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Olympia kompakt Sensation in Tokio: Jonathan Hilber holt Silber über 50 Kilometer Gehen

Jonathan Hilbert
Jonathan Hilbert war nach seinem zweiten Platz überglücklich
© Daisuke Tomita/ / Picture Alliance
Bahnradfahrerin van Riessen mit Knochenbrüchen im Krankenhaus +++ 29 neue Corona-Fälle in der Olympia-Blase Fall +++ Timanowskaja: Zwei belarussische Trainer müssen Olympisches Dorf verlassen +++ Olympia-News im Überblick.

Alle Ergebnisse, Wettkämpfe und Statistiken der Olympischen Spiele in Tokio finden Sie im stern-Live-Center

18 Tage Olympische Spiele in Tokio, 18 Tage voller sportlicher Höchstleistungen, glücklicher und tragischer Momente, kurioser Ereignisse und abseitiger Begebenheiten. Olympia-News aller Art im Überblick: 

6. August: Sensation von Hilbert: Olympia-Silber über 50 Kilometer Gehen

50-Kilometer-Geher Jonathan Hilbert hat bei den Olympischen Spielen in Tokio mit Silber für eine Sensation gesorgt. Der 26-Jährige von der LG Ohra Energie zeigte am Freitag in Sapporo als Zweiter eine taktisch hervorragende Vorstellung. Im Ziel fehlten ihm nur 36 Sekunden auf Olympiasieger Dawid Tomala aus Polen (3:50:08 Stunden). Nach Platz vier 2016 in Rio de Janeiro gewann der Kanadier Evan Dunfee (+51 Sekunden) Bronze.

Die letzte deutsche Olympia-Medaille über die 50 Kilometer Gehen hatte 1992 in Barcelona Bundestrainer Ronald Weigel mit Bronze gewonnen. Carl Dohmann aus Baden-Baden kam als 33. ins Ziel (+17:10 Minuten), der Bühlertaler Nathaniel Seiler wurde 42. (+25:29). Es war eine Abschiedsvorstellung, denn das Internationale Olympische Komitee hat das 50 Kilometer Gehen aus dem Programm gestrichen. Bisher ist noch nicht entschieden, ob bei den Sommerspielen 2024 in Paris die verkürzte Version oder ein Team-Mixed-Wettbewerb mit je zwei Frauen und Männer für die 50 Kilometer aufgenommen werden.

6. August: Bahnradfahrerin van Riessen mit Knochenbrüchen im Krankenhaus

Die niederländische Bahnradfahrerin Laurine van Riessen hat bei dem Sturz am Donnerstag während des olympischen Keirin-Wettbewerbs einen Schlüsselbeinbruch, gebrochene Rippen und eine Lungenquetschung erlitten. Die 33-Jährige befindet sich in einem Krankenhaus in Tokio, wie ein niederländischer Sprecher mitteilte.

Van Riessen hatte im Viertelfinal-Lauf des sogenannten Kampfsprints das Hinterrad von Weltmeisterin Emma Hinze touchiert und war daraufhin mit der Britin Katy Marchant kollidiert. Sie musste mit einer Trage von der Bahn abtransportiert werden. Ihre Teamkollegin Shanne Braspennincx holte sich den Olympiasieg im Keirin.

6. August: 29 neue Corona-Fälle in der Olympia-Blase

Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat es vor dem Abschlusswochenende weitere Corona-Fälle gegeben. Wie das Organisationskomitee am Freitag in seiner täglichen Information mitteilte, sind 29 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Am Vortag war mit 31 Fällen ein Höchststand seit dem Beginn der Testserien am 1. Juli erreicht worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen erhöhte sich auf 382.

Unter den neu registrierten Fällen befindet sich ein ausländischer Medienvertreter. Alle anderen in der Olympia-Blase positiv getesteten Personen sind freiwillige Helfer, Angestellte von beauftragten Firmen, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie nicht näher bezeichnete Personen, die bei den Spielen eingesetzt sind. Von den 387 Fällen insgesamt - inklusive fünf Fälle in Trainingslagern vor den Tokio-Spielen - entfallen nur 136 auf Nicht-Japaner. Nach Angaben der Organisatoren waren bis zum 4. August 42 100 Akkreditierte aus dem Ausland zu den Olympischen Spielen nach Japan eingereist.

6. August: Fall Timanowskaja: Zwei belarussische Trainer müssen Olympisches Dorf verlassen

Als Konsequenz aus dem Fall Timanowskaja hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) zwei belarussischen Trainern die Akkreditierung entzogen. Die Entscheidung sei "im Interesse des Wohlergehens der belarussischen Athleten, die sich noch in Tokio befinden" gefallen, erklärte das IOC am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die belarussische Olympionikin Kristina Timanowskaja sollte nach eigenen Angaben gegen ihren Willen zurück nach Minsk gebracht werden, weil sie in Japan Kritik an Sportfunktionären ihres Landes geübt hatte.

Leichtathletik-Trainer Juri Maisewitsch und Funktionär Artur Schimak mussten das Olympische Dorf verlassen. Ihnen werde weiterhin die Möglichkeit zur Anhörung geboten, teilte das IOC weiter mit. Die 24-jährige Sprinterin stand während der Olympischen Spiele in Tokio nach eigenen Angaben massiv unter dem Druck der belarussischen Führung in Minsk. Nachdem sie sich kritisch über die Funktionäre geäußert hatte, fürchtete sie, entführt zu werden. Sie bat die japanische Polizei und das IOC um Hilfe und konnte mittlerweile mit einem "humanitären Visum" von Tokio über Wien nach Polen ausreisen.

