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Athen 2004: Pleiten, Pech und Pannen

Hannah Stockbauer weinte bittere Tränen der Enttäuschung, Franziska van Almsick war geschockt: Deutschlands Schwimmer sind zum Olympia-Auftakt gehörig baden gegangen.

Nachdem van Almsick mit der Staffel als Vierte über 4 x 100 m Freistil einen Fehlstart hingelegt hatte, schied Weltmeisterin und Gold-Kandidatin Stockbauer über 400 m Freistil als Vorlauf-Zwölfte sang- und klanglos aus. Das Trauma von Sydney hatte das deutsche Team in Athen eingeholt.

"Es ist schwer, hinterher zu schwimmen", bekannte Hannah Stockbauer, "ich habe nicht gedacht, dass die anderen so schnell sind." Die fünffache Weltmeisterin aus Erlangen blickte fast resignierend den 800 m am kommenden Freitag entgegen. "Es ist schon bedrückend, wenn man den ersten Start in den Sand setzt. Ich werde versuchen, mich locker zu schwimmen."

Franzi hatte keinen Grund zum Lachen

Franziska van Almsick hatte ebenfalls keinen Grund zum Lachen. "Natürlich ist die Enttäuschung da", sagte die Berlinerin, die der Freistil-Staffel das erhoffte Edelmetall als Schluss-Schwimmerin nicht sichern konnte. Sie muss nun ihren Kopf frei bekommen für ihre goldenen Pläne über 200 m Freistil am Dienstag. Cheftrainer Ralf Beckmann bekannte: "Das ist eine schwierige Situation." Die richtige Motivation für große Taten holte sich US-Boy Michael Phelps mit Weltrekord und Gold über 400 m Lagen.

Enttäuscht, überrascht, geschockt

Hannah Stockbauer hielt dem Druck dagegen nicht stand - und fand keine Erklärung: "Ich habe mir keinen Kopf gemacht." Den am Vorabend gestauchten großen Zeh wollte sie als Entschuldigung nicht gelten lassen. "Das war nicht der Grund." Trainer Roland Böller konnte es nicht fassen. "Enttäuscht, überrascht, geschockt, was soll ich sagen. Es ist völlig rätselhaft." Jetzt ist psychologische Aufbauarbeit gefragt, wenn ein Debakel wie in Sydney mit nur drei Mal Bronze verhindert werden soll. Beckmann: "Die Mannschaft ist stabil." Mannschaftssprecher Christian Keller: "Es wird keinen Bruch im Team geben."

"Es hat nicht gereicht"

Schon Platz vier der Staffel mit Antje Buschschulte, Petra Dallmann, Daniela Götz und Franziska van Almsick hatte das Team am Samstag schwer getroffen. Die Siegerinnen aus Australien entrissen den deutschen Frauen, die auch den USA und den Niederlanden den Vortritt lassen mussten, in 3:35,94 Minuten den Weltrekord. 3:37,94 Minuten waren zu langsam für eine Medaille. "Wir haben alles gegeben", sagte Franziska van Almsick, "aber es hat nicht gereicht." Eine bittere Erkenntnis. Als Schlussschwimmerin verlor die Berlinerin Platz drei an Inge de Bruijn. "Inge war einfach eine Nummer zu groß für mich."

"Wir waren gar nicht so schlecht", befand die Magdeburgerin Antje Buschschulte, die als Startschwimmerin auf Platz eins übergeben hatte. Als Vorlauf-Sechste zog die Weltmeisterin am Sonntag locker in das Halbfinale über 100 m Rücken ein. Petra Dallmann (Heidelberg) demonstrierte Kampfgeist: "Jetzt werden wir über 4 x 200 angreifen." Daniela Götz, mit 16 Jahren Jüngste im Team, war fix und fertig. "Heute war es die Hölle. Ich bin froh, das ich es überstanden habe."

Der Zweikampf der Superstars

Im erwarteten Zweikampf der Superstars Michael Phelps und Ian Thorpe um die Krone des "Schwimmkönigs von Athen" steht es 1:1. Phelps markierte in 4:08,26 Minuten über 400 m Lagen seinen 13. Weltrekord. Thorpe musste sich über 400 m Freistil mächtig strecken, um seinen Landsmann Grant Hackett auf Distanz zu halten. Im einzigen direkten Duell mit Phelps legte der Australier am Sonntag in den Vorläufen über 200 m die beste Zeit vor. Jens Schreiber (Hannover) zog als Achter in das Halbfinale ein. Die Männerstaffel über 4 x 100 m Freistil profitierte von der Frühstart-Disqualifikation Schwedens und zog als Achte gerade noch in den Endlauf ein.

Nicole Hetzer aus Burghausen wurde Sechste über 400 m Lagen. Sarah Poewe (Wuppertal) und Vipa Bernhardt aus Frankfurt zogen in das Halbfinale über 100 m Brust, Steffen Driesen (Wuppertal) und Marco di Carli (Sögel) in das Semifinale über 100 m Rücken ein. Jens Kruppa (Riesa) schwamm in 1:01,19 Minuten im Vorlauf über 100 m Brust deutschen Rekord, schied aber im Halbfinale ebenso aus wie sein Vereinskamerad Rene Kolonko. Heiko Hell (Hamburg) und Christian Hein (Würzburg) über 400 m Freistil sowie Stefan Herbst (Leutzsch) über 200 m Freistil, Teresa Rohmann (Erlangen) über 400 m Lagen und Janine Pietsch (Ingolstadt) über 100 m Rücken schieden in den Vorläufen aus.

Von Richard Janssen und Dietmar Fuchs/DPA

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