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Aktion des Ausstatters "Farbe der Trauer": Dänemark spielt bei WM in Katar mit Protest-Trikot

Dänemarks Christian Eriksen trägt in der Nations League noch das alte Trikot. In Katar gibt's dann das Neue.
Dänemarks Christian Eriksen trägt in der Nations League noch das alte Trikot. In Katar gibt's dann das Neue.
© Liselotte Sabroe / DPA
Am 20. November startet in Katar die höchst umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft. Das Gastgeberland steht wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen stark in der Kritik. Die Nationalelf aus Dänemark will nun ein Zeichen setzen.

Der Ausrüster der dänischen Fußball-Nationalmannschaft will während der Weltmeisterschaft in Katar mit den WM-Trikots auch als Zeichen gegen den Gastgeber "eine doppelte Botschaft" senden. "Sie sind nicht nur von der Euro 92 inspiriert, eine Hommage an Dänemarks größten Erfolg im Fußball. Sie sind auch ein Protest gegen Katar und seine Menschenrechts-Bilanz", schrieb das Unternehmen Hummel auf Instagram neben Bildern der komplett in Rot, Weiß oder Schwarz gehaltenen Jerseys.

Die Symbole des Ausrüsters und des dänischen Fußball-Verbands DBU sind zwar auf die Trikots gedruckt, sie heben sich farblich aber nicht ab. Beim schwarzen Trikot habe man bewusst "die Farbe der Trauer" gewählt, sie passe "perfekt" zum Anlass.

"Wir möchten während dieses Turniers, das Tausenden Menschen das Leben gekostet hat, nicht sichtbar sein. Wir unterstützen das dänische Nationalteam auf ganzer Linie, aber das ist nicht dasselbe wie die Unterstützung von Katar als Gastgeberland", argumentierte der dänische Sportartikel-Hersteller. Mit dieser Aktion wolle man "ein Statement" zur Menschenrechtslage in Katar und die ebenfalls heftig kritisierte Behandlung von Arbeits-Migranten, die die WM-Stadien des Landes gebaut haben, setzen. Hummel endete seinen Instagram-Eintrag mit dem Hashtag #HistoryIsWhatWeDoNow (Geschichte ist, was wir jetzt tun).

EM-Halbfinalist Dänemark bestreitet seine WM-Vorrundenspiele in der Gruppe D. Dort sind Weltmeister Frankreich, Tunesien und Australien die Gegner.

les DPA

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