6. August: Beachvolleyball-Gold für Ludwig/Kozuch-Bezwinger Ross/Klineman

Die Amerikanerinnen April Ross und Alix Klineman haben bei den Olympischen Spielen Gold im Beachvolleyball gewonnen. Das Team, gegen das Olympiasiegerin Laura Ludwig und Margareta Kozuch im Viertelfinale ausgeschieden waren, bezwang Mariafe Artacho del Solar und Taliqua Clancy aus Australien am Freitag deutlich 2:0 (21:15, 21:16). Die 39 Jahre alte Ross holte damit nach Silber in London und Bronze in Rio ihre dritte Olympiamedaille. Für Klineman war Tokio die Olympia-Premiere. Bronze sicherten sich zuvor die Europameisterinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré mit einem 2:0 (21:19, 21:15) gegen die Lettinen Tina Graudina und Anastasija Kravcenoka.

5. August: Golferin Maha Haddioui gelingt Schlag für die olympischen Geschichtsbücher

Mit einem Schlag direkt ins Ziel – das ist beim Golfen immer etwas Besonderes. In Tokio ist das in der zweite Runde des Turniers Maha Haddioui gelungen. Über 161 Meter schlug die Marokkanerin auf dem siebten Fairway den kleinen weißen Golfball direkt ins Zielloch – und blieb damit an dem Par-3-Loch zwei Schläge unter der Vorgabe. Ein sporthistorischer Schlag, denn es war das erste "Hole-in one" einer Frau in der Olympischen Geschichte. Entsprechend groß war die Freude. Die 33-Jährige klatschte mit ihrem gesamten Team ab. Leider glich sie das im negativen Sinne wieder aus, als sie sich zwei Bahnen später einen Doppel-Bogey leistete, also zwei Schläge mehr als die Vorgabe.

5. August: Florian Wellbrock holt erstes Schwimm-Gold seit 13 Jahren

Florian Wellbrock hat sich zum Olympiasieger gekrönt. Mit einer Demonstration der Stärke schwamm der 23-Jährige in der Nacht zum Donnerstag zur ersten Goldmedaille für den Deutschen Schwimm-Verband seit 13 Jahren. Im Freiwasserrennen über zehn Kilometer bestimmte der Doppel-Weltmeister mit dem Selbstverständnis eines Champions vom Start an das Geschehen und schlug nach etwas weniger als 1:50 Stunden vor dem Ungarn Kristof Rasovszky und dem Italiener Gregorio Paltrinieri an. Wellbrocks Teamkollege Rob Muffels, immerhin WM-Dritter, kam abgeschlagen ins Ziel.

Für die deutschen Schwimmer war es nach Bronze für Wellbrock und dessen Verlobte Sarah Köhler im Becken über 1500 Meter Freistil die dritte Medaille von Tokio. Thomas Lurz hatte 2012 in London mit Silber die bis dato letzte olympische Freiwasser-Medaille für Deutschland geholt. Er attestierte Wellbrock als Eurosport-Experte ein "gigantisches Rennen". Der DSV war in Tokio mit drei Schwimmer- und zwei Springer-Medaillen klar erfolgreicher als bei den Spielen in Rio 2016 und London 2012, als es jeweils nur eine Medaille für das gesamte Team gab.

5. August: Kajak-Zweier mit Max Hoff und Jacob Schopf gewinnt Olympia-Silber

Die Kanuten Max Hoff und Jacob Schopf haben im Kajak-Zweier in Tokio Olympia-Silber gewonnen. Das Weltmeister-Duo aus Essen und Potsdam musste am Donnerstag über die 1000 Meter nur den Australiern Jean van der Westhuyzen und Thomas Green den Vortritt lassen. 0,304 Sekunden fehlten dem deutschen Team auf dem Sea Forest Waterway zum Olympiasieg. Dritte wurden die Tschechen Josef Dostal und Radek Slouf.

5. August: Russland statt Ukraine: Olympia-Macher entschuldigen sich für Panne

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben sich für eine Verwechslung bei einer Siegerehrung entschuldigt. Während der Feier für die Medaillengewinner des Synchronschwimm-Duetts waren die drittplatzierten Ukrainerinnen Marta Fiedina/Anastasia Sawschuk am Mittwoch als Athletinnen des Russischen Olympischen Komitees angekündigt worden. Dies sei ein Fehler gewesen, sagte OK-Sprecher Masa Tanaka bei einer Pressekonferenz am Donnerstag und entschuldigte sich dafür.

5. August: Zango holt erste Olympia-Medaille für Burkina

Dreispringer Hugues Fabrice Zango hat Burkina Faso die erste olympische Medaille beschert. Der 28-Jährige holte am Donnerstag in Tokio mit einer Weite von 17,47 Metern Bronze für das westafrikanische Land. Zum Olympiasieger in Abwesenheit des verletzten US-Amerikaners Christian Taylor, 2012 und 2016 jeweils Gewinner von Gold, krönte sich der Portugiese Pedro Pichardo (17,98) vor Zhu Yaming aus China (17,57). "Jeder in Burkina Faso träumt von dieser olympischen Medaille", hatte der WM-Dritte Zango zuvor schon gesagt. "Das ist eine der einzigen Chancen, die wir in den nächsten 20 Jahren haben, um eine Medaille zu gewinnen, also muss ich es jetzt tun. Ich habe keine andere Wahl, für mich ist es eine Mission." Und diese ist nun beendet.

4. August: Timanowskaja ist in Wien gelandet – bald Weiterreise nach Warschau

Die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja ist nach dem Olympia-Skandal um einen mutmaßlichen Entführungsversuch in ihr Heimatland unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen aus Japan abgereist. Auf dem Flug von Tokio nach Warschau wurde sie bei einem mehrstündigen Zwischenstopp in Wien von Sicherheitskräften beschützt und von Beamten des österreichischen Außenministeriums begleitet. Betreut wurde die 24-jährige Athletin im weit abgelegenen VIP-Terminal des Flughafens. Vor dem einzigen Zugang hatte ein schwerbewaffneter Polizist Stellung bezogen. "Sicherheit ist ein großes Thema", so ein Sprecher des Außenamts.  Zuvor hatte die Sportlerin in letzter Minute ihren ursprünglichen Direktflug nach Warschau abgesagt. Das geschah nach Angaben eines Wiener Spitzenbeamten auch aus Sicherheitsgründen. "Die Flugroute wurde geändert", sagte Staatssekretär Magnus Brunner. Belarus hatte schon einmal ein Flugzeug über seinem Territorium zur Landung gezwungen, um einen Oppositionellen festzunehmen. 

