und wird am Dienstag daher nicht auf der Ersatzbank sitzen. Dort wird stattdessen Lehmann Platz nehmen, wie Löw sagte.

Die Partie gegen den Olympiasieger im Nürnberger Frankenstadion wird das dritte Länderspiel für den 1,85 Meter großen Hildebrand, der seit 1994 ununterbrochen für den VfB Stuttgart spielt. Der Profi mit der Rückennummer 23 zeigte sich sehr überrascht und bedankte sich für das Vertrauen des Trainerstabs. "Ich hoffe, dieses Vertrauen rechtfertigen zu können", sagte Hildebrand, und ergänzte: "Ich habe mit gar nichts gerechnet und bin von keinen Erwartungen ausgegangen."

Für einen Torhüter sei es immer schwer, in die Stammelf zu gelangen, und "Geduld daher eine der Grundvoraussetzungen". Zuletzt habe er im Training stets Gas gegeben und versucht, die Einheiten zur Verbesserung seiner persönlichen Form zu nutzen, berichtete der 26-Jährige.

Zu seinen Chancen auf regelmäßige Einsätze antwortete Hildebrand eher ausweichend. Über die Weltmeisterschaft 2006 "oder die Zeit danach" mache er sich keine Gedanken: "Das ist noch Zukunftsmusik."

AP

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