HOME

Stern Logo WM 2010

Fußball-WM in Katar: Fifa-Boss Blatter schickt die Kicker in die Wüste

Die FIFA hat mit der WM-Vergabe nach Katar für einen Paukenschlag gesorgt. Weltweit gab es heftige Kritik an der Entscheidung, die mit Unverständnis aufgenommen wurde. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gerät intern gleichfalls unter Druck.

Entrüstung, Unverständnis und beißende Kritik: Der Fußball-Weltverband FIFA und sein Präsident Joseph S. Blatter haben sich durch die Vergabe der WM-Endrunde 2018 an Russland, aber vor allem 2022 an den kleinen Wüstenstaat Katar ins Abseits manövriert. "Ich denke, es war die falsche Entscheidung", sagte US-Präsident Barack Obama zum 14:8-Votum zugunsten von Katar im Duell gegen die Vereinigten Staaten im entscheidenden vierten Wahlgang für die Weltmeisterschaft 2022.

"Katarstrophe", lautete die Bild-Schlagzeile. Auch die internationalen Medien waren alles andere als angetan von dem überraschenden Votum des 22-köpfigen FIFA-Exekutivkomitees, darunter Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer. "Das Erdöl nimmt die Weltmeisterschaften mit", titelte AS. "So ein Scheich", schrieb Blick. Und El Mundo Deportivo kommentierte sibyllinisch: "Russland und Katar haben viel Geld investiert." Im Corriere della Sera hieß es: "WM der Reichen." Das norwegische Dagbladet sieht WM-Gastgeber Katar als "größten Fußballwitz aller Zeiten" an.

Die britische Times urteilte nach dem schmählichen Scheitern der englischen Bewerbung in Runde eins für 2018 (zwei Stimmen) knallhart: "Der Vergabeprozess ist ein schwarzes Loch aus Hinterzimmer-Machenschaften und politischem Eigeninteresse. Diese Vergabe der FIFA ist zur Peinlichkeit für einen internationalen Sportverband verkommen." Der Daily Telegraph schrieb nach der Doppel-Vergabe von einem "Weltuntergangsszenarium" und führte als Quelle für das Zitat "gestandene FIFA-Funktionäre" an.

Auch "Kaiser" Franz Beckenbauer wirkte nicht gerade glücklich, als er kommentarlos das Messezentrum in Zürich verließ. Vielleicht dürfte er froh sein, dass er ab März 2011 nicht mehr der "Regierung" des Weltfußballs angehört, weil sich der 65-Jährige nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Begeisterung war Beckenbauer jedenfalls nicht anzusehen.

Auch bei Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff überwog die negative Grundstimmung. "Grundsätzlich: ob ein Fan nun nach Amerika, Australien oder nach Katar fliegt, da ist es für den europäischen Fan Katar wahrscheinlich noch besser als Australien. Aber ich finde natürlich generell die Stimmung im Land wo die WM stattfindet auch sehr wichtig. Insofern betrachte ich Katar nicht als optimale Lösung", urteilte der ehemalige DFB-Kapitän im SID-Gespräch.

Doch damit nicht genug: zu allem Überfluss kann es auch noch ein juristisches Nachspiel geben. "Es ist durchaus möglich, dass die Wahl erfolgreich angefochten werden kann. In den FIFA-Statuten ist in Artikel 30 eindeutig festgehalten, dass das Exekutiv-Komitee aus 24 Mitgliedern besteht. Scheidet ein Mitglied aus, muss es unverzüglich ersetzt werden. Das kann man so verstehen, dass zumindest 24 Mitglieder eingeladen werden müssen, damit die Wahl auf jeden Fall gültig ist. Sollte der Internationale Sportgerichtshof CAS zu der gleichen Ansicht kommen, müsste die Wahl wiederholt werden", hatte der Frankfurter Sportrechtler Nicolas Rößler dem SID gesagt.

Stein des möglichen Anstoßes: wegen der Sperre der FIFA-Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Haiti/ein Jahr) und Amos Adamu (Nigeria/drei Jahre) vor rund zwei Wochen standen bei dem Votum in Zürich am Donnerstag nur noch 22 Exekutivmitglieder zur Verfügung.

Aber auch Blatter selbst muss sich möglicherweise in Zukunft warm anziehen. Drei Vize-Präsidenten im Exekutivkomitee - Angel Maria Villar Llona (Spanien), Chung Mong-Joon (Südkorea), Geoff Thompson (England) - und fünf weitere Exko-Mitglieder - Michel D'Hooghe (Belgien), Mohamed Bin Hammam (Katar), Chuck Blazer (USA), Junji Ogura (Japan) und Witali Mutko (Russland) - waren bei der Vergabe der WM-Turniere persönlich involviert. Triumphieren konnten nur Bin Hammam und Mutko.

Es herrscht Konfliktpotenzial. Blatters angestrebte vierte Amtszeit bei der Wahl im Sommer 2011 dürfte zwar nicht gefährdet sein, aber er muss im Exko verstärkt mit Gegenwind rechnen. Vielleicht kommt es zur Koalition der Verlierer des WM-Rennens 2018 und 2022...

Ralph Durry und Marc Schmidt, SID / SID

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(