4. August: Aus für Zehnkampf-Weltmeister Kaul nach 400-Meter-Lauf

Für Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul ist die Olympia-Premiere vorzeitig beendet. Der 23-jährige Mainzer konnte wegen einer Fußverletzung den 400-Meter-Lauf nicht beenden und musste in einem Rollstuhl aus dem Innenraum des Olympiastadions von Tokio gefahren werden. Die schmerzhafte Blessur hatte er sich beim Hochsprung zugezogen. Die Bemühungen der Mediziner des deutschen Teams, ihn für die fünfte Disziplin fit zu machen, waren letztlich vergeblich. Kaul galt als Anwärter auf eine Medaille.

4. August: Belarussisches Sportlerpaar in Deutschland – keine Rückkehr in die Heimat

Olympia kompakt: Sensation in Tokio: Jonathan Hilber holt Silber über 50 Kilometer Gehen
© Screenshot Jana Maksimowa auf Instagram

Nach der Sprinterin Kristina Timanowskaja kehren auch die belarussische Olympionikin Jana Maksimowa, die im Mehrkampf angetreten ist, und ihr Ehemann, der Leichtathlet Andrei Krawchenko, ihrem Heimatland den Rücken. Das gab Maksimowa auf ihrem Instagram-Account bekannt: "Zu unserem großen Bedauern kann man dort aktuell nicht nur die Freiheit verlieren, sondern auch das Leben", charakterisierte sie den Zustand in ihrer Heimat. "Nach all den Ereignissen habe ich nicht vor, nach Belarus zurückzukehren. Ich habe eine kleine Tochter, ich kann kein Risiko eingehen“, schrieb sie. "Ich gehöre zu den Menschen, die nicht schweigen können."

Aktuell befinden sich die beiden Athleten in Deutschland, wo sie bleiben wollen. "Hier hat man die Möglichkeit, frei zu atmen und einer von denjenigen zu sein, die für die Freiheit des eigenen Volkes, Freunde und Angehöriger kämpfen. Wir werden auf jeden Fall gewinnen."

4. August: Griechisches Synchronschwimm-Team in Quarantäne – 29 neue Infektionen

Das gesamte griechische Synchronschwimm-Team hat sich nach mehreren positiven Corona-Tests in ein Quarantäne-Hotel begeben. Wie die Olympia-Organisatoren am Mittwoch mitteilten, wurden vier Schwimmerinnen und ein Betreuer bei den Olympischen Spielen in Tokio positiv getestet. Von den sieben weiteren Team-Mitgliedern seien einige als Kontaktpersonen eingestuft worden. Alle zwölf seien daher in Absprache mit dem Nationalen Olympischen Komitee Griechenlands bereits aus dem Athleten-Dorf ausgezogen, bestätigte OK-Sprecher Masa Takaya. Das Team kann daher nicht weiter am Synchronschwimmen teilnehmen.

Laut Auskunft der Olympia-Organisatoren gab es binnen eines Tages insgesamt 29 neue Coronavirus-Fälle im Zusammenhang mit den Sommerspielen. Insgesamt beträgt die Zahl der Corona-Infektionen im Umfeld der Spiele nun 327, darunter sind 29 Athletinnen oder Athleten. Namen werden von den Organisatoren grundsätzlich nicht genannt.

4. August: Ringer Stäbler und Kudla erreichen olympische Bronze-Kämpfe

Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler kämpft zum Abschluss seiner Karriere doch noch um eine olympische Medaille. Der Musberger erreichte bei den Spielen in Tokio am Mittwoch über die Hoffnungsrunde noch eines der kleinen Finals der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm. In dem trifft er am Abend (ab 12.30 Uhr/MESZ) auf den Georgier Ramas Soidse. Es wird Stäblers Abschiedsvorstellung.Der 32-Jährige war am Dienstag im Viertelfinale knapp an Mohammad Reza Geraei gescheitert.  

4. August: Freiwasserschwimmerin Beck Fünfte über zehn Kilometer

Leonie Beck hat sich für einen beherzten Kampf in einem extremen Freiwasserrennen nicht mit einer Medaille belohnen können. Die 24 Jahre alte Würzburgerin schlug über zehn Kilometer in der Nacht zum Mittwoch nach 1:59:35,1 Stunden als Fünfte an. Gold ging an Ana Marcela Cunha aus Brasilien vor Rio-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal aus den Niederlanden und der Australierin Kareena Lee. Cunha war 4,3 Sekunden schneller als Beck. Die Magdeburgerin Finnia Wunram belegte als zweite deutsche Starterin den zehnten Platz.

3. August: Hockey-Herren scheitern im Olympia-Halbfinale an Australien

Die deutschen Hockey-Herren sind im Halbfinale der Olympischen Spiele von Tokio gescheitert und spielen um Bronze. Das Team von Bundestrainer Kais al Saadi unterlag am Dienstag dem Weltranglisten-Ersten Australien 1:3 (1:2). Im Spiel um Platz drei trifft die DHB-Auswahl nun am Donnerstag auf die aufstrebenden Inder, die zuvor im Halbfinale 2:5 gegen Weltmeister Belgien verloren hatten. Mit einem Sieg könnte das deutsche Team noch seine olympische Medaillen-Serie nach Bronze (2016), Gold (2012), Gold (2008) und Bronze (2004) fortsetzen. Die deutschen Damen waren in Tokio bereits im Viertelfinale ausgeschieden.

