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Hämische Reaktionen nach WM-Aus Briten ätzen gegen Deutschland: "Jetzt wisst ihr, wie es sich anfühlt"

Viele englische Fans feiern Japans umstrittenes Siegtor gegen Spanien als späte Rache – für Englands aberkannten Treffer gegen Deutschland (erzielt von Frank Lampard) bei der Fußball-WM in Südafrika.
Viele englische Fans feiern Japans umstrittenes Siegtor gegen Spanien als späte Rache – für Englands aberkannten Treffer gegen Deutschland (erzielt von Frank Lampard) bei der Fußball-WM in Südafrika.
© Robert Cianflone / Screenshot Twitter / Getty Images
Die Welt lacht über Deutschland nach dem unglücklichen WM-Aus der DFB-Elf in Katar. Besonders bei englischen Fans scheint es nun an der Zeit zu sein für eine späte Rache.

Fans aus aller Welt, ehemalige Rivalen und die internationalen Medien gehen nach dem aus ihrer Sicht blamablen Vorrunden-Aus bei der WM in Katar nicht gerade glimpflich mit der deutschen Nationalmannschaft um. Die britische BBC sah einen "gefallenen Giganten des Weltfußballs", und die britische "Sun" listete Reaktionen in den sozialen Medien auf und meinte, "englische Fans lieben es", dass Deutschland raus ist. Die italienische "Gazzetta dello Sport" schrieb vom "Deutschland-Flop".

Deutsches WM-Aus – "englische Fans lieben es"

Durch Japans überraschendes 2:1 gegen Spanien war der Sieg der DFB-Auswahl am Donnerstagabend im Al-Bait Stadion wertlos. Japan und Spanien erreichten das Achtelfinale. Deshalb schrieb die spanische "Mundo Deportivo": "Danke, Deutschland", und auch "As" schickte ein "Danke!". Hätte Costa Rica gewonnen, wäre Spanien ausgeschieden.

Nach dem Spiel sagte Spaniens Trainer Luis Enrique, er wisse nicht, dass seine Mannschaft auf dem besten Weg gewesen sei, aus dem Turnier auszuscheiden, als Costa Rica gegen Deutschland in Führung lag. "Hätte ich das gewusst, hätte ich einen Herzinfarkt bekommen", gestand er. In den USA meinte ESPN: "Deutschland erleidet die Demütigung des zweiten Aus in der WM-Gruppenphase nacheinander." In den Niederlanden sprach "AD": "Debakel für Deutschland".

Hämische Netzreaktionen

Im Kurznachrichtendienst Twitter häufen sich hämische Reaktionen und Satire-Memes auf Kosten der ausgeschiedenen DFB-Elf. Immer wieder wird auch Bezug auf die Mund-zu-Geste der Deutschen Spieler genommen – morbider Humor inklusive.

Antonio Rüdigers aufreizender Sprint aus der Partie gegen Japan fliegt dem Verteidiger nun um die Ohren.

Wie sich Bundestrainer Hansi Flick nach dem WM-Aus fühlt. Vermutlich.

Drin oder nicht drin?

"Es ist eine fantastische Brise."

Der ehemalige Stürmer des englischen Nationalteams, Alan Shearer, kann sich einen Seitenhieb auf die großen Erzrivalen nicht verkneifen.

Tiefer sitzt die Wunde offensichtlich beim britischen Anhang über ein nicht gegebenes Tor gegen Deutschland von vor zwölf (!) Jahren. Im Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika zählte der vermeintliche Treffer zum 2:2-Ausgleich durch Frank Lampard nicht, obwohl der Ball damals klar die Linie überquert hatte.

"Sowas kommt von sowas", schreiben viele Twitter-User genüsslich in ihren Posts. "Es ist mir egal, ob es kontrovers ist. Jetzt weißt du, wie es sich anfühlt Deutschland! Gut gemacht, Japan, das haben sie verdient", kommentiert ein Fan in seinem Beitrag. Beim Sender "BeIN Sports" sagte der ehemalige englische Nationalspieler Joe Cole nach dem Spiel: "Aber 2010 gegen England in meinem letzten Spiel ging das Tor von Frank Lampard klar über die Linie. Kein Mitgefühl von mir."

mth DPA

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