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Schmähgesänge und Pöbeleien: Deutschland siegt glücklich - mitgereiste Fans benehmen sich daneben

Die deutsche Nationalmannschaft hat in der WM-Qualifikation mit Mühe und Not gegen Tschechien gewonnen. Timo Werner wurde - obwohl er das 1:0 erzielte - von den mitgereisten Fans mal wieder wüst beschimpft.

Timo Werner erzielt das 1:0 in der WM-Qualifikation für Deutschland gegen Tschechien

Auch das 1:0 in der WM-Qualifikation für Deutschland gegen Tschechien brachte Timo Werner keine zusätzlichen Sympathien bei den mitgereisten Fans

Dank Mats Hummels steht Titelverteidiger Deutschland mit dem siebten Sieg im siebten Spiel ganz dicht vor der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland. Zwei Monate nach dem Gewinn des Confed Cups löste das von Kapitän Thomas Müller angeführte DFB-Team die erste Aufgabe der WM-Saison am Freitagabend beim 2:1 (1:0) in Prag gegen Tschechien aber ohne weltmeisterlichen Glanz. Schon am Montag könnte im Heimspiel gegen Norwegen in Stuttgart der Gruppensieg fix gemacht werden.

Das Spiel früh in die richtigen Bahnen lenkte Leipzigs Timo Werner mit seinem Treffer in der vierten Minute. Viel beliebter machte er sich damit bei den mitgereisten deutschen Fans trotzdem nicht. Sogar unmittelbar nach seinem Tor schallte es "Timo Werner ist ein Hurensohn" aus der deutschen Kurve. Der Schmähgesang verfolgt den jungen Stürmer seit einer arg theatralischen Schwalbe in der vergangenen Saison, in dessen Folge er den fälschlich gepfiffenen Elfmeter selbst verwandelte. Im direkten Anschluss zeigte er sich auch wenig einsichtig, hat sich aber mittlerweile entschuldigt. Viele Fußball-Fans werden dennoch nicht mehr warm mit Werner.

DFB-Fans: Nazi-Rufe und Schweigeminute gestört

Die Aktion gegen Werner war aber nicht das einzige Fehlverhalten der deutschen Auswärtsfans in Tschechien. Bereits vor Anpfiff störten einige Querköpfe in der deutschen Kurve die Schweigeminute für zwei verstorbene Ex-Funktionäre des tschechischen Fußballverbandes. Lautstark waren "Scheiß DFB"-Rufe zu hören. Viele Nutzer auf Twitter wollen zudem in der Schlussphase "Sieg Heil"-Sprechchöre aus dem deutschen Block gehört haben. Die Mannschaft quittierte das Verhalten nach Abpfiff und ging nicht zum Feiern in die Kurve. 

Nach Werners Tor wirkte die DFB-Elf lange fahrig und hatte kaum Kontrolle über das Spiel. In der 78. Minute erzielte der Berliner Bundesligaprofi Vladimir Darida mit einem Traumtor den folgerichtigen zwischenzeitlichen Ausgleich. Rund zehn Minuten später entschied Hummels dann die Partie vor 18.093 Zuschauern in der Eden Arena.

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