3. August: Aus der Traum – Handballer bleiben ohne Olympia-Medaille

Heimflug statt Halbfinale: Deutschlands Handballer sind im Olympia-Viertelfinale gescheitert und kehren nach einem enttäuschenden Auftritt ohne die erhoffte Medaille von den Sommerspielen in Tokio zurück. Die DHB-Auswahl unterlag gegen Ägypten mit 26:31 (12:16) und schied aus. "Die Enttäuschung ist riesig. Das wir noch lange nachwirken", sagte Uwe Gensheimer. Philipp Weber sprach von ohne Umschweife von einem "beschissenen Gefühl". Bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason, den der Verband im Februar 2020 für die Medaillen-Mission verpflichtet hatte, war Julius Kühn mit sechs Toren. Doch die reichten nicht. "Wir hatten es heute nicht verdient, weiterzukommen", resümierte der Coach.

3. August: Biles gewinnt bei Rückkehr Bronze am Schwebebalken

Superstar Simone Biles aus den USA hat bei ihrer Rückkehr auf die Turn-Bühne bei den Olympischen Spielen die zweite Medaille gewonnen. Die 24-Jährige kam am Dienstag bei ihrem Comeback in Tokio nach psychischen Problemen auf 14,000 Punkte im Finale am Schwebebalken und holte wie bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro Bronze. In Tokio hatte die Rekord-Weltmeisterin nach ihrem Ausstieg beim Team-Finale mentale Probleme öffentlich gemacht und deswegen auf die Starts im Mehrkampf, am Stufenbarren, im Sprung und am Boden verzichtet. Mit der Mannschaft hatte sie Silber gewonnen. Olympiasiegerin am Schwebebalken wurde Chenchen Guan aus China mit 14,633 Punkten. Die Silbermedaille gewann ihre Landsfrau Xijing Tang mit 14,233 Zählern. Deutsche Turnerinnen hatten sich für das Finale der besten Acht nicht qualifiziert.

3. August: Turner Lukas Dauser gewinnt Silber am Barren

Lukas Dauser hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die einzige deutsche Turn-Medaille gewonnen. Der Unterhachinger zeigte im Ariake Gymnastics Center an seinem Spezialgerät Barren eine fehlerfreie Übung und holte mit 15,700 Punkten Silber. Zuletzt hatte der Unterhachinger Marcel Nguyen in London 2012 ebenfalls Silber am Barren gewonnen. Vor fünf Jahren hatten bei den Spielen in Rio de Janeiro Fabian Hambüchen (Wetzlar) am Reck Gold und Sophie Scheder (Chemnitz) am Stufenbarren Bronze geholt. Olympiasieger wurde mit 16,233 Punkten der Chinese Jingyuan Zou. Die Bronzemedaille gewann Ferhat Arican aus der Türkei mit 15,633 Punkten. Olympiasieger vor fünf Jahren in Rio de Janeiro war der kürzlich wegen Dopings gesperrte Ukrainer Oleg Wernjajew.

3. August: Katamaran-Segler Kohlhoff/Stuhlemmer holen Bronze

Die Katamaran-Segler Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer haben Olympia-Bronze gewonnen. Die Kieler Mixed-Crew verteidigte im Medal Race der Nacra 17-Klasse vor Enoshima ihren dritten Platz in der Gesamtwertung. Dazu reichte dem 26-jährigen Kohlhoff und der fünf Jahre jüngeren Stuhlemmer ein achter Rang in der Abschluss-Wettfahrt. Olympiasieger wurden Ruggero Tita/Caterina Banti aus Italien vor John Gimson/Anna Burnet aus Großbritannien. Zuvor hatten Tina Lutz und Susann Beucke Silber in der 49 FX-Klasse und Erik Heil und Thomas Plößel im 49er Bronze gewonnen. Zuletzt hatte es 2000 in Sydney dreimal Edelmetall für deutsche Segler gegeben. Damals hatten sie zweimal Silber und einmal Bronze geholt.

2. August: Kristin Pudenz holt im Regen-Finale Silber im Diskuswerfen

Diskuswerferin Kristin Pudenz aus Potsdam hat überraschend Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen. Die 28-Jährige landete mit der persönlichen Bestleistung von 66,86 Metern im fünften Versuch auf dem zweiten Platz. Nach ihrem Silber-Coup vergoss Pudenz, die in diesem Jahr immer wieder Probleme mit der Achillessehne hatte, Tränen des Glücks. Es war die erste Medaille für die deutschen Leichtathleten in Tokio. Pudenz bescherte den deutschen Diskuswerferinnen zudem die erste Medaille seit dem Gold-Wurf von Ilke Wyludda 1996 in Atlanta. Olympiasiegerin im von einer rund einstündigen Regenunterbrechung beeinträchtigten Wettbewerb wurde die US-Amerikanerin Valarie Allman (68,98). Auf Rang drei kam Yaime Perez aus Kuba (65,72). Die Leverkusenerin Marike Steinacker wurde mit 62,02 Metern Achte. Claudine Vita aus Neubrandenburg verpasste den Endkampf der besten acht Diskuswerferinnen als Neunte (61,80 Meter).

2. August: Bahnrad-Zweier der Frauen holt nächste Silbermedaille für deutsches Team  

Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze haben bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben Silber gewonnen. Die Weltmeisterinnen mussten sich im Finale den Chinesinnen Bao Shanju und Zhong Tianshi geschlagen geben. Die neuen Olympiasiegerinnen hatten im Velodrome von Izu zuvor in 31,804 Sekunden einen Weltrekord aufgestellt. Bronze ging an die Russinnen Daria Schmelewa und Anastasija Wojnowa. Friedrich/Hinze verbesserten gleich dreimal den deutschen Rekord, am Ende auf 31,905 Sekunden. Die alte Bestzeit hielten Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel und Miriam Welte.

