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+++Olympia-Splitter+++: Russin darf trotz Dopings teilnehmen

Eine russische Eishockeyspielerin darf trotz nachgewiesenen Dopings bei Olympia starten, das olympische Feuer ist in Vancouver angekommen, und im Eiskanal von Whistler gab es den ersten schweren Unfall. Die neuesten Nachrichten aus Vancouver.

Wegen eines Doping-Verstoßes kurz vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver ist die russische Eishockey-Spielerin Swetlana Terentewa verwarnt worden. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Donnerstag mitteilte, wurde bei einer Trainingskontrolle in ihrem Urin die Substanz Tuaminophetan analysiert. Da dieses Stimulanzmittel im Wettbewerb, aber nicht im Training verboten ist, kam die Russin mit einer Verwarnung davon und darf am olympischen Turnier teilnehmen.

+++Olympische Fackel in Vancouver angekommen+++

Nach 104-tägiger Tour kreuz und quer durch Kanada ist der olympische Fackellauf am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Vancouver angekommen. Bei einer kleinen Zeremonie im Rathaus wurde das Feuer offiziell begrüßt. An diesem Freitag sollen unter anderem Kaliforniens Governeur Arnold Schwarzenegger und der OK-Chef der London-Spiele 2012, Sebastian Coe, die Fackel tragen, ehe sie am Abend bei der Eröffnungsfeier im BC Place Stadium entzündet wird. Mehr als 12 000 Läufer haben die Fackel durch 1036 kanadische Kommunen getragen. Mit über 45 000 Kilometern war es der längste inländische Fackellauf der Olympia-Geschichte.

+++Doping-Coup nur PR-Bluff+++

Am Mittwoch hatte das International Olympische Komittee eine unerfreuliche Nachricht präsentiert: Man habe 30 Athleten nach Dopingdelikten den Start bei den Winterspielen in Vancouver verweigert. Die Ankündigung entpuppte sich allerdings als PR-Coup der WADA, die auf einer Pressekonferenz die Bilanz des letzten Jahres bestätigte. In der Statistik führte die WADA die schon bekannten Fälle auf. So wurden die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, oder die überführten elf Russen auf der Pressekonferenz erwähnt.

+++Bodmer vierter DSV-Starter auf der Normalschanze+++

Pascal Bodmer hat sich den vierten deutschen Startplatz für die olympische Skisprung-Entscheidung von der Normalschanze gesichert. Der 19-Jährige aus Meßstetten setzte sich am Donnerstag in der internen Ausscheidung gegen den Oberhofer Andreas Wank durch. Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Michael Neumayer, die im Abschlusstraining einen starken Eindruck hinterließen, waren von Bundestrainer Werner Schuster schon zuvor für den ersten Wettbewerb bei den XXI. Olympischen Winterspielen am Samstag nominiert worden. "Es war eine knappe aber faire Entscheidung", sagte Schuster.

+++Schwerer Sturz im Eiskanal+++

Der Trainingsauftakt der Rodel-Frauen bei Olympia ist von einem schweren Sturz überschattet worden. Die Rumänin Violeta Stramaturaru kam bei ihrem Trainingslauf am Donnerstag (Ortszeit) auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler zu Fall und wurde bewusstlos. Die 21-Jährige musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in eine Klinik gebracht werden. Die Frauen kämpfen am Montag und Dienstag um olympische Medaillen.

+++Martin Schmitt wieder in Form+++

Martin Schmitt scheint nach seiner Auszeit rechtzeitig zu den Olympischen Winterspielen wieder in Form zu kommen. Im ersten Trainings-Springen in Vancouver kam der 32-Jährige am Mittwoch mit 104 Metern auf den dritten Platz. Während auch Michael Neumayer, Pascal Bodmer und Andreas Wank ordentliche Leistungen zeigten, kam Michael Uhrmann noch nicht mit dem kleinen Bakken zurecht. Die Tagesbestweite erzielte Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann aus der Schweiz mit 106,5 Metern im dritten Versuch.

+++André Lange trägt die deutsche Fahne+++

Bei der Eröffnungsfeier der Spiele am Freitag im BC Place Stadium von Vancouver wird der dreimalige Bob-Olympiasieger André Lange die deutsche Mannschaft als Fahnenträger anführen. Der 36-Jährige aus Oberhof ist der fünfte Bobfahrer in der Geschichte der Winterspiele, der die deutsche Fahne tragen wird. Lange gilt zum Abschluss seiner Karriere als Top-Favorit im Zweier- wie im Viererbob. "Das wird ein sehr bewegender Moment für mich. Das ist eine sehr große Ehre", meinte der Thüringer.

+++Jenny Wolf bestätigt Topform+++

Auch Eisschnelllauf-Gold-Favoritin Jenny Wolf zeigt sich weiter in Topform. Bei Testrennen am Mittwoch im Richmond Olympic Oval blieb die 31-jährige Berlinerin in 37,91 Sekunden als einzige der Sprinterinnen über 500 Meter unter der 38-Sekunden-Marke. Damit verfehlte sie ihren eigenen Bahnrekord, aufgestellt im Vorjahr bei ihrem Titelgewinn bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften, nur um 0,19 Sekunden. "Ich wollte die 100 Meter voll angehen und dann einen technisch perfekten Lauf hinlegen. Das ist gut gelungen, das Kribbeln ist schon da", sagte die Weltmeisterin.

Anni Friesinger-Postma kam über 1000 Meter auf 1:16,86 Minuten bis auf 6/10 Sekunden an den Bahnrekord heran, haderte aber danach mit ihrer Startzeit von 18,43 Sekunden. "Aber wenn man wochenlang wegen des angeschlagenen Knies keine Starts trainieren konnte, darf man nicht zu viel erwarten", meinte die Inzellerin.

+++US-Star Lindsay Vonn kämpft mit Verletzung+++

US-Skistar Lindsey Vonn muss derweil wieder einmal auf die Zähne beißen. In der vergangen Woche war die 25-Jährige Skirennläuferin beim Training gestürzt und hatte sich eine Schienbeinverletzung zugezogen. Die Ärzte konnten allerdings eine kleine Entwarnung geben. Die Doppel-Weltmeisterin sei auf dem Weg der Besserung, sagte der amerikanische Teamarzt Bill Sterret

Dass Vonn mit Blessuren umgehen kann hat sie bewiesen. In diesem Winter stürzte sie bereits beim Riesenslalom im österreichischen Lienz, im nächsten Rennen war sie trotz einer schmerzhaften Handverletzung dabei. Diesmal aber scheint die Beeinträchtigung stärker zu sein. "Das ist definitiv die schmerzvollste Verletzung, die ich bisher hatte", sagte die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin. Schon kommen schlechte Erinnerungen hoch: 2006 in Turin hatte Vonn wegen andauernder Schmerzen von einem Trainingssturz die Olympischen Medaillenränge verpasst.

Vonns beste Freundin Maria Riesch könnte nun zur Topfavoritin in den alpinen Ski-Wettbewerben werden. Die deutsche Medaillenhoffnung fühlte allerdings mit ihrer härtesten Konkurrentin: "Ich weiß selbst wie bitter es ist, wenn man sich vor einem Großereignis verletzt", sagte die 25-Jährige, die 2006 wegen eines Kreuzbandrisses zuschauen musste.

DPA/SID/feh / DPA

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