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Gegen Kroatien und Schweden: Falsche Trinkflaschen, falsche Strumpfhosen: Fifa verhängt skurrile Geldstrafen

Als live in quasi jedes Land der Welt übertragenes Sportereignis hat die Fußball-WM in Russland strenge Sponsoring-Regeln. Das mussten nun die Kroaten und Schweden schmerzhaft erfahren.

Spieler der Nationalmannschaften von Kroatien (l.) und Schweden

Hatten beide Grund zur Freude im Achtelfinale, aber hinterher meckert die Fifa: Spieler der Nationalmannschaften von Kroatien (l.) und Schweden

AP / DPA

Kroatien und Schweden haben von der Fifa Geldstrafen wegen Verstößen gegen die "Medien-und-Marketing-Regeln" bei der WM in Russland aufgebrummt bekommen. Beide müssen 70.000 Schweizer Franken (rund 60.000 Euro) zahlen, weil sie sich laut des Weltverbandes mit "nicht autorisierten Produkten" respektive "nicht autorisierter Ausrüstung" bei ihren Achtelfinalpartien gezeigt haben.

Bei den Kroaten geht es um die falschen Getränke, die sie auf dem Platz zu sich genommen hätten. Im Fernsehbild beim Spiel gegen Dänemark war kurzzeitig ein kroatischer Spieler mit einer Dose eines Energie-Drink-Herstellers zu sehen. Getrunken werden dürfen aber nur Produkte der offiziellen Fifa-Sponsoren, etwa von Coca Cola. Im Falle der Schweden sind die falschen Strumpfhosen an der Strafe schuld. Beim Achtelfinale gegen die Schweiz hätten die Skandinavier Leggins mit einem großen Logo getragen.  Der schwedische Verband sei schon zuvor aufgefordert worden, dies zu unterlassen. Bestimmte Ausrüstung wie beispielsweise Trikot, Hose und Stutzen darf Markenlogos tragen, andere hingegen nicht.

Fifa hat bereits mehrere Geldstrafen ausgesprochen

Die Fifa hat während der WM bereits mehrere Disziplinarstrafen in unterschiedlicher Höhe ausgesprochen. WM-Gastgeber Russland musste wegen eines "diskriminierenden Banners" seiner Fans eine Geldbuße von 10.000 Schweizer Franken zahlen. Auf dem Plakat war die Zahl 88 zu sehen, die als Code für "Heil Hitler" steht. Seine Kommentare über Schiedsrichter Felix Brych, den er "nach Den Haag" vor das UN-Kriegsverbrechertribunal schicken wollte, kosteten Serbiens Coach Mladen Krstajic 5000 Franken.

Eine Warnung wurde an Kroatien ausgesprochen, weil Torwart Danijel Subasic "eine persönliche Botschaft" auf seinem T-Shirt präsentiert hatte. Der Keeper hatte nach dem Spiel die Aufschrift "Forever", die Nummer 24 und ein Foto seines 2008 gestorbenen Jugendfreunds Hvroje Custic präsentiert. Dieses Shirt trägt Subasic nach eigener Aussage in Gedenken an seinen ehemaligen Mitspieler seit zehn Jahren bei jedem Fußballspiel.

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fin mit Agentur / DPA

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