2. August: Bahn-Vierer der Frauen fährt neuen Weltrekord

Der Vierer der Frauen hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben sensationell einen Weltrekord aufgestellt. Franziska Brauße (Eningen), Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Erfurt) und Mieke Kröger (Bielefeld) fuhren in Izu in der Qualifikation in 4:07,307 Minuten und verbesserten damit die alte Fabelzeit der britischen Frauen um fast drei Sekunden. Damit hat das deutsche Team gute Chancen, das Finale der zwei besten Mannschaften zu erreichen. In der nächsten Runde reicht dafür ein Sieg gegen die Italienerinnen, die in der Qualifikation fast vier Sekunden langsamer waren. Am ehesten kam noch die britische Mannschaft (4:09,022) an die deutsche Zeit heran. Als die Weltrekordzeit im Izu Velodrome gestoppt wurde, ballte Brennauer unter dem großen Jubel der rund 1000 Zuschauer die Faust. Im Gegensatz zu den Wettbewerben in Tokio sind in Izu Zuschauer erlaubt. "Ich muss gleich weinen", sagte ZDF-Expertin Kristina Vogel. Die nächste Runde wird am Dienstag (8.30 Uhr MESZ) ausgetragen.

1. August: Bolts Nachfolger über 100 Meter: Jacobs sprintet zu Olympia-Gold

Der Italiener Lamont Marcell Jacobs hat bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold über 100 Meter gewonnen. Jacobs setzte sich in 9,80 Sekunden vor dem US-Amerikaner Fred Kerley und Andre de Grasse aus Kanada durch und wurde Nachfolger des Jamaikaners Usain Bolt, der zuvor dreimal nacheinander jeweils Gold über die 100 und 200 Meter gewonnen hatte.

Italiens Lamont Marcell Jacobs (r.), der Südafrikaner Akani Simbine (M.) und Fred Kerley im Kampf um die Olympiaedaillen
Italiens Lamont Marcell Jacobs (r.), der Südafrikaner Akani Simbine (M.) und Fred Kerley im Kampf um die Olympiaedaillen
© Anne-Christine Poujoulat / AFP

1. August: Tennisspieler Alexander Zverev gewinnt Olympia-Gold in Tokio

Alexander Zverev hat sich zum ersten deutschen Olympiasieger im Herren-Einzel gekürt. Der Tennisprofi aus Hamburg gewann in Tokio das Finale gegen den Russen Karen Chatschanow 6:3, 6:1 und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Für den Weltranglisten-25. war Zverev an diesem finalen Tag des olympischen Tennis-Turniers zu stark. Zum 2:1 und zum 6:3 nahm Zverev dem Überraschungsfinalisten im ersten Durchgang den Aufschlag ab und entschied nach 43 Minuten Satz eins für sich. 

31. Juli: Deutsches Judo-Team holt Mixed-Bronze

Die deutschen Judokas haben bei der Olympia-Premiere des Mixed-Teamwettbewerbs in Tokio Bronze gewonnen. In einem der beiden kleinen Finals besiegten sie die Niederlande mit 4:2. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) beendet die Spiele in Japan damit mit drei Medaillen - zwei mehr als 2016 in Rio de Janeiro. Im Einzel zuvor hatten der Rüsselsheimer Eduard Trippel in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm Silber und die Ravensburger Weltmeisterin Anna-Maria Wagner (Klasse bis 78 Kilogramm) ebenfalls Bronze gewonnen. 

31. Juli: Biles verzichtet auch auf Olympia-Finals am Sprung und Stufenbarren

Turn-Superstar Simone Biles verzichtet nach dem Rückzug für das Mehrkampf-Finale bei den Olympischen Spielen auch auf die Entscheidungen am Sprung und am Stufenbarren. Dies habe die 24 Jahre alte US-Turnerin nach Beratungen mit dem Medizinerteam entschieden, teilte der US-Turnverband mit. Es solle nun weiter täglich bewertet werden, ob Biles in den Finals am Boden und Schwebebalken an den Start gehen werde. Biles hatte zuvor am Mittwoch wegen mentaler Probleme ihren Start im Einzel-Mehrkampf in Tokio abgesagt.

31. Juli: Großbritannien gewinnt Mixed-Triathlon - Deutschland Sechster

Großbritannien hat die olympische Premiere der Mixed-Staffel im Triathlon gewonnen. Das Quartett setzte sich im Odaiba Marine Park von Tokio mit 14 Sekunden Vorsprung vor den USA durch. Bronze gewann das Team aus Frankreich. Die mit Laura Lindemann (Potsdam), Anabel Knoll (Nürnberg), Jonas Schomburg (Hannover) und Justus Nieschlag (Lehrte) an den Start gegangene deutsche Mannschaft belegte unter den Augen von IOC-Chef Thomas Bach Platz sechs mit 36 Sekunden Rückstand auf Bronze.

30. Juli: Zverev nach Sensationssieg über Djokovic im Finale

Alexander Zverev ist sensationell ins Finale von Tokio eingezogen und hat Olympia-Silber sicher. Deutschlands bester Tennisspieler gewann das Halbfinale den serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic in 2:03 Stunden mit 1:6, 6:3, 6:1. Damit tritt der 24-jährige Hamburger am Sonntag als Favorit im Endspiel gegen den russischen Überraschungsfinalisten Karen Chatschanow an und kann sich zum ersten deutschen Olympiasieger im Herren-Einzel küren. Die zuvor letzte olympische Einzel-Medaille holte Tommy Haas mit Silber vor 21 Jahren. Bei den Damen wurde Angelique Kerber vor fünf Jahren ebenfalls Olympia-Zweite.

