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Olympia 2012: Fußball Torwarttraining mit dem Google-Doodle


Drei Finger und der Kasten bleibt sauber: Das heutige Doodle macht's möglich. Einen Tag vor dem olympischen Fußballfinale lässt Google Hobby-Torhüter am Bildschirm üben.

Auch wenn sich keine deutsche Mannschaft für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifiziert hat: Die Pfeil- und Enter-Tasten werden heute trotzdem auf Tausenden von Keyboards zwischen Kiel und Konstanz heiß laufen. Denn Google doodelt des Deutschen liebste Sportart – und serviert dabei den dramatischen Höhepunkt des Fußballspiels: das Elfmeterschießen. Heute Abend um 20.45 Uhr spielen Südkorea und Japan in London um Platz drei. Morgen um 16 Uhr trifft Brasilien im Finale auf Mexiko.

In London feierte der Fußball auch 1908 seine Olympia-Premiere. Die Regeln dazu haben sich mehrfach geändert. 1972 verzichtete Uli Hoeneß sogar auf einen Profivertrag, um bei Olympia mitspielen zu können. Die "Staatsamateure" aus der DDR kickten sich gleich vier Mal bis zur Medaille: 1976 gewannen sie Gold, 1964 und 1972 Bronze und 1980 Silber. Das BRD-Team um Jürgen Klinsmann und Thomas Häßler holte 1988 immerhin Bronze. Seit 1992 dürfen nur U23-Mannschaften teilnehmen, ergänzt durch maximal drei ältere Spieler. Seit 1996 spielen auch die Frauen olympisch - bisher gewannen sie drei Bronzemedaillen.

Ein abgeschlagener Kopf als Ball

Glaubt man chinesischen Geschichtsquellen, sollen ihre Landsmänner bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. so etwas wie Fußball gespielt haben. Auch die Ägypter, Griechen und Römer sollen schon gekickt haben. Eines der ersten Fußballspiele fand nach einer Sage um 250 n. Chr. im englischen Ort Derby statt – damit feierten die Einwohner ihren Sieg über eine römische Heerestruppe. Die Einwohner der benachbarten Orte versuchten dabei, den Ball in das gegnerische Stadttor, das erste Fußballtor, zu bringen. Und das mit aller Gewalt: Ab und an sollen sogar abgeschlagene Köpfe von Feinden als Ball verwendet worden sein. Weil es zu viele Tote und Verletzte gab, war Fußball im Mittelalter in Italien und England zeitweise verboten.

Die Heimat des modernen Fußballs ist eindeutig England: 1848 wurden in Cambridge die ersten Fußballregeln verfasst und gedruckt. Allerdings spielte man Fußball damals noch wie Rugby – mit Aufnahme, Tragen und Werfen des Balles. Erst als 1863 die englische Football Association – der erste Fußballverband – gegründet wurde, gab es ein eigenes Regelwerk. Sie bilden auch heute noch die Spielgrundlage. In Deutschland gab 1874 Professor Konrad Koch die ersten, aus dem Englischen übersetzten Regeln heraus. 1900 wurde schließlich der Deutsche Fußballbund gegründet.

Nicole Wehr

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