Nach schwachem Beginn kam Zverev immer besser ins Spiel. Nach dem in 37 Minuten klar verlorenen ersten Satz wurde der Hamburger immer stärker, verwandelte in dem dann 45 Minuten dauernden zweiten Durchgang seinen zweiten Satzball. Im entscheidenden Satz gelang Zverev gleich im ersten Spiel ein Break gegen den diesjährigen Australian-Open-Champion, French-Open- und Wimbledon-Sieger - von da an war er überlegen und verwandelte seinen zweiten Matchball. Für Djokovic platzte damit der Traum vom Golden Slam, dem Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere und Olympia-Gold innerhalb eines Jahres.

28. Juli: Turn-Superstar Biles sagt auch Mehrkampfstart ab

Turnstar Simone Biles wird im Einzel-Mehrkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht antreten. Einen Tag nach ihrem Rückzug beim Mannschaftsfinale hat die 24-jährige US-Amerikanerin ihren Startverzicht für den nächsten Wettbewerb verkündet. Wie der US-Turnverband mitteilte, sei die Entscheidung nach einer medizinischen Bewertung gefallen, um den Fokus auf ihre mentale Gesundheit zu richten. "Simone wird weiterhin täglich bewertet, um herauszufinden, ob sie in den Einzel-Finals in der kommenden Woche teilnehmen kann", schrieb der Verband.

Die viermalige Olympiasiegerin von Rio war am Dienstagabend aus dem Mannschaftsfinale nach nur einem Gerät, dem Sprung, ausgestiegen. Anschließend erklärte sie, dass mentale Probleme der Grund dafür waren. "Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen", sagte sie und sprach vom "Kampf gegen Dämonen" vor dem Wettkampf.

Ohne sie hatten die anderen drei Teammitglieder Sunisa Lee, Jordan Chiles und Grace McCallum die Silbermedaille hinter den russischen Turnerinnen gesichert.

27. Juli: Schweizer Dreifach-Triumph auf dem Mountainbike

Schweizer Mountainbikerinnen jubeln
Geteilte Freude ist dreifache Freude: Die Schweizerinnen Jolanda Neff als neue Olympiasiegerin, Sina Frei (li.) und Linda Indergand freuen sich über Gold-Silber-Bronze auf dem Moutainbike.
© Tim de Waele / Getty Images

Jolanda Neff ist die erste Schweizer Olympiasiegerin im Mountainbike. Die 28-Jährige gewann das Rennen beim Schweizer Dreifach-Erfolg vor Sina Frei und Linda Indergand. Auf dem 20,55 Kilometer langen Kurs im zwei Stunden westlich von Tokio gelegenen Izu setzte sich Ex-Weltmeisterin Neff schon früh vom Hauptfeld ab. Frei, Indergand und die französische Top-Favoritin Loana Lecomte bildeten schließlich die Verfolgungsgruppe. Als Lecomte die Kette heruntersprang und sie den Anschluss verlor, war der Weg zum Erfolg frei.

Die deutschen Starterinnen Ronja Eibl und Elisabeth Brandau (Schönaich) blieben hinter den Erwartungen zurück. Eibl belegte Platz 19, Brandau wurde sogar überrundet und schied auf Rang 32 aus.

27. Juli: Japans Tennis-Superstar Naomi Osaka überraschend ausgeschieden

Tennis-Star Naomi Osaka muss ihre Gold-Hoffnungen überraschend früh beenden. Die Weltranglisten-Zweite schied nach einem Fehlstart im Achtelfinale gegen die Tschechin Marketa Vondrousova mit einer 1:6, 4:6-Niederlage aus. Bei ihrem dritten Auftritt begann Osaka schwach mit zahlreichen unerzwungenen Fehlern und fand auch im zweiten Satz gegen die French-Open-Finalistin von 2019 nicht zu ihrem gewohnten Niveau.

Osaka war nach einer knapp zweimonatigen Turnierpause erst in Tokio auf die Tennis-Bühne zurückgekehrt und bei den Sommerspielen in ihrer Heimat als Topfavoritin an den Start gegangen. Bei der Eröffnungsfeier hatte die 23-Jährige die olympische Flamme entzündet und damit für den Höhepunkt gesorgt. Zuvor hatte sie sich bei den French Open in Paris Ende Mai nach der ersten Runde zurückgezogen und längere Depressionsphasen öffentlich gemacht.

Mit ihrem Ausscheiden gehen die Überraschungen in der Damen-Konkurrenz des olympischen Turniers weiter. Auch die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty und die an drei gesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus sind schon nicht mehr im Wettbewerb.

Naomi Osaka verzieht das Gesicht
Naomi Osaka verzieht ihr Gesicht: Japans Tennis-Superstar muss überraschend früh ihre Goldhoffnungen begraben.
© Seth Wenig / AP / DPA

27. Juli: Chefin des Flüchtlingsteams darf weiter nicht zu Olympia

Nach einer Corona-Infektion muss die Chefin des IOC-Flüchtlingsteams Tegla Loroupe weiter in Doha auf ihre Reise zu den Olympischen Spielen warten, sagte IOC-Spitzenfunktionär James Macleod. Loroupe hatte sich im Trainingslager der Mannschaft in Katar mit dem Virus infiziert und konnte daher nicht nach Japan reisen. "Es ist wirklich schade, dass sie nicht hier bei uns ist", sagte Macleod. Der 48-Jährigen gehe es aber gut. Wegen des Corona-Falls hatte auch der Großteil der Sportlerinnen und Sportler des Flüchtlingsteams erst mit Verspätung nach Tokio fliegen dürfen. Für das zweite Flüchtlingsteam in der Olympia-Geschichte waren auch sieben jetzt in Deutschland lebende Sportler vom IOC nominiert worden. Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es in die Mannschaft.

Tegla Loroupe
Tegla Loroupe, hier bei einer Preisverleihung mit Monacos Fürst Albert
© Claude Paris/AP / DPA

26. Juli: Ersatzboot für deutschen K4 eingetroffen

Das deutsche Ersatzboot für den ramponierten Viererkajak ist in der Olympia-Stadt Tokio pünktlich eingetroffen. Das bestätigte Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) per Facebook. Das für die Rennen auf dem Sea Forest Waterway vorgesehene Paradeboot war beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt worden. Die Gabelzinken hatten den K4 so unglücklich getroffen und demoliert, dass ein Totalschaden entstand. Daraufhin schickte die Crew Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke ein weiteres Boot vom Trainingslager in Duisburg auf die Reise nach Japan. Der deutsche K4 gilt über die 500-Meter-Distanz als Topfavorit. In Rio hatten Rendschmidt und Liebscher mit Max Hoff und Marcus Groß 2016 Gold über die damals noch doppelt so lange Strecke geholt.

26. Juli: Tina Punzel – wenn's am schönsten ist, soll man gehen?

Die Wasserspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel werden möglicherweise nicht mehr gemeinsam weitermachen. "Ich werde nach Olympia herausfinden, ob es noch ein Ziel für mich gibt, was ich noch erreichen möchte, oder ob man mit einer Olympia-Medaille die Karriere beendet", sagte die 25-jährige Dresdnerin Punzel. Einen Tag zuvor hatte das Duo im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett Bronze und damit die erste Medaille für Deutschland gewonnen. Punzel hat in Tokio noch weitere Chancen, auf denen erstmal ihr Fokus liegt. Ihre fünf Jahre jüngere Partnerin will ihre Karriere auf jeden Fall fortsetzen. "Ich liebäugele noch mit den nächsten Spielen. Mein Ziel sind noch zwei Olympiaden zu machen", sagte Hentschel.

26. Juli: Zweiter Judoka verzichtet auf Kampf gegen einen Israeli

Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat erneut ein Judoka auf seinen Kampf gegen einen israelischen Kontrahenten verzichtet. Der Sudanese Mohamed Abdalrasool trat offiziellen Angaben zufolge nicht zu seinem Zweitrunden-Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm an. Ein Grund für den Rückzug des 28-Jährigen wurde zunächst nicht genannt. Abdalrasool hätte in der ersten Runde gegen den Algerier Fethi Nourine kämpfen sollen. Dieser verzichtete jedoch auf eine Teilnahme an den Spielen, um einem möglichen Zweitrunden-Duell mit Butbul aus dem Weg zu gehen. Der Judo-Weltverband suspendierte den Sportler daraufhin vorläufig und nahm weitere Ermittlungen auf. Der 30-Jährige und sein Trainer hatten ihren Verzicht in algerischen Medien damit begründet, nicht gegen einen Israeli kämpfen zu wollen.

26. Juli: Australischer Schwimm-Coach rastet nach 400-Meter-Freistil-Gold von Ariarne Titmus völlig aus

Viel ausgelassener kann man seine Freude nicht zeigen: Nach dem Olympiasieg der Australierin Ariarne Titmus im Schwimm-Rennen über 400 Meter Freistil flippte deren Trainer Dean Boxall völlig aus. Der Coach stürmte brüllend über den Tribünengang im Tokyo Aquatics Centre und rüttelte an der Absperrung. Videos der Aktion machte schon wenige Minuten nach dem Rennen im Internet die Runde. Auch in der Halle in der japanischen Hauptstadt wurde die Szene auf den großen Videowänden immer wieder gezeigt.

Titmus und US-Superstar Katie Ledecky hatten sich ein spektakuläres Duell um Gold geliefert. Ledecky lag zwischenzeitlich schon vermeintlich souverän in Führung, doch Titmus holte furios auf und siegte. Für die 20-Jährige war es die erste Olympiamedaille der Karriere. Die Magdeburgerin Isabell Gose belegte in dem Finale einen achtbaren sechsten Platz.

25. Juli: Niederländerin jubelt über einen Sieg, der nicht ihrer ist

Als die Niederländerin Annemiek van Vleuten die Ziellinie überfuhr, reckte sie die Arme in die Höhe. Sie wähnte sich als Siegerin des olympischen Straßen-Radrennens. Was sie nicht wusste: eine andere war schon lange im Ziel. Die Österreicherin Anna Kiesenhofer hatte sich zuvor mit einem Ausreißerteam abgesetzt und ließ sich als einzige nicht mehr einholen. "Ich wusste nicht, dass noch eine andere Fahrerin vorn ist. Wir haben die anderen Frauen eingeholt und dachten, dass wir um den Sieg mitfahren, aber am Ende war es nicht so", zitiert der "Spiegel" die Niederländerin Anna van der Breggen. Normalerweise werden die Fahrerinnen ständig per Funk von ihren Teamchefs über den Verlauf des Rennens informiert. Bei den olympischen Rennen ist das allerdings nicht erlaubt. Zudem hat es wohl auf den letzten Kilometern auch keinen direkten Informationsaustausch aus den Teamautos oder mithilfe von Begleitmotorrädern gegeben. Die Niederländerinnen galten vor dem Rennen als klare Favoritinnen auf den Sieg.

25. Juli: Sensation durch Kiesenhofer im olympischen Straßenradrennen

Die Österreicherin Anna Kiesenhofer hat im Straßenradrennen der Frauen bei den Olympischen Spielen für eine Sensation gesorgt. Die 30-Jährige gewann am Sonntag überraschend die Goldmedaille und düpierte damit das hochfavorisierte Ausnahme-Team der Niederlande. Kiesenhofer siegte in dem anspruchsvollen Rennen nach 137 Kilometern mit 2700 Höhenmetern im Alleingang vor der Niederländerin Annemiek van Vleuten und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Beste Deutsche war Ex-Zeitfahr-Weltmeisterin Lisa Brennauer auf Platz sechs.

25. Juli: Nur eine deutsche Tennis-Dame in Runde zwei: Aus für Siegemund

Nach einem Marathon-Match ist Tennisspielerin Laura Siegemund bei den Olympischen Spielen in Tokio in der ersten Runde ausgeschieden. Die deutsche Nummer zwei musste sich am Sonntag bei anstrengender Hitze der an Position vier gesetzten Ukrainerin Jelina Switolina 3:6, 7:5, 4:6 geschlagen geben. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad durften die Spielerinnen zwischen dem zweiten und dritten Satz eine Auszeit von rund zehn Minuten nehmen.

25. Juli: Japans Wetterbehörde warnt vor Taifun – Kurs auf Olympia-Stadt Tokio

Für die Olympioniken in Japan könnte es zu Wochenbeginn ungemütlich werden. Der Taifun "Nepartak" bewegte sich am Sonntag über dem Pazifik mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von gut 100 Kilometern in der Stunde weiter Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu. Wie die nationale Wetterbehörde bekanntgab, dürfte sich der Wirbelsturm – der achte der Saison – gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio auf Land zu treffen. Die Behörde warnte vor heftigen Regenfällen, stürmischen Winden und hohem Wellengang.

25. Juli: Bogenschießen: Deutsches Frauen-Team holt bei Olympia Bronze

Die deutschen Bogenschützinnen haben bei den Olympischen Spielen in Tokio im Team-Wettbewerb die Bronzemedaille gewonnen. Michelle Kroppen (Jena), Charline Schwarz (Feucht) und Lisa Unruh (Berlin) siegten am Sonntag im Yumenoshima Park im kleinen Finale gegen Belarus mit 5:1 (55:48, 53:51, 55:55). Letztmals hatte ein deutsches Frauen-Team in Sydney 2000 eine Medaille geholt.

Das Trio um Unruh, die 2016 in Rio mit Silber die erste deutsche Einzel-Medaille in dieser Sportart überhaupt geholt hatte, war zuvor im Halbfinale an den russischen Bogenschützinnen mit 1:5 gescheitert und hatte damit das Endspiel gegen Übermacht Südkorea verpasst.

25. Juli: Wasserspringerinnen Punzel und Hentschel gewinnen Bronze

Die Wasserspringerinnen Lena Hentschel und Tina Punzel haben dem deutschen Team die erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio beschert. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett gewannen die Europameisterinnen die Bronzemedaille. Hentschel und Punzel mussten sich am Sonntag im Tokyo Aquatics Celntre nur den starken chinesischen Siegerinnen Shi Tingmao und Wang Han sowie dem Duo aus Kanada geschlagen geben.

Für die Berlinerin Hentschel und Punzel aus Dresden ist es der größte Erfolg der bisherigen Karriere. Um besser mit Punzel trainieren zu können, zog die 20-jährige Hentschel extra nach Dresden.

25. Juli: Zwei Tage Wettkampf-Zwangspause beim Rudern in Tokio

Die Ruder-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tokio machen zwei Tage Zwangspause. Wegen erwarteteter Winde und möglicherweise unfairer Bedingungen kommt es weder am Montag noch am Dienstag zu Rennfahrten auf dem Sea Forest Waterway, teilten die Organisatoren am Sonntag mit. Betroffen ist davon unter anderem das Finale der Doppelvierer mit Frieda Hämmerling (Kiel), Franziska Kampmann (Waltrop), Carlotta Nwajide (Hannover) und Daniela Schultze (Potsdam), die nun erst am Mittwoch (3.50 Uhr/MESZ) die Chance bekommen, Olympiasiegerinnen zu werden.

Auch andere Medaillen-Kandidaten des Deutschen Ruder-Verbands sind betroffen. Die Leichtgewichts-Doppelzweier Jonathan Rommelmann (Krefeld) und Jason Osborne (Mainz) fahren ihr Halbfinale einen Tag verspätet. Sie sind statt am Dienstag nun am Mittwoch wieder dran. Für Oliver Zeidler verschiebt sich das Halbfinale im Einer in der Folge von Mittwoch auf Donnerstag. Infolge der Verschiebungen am Montag war der Vorlauf des Deutschland-Achters am Wochenende von Sonntag auf Samstag vorgezogen worden.

25. Juli: Zeidler in Tokio souverän im Halbfinale – Doppelvierer ohne Medaille

Welt- und Europameister Oliver Zeidler hat bei den Olympischen Spielen in Tokio auch sein Viertelfinale dominiert und ist ungefährdet ins Halbfinale eingezogen. Einen Tag nach seinem 25. Geburtstag war der Ruderer aus Ingolstadt am Sonntag zwar mehr als zwölf Sekunden langsamer als noch zum Start am vergangenen Freitag, aber auch sein norwegischer Dauerkontrahent Kjetil Borch und der im Vorlauf ebenfalls starke Grieche Stefanos Ntouskos waren in ihren Viertelfinals deutlich langsamer. Zeidler zählt neben dem Deutschland-Achter in Japan zu den größten Medaillenkandidaten des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV).

Zuvor vergab der Herren-Doppelvierer als erstes Boot des DRV die letzte Chance auf eine Olympia-Medaille. Max Appel (Magdeburg), Hans Gruhne (Potsdam), Tim Ole Naske (Hamburg) und Karl Schulze (Berlin) kamen am Sonntag im Hoffnungslauf auf Rang vier und verpassten damit das A-Finale.

25. Juli: Hockey-Damen starten mit Sieg gegen Olympiasieger Großbritannien

Die deutschen Hockey-Damen sind erfolgreich in das Olympia-Turnier in Tokio gestartet. Gegen Rio-Olympiasieger Großbritannien setzte sich das Team von Trainer Xavier Reckinger bei brütender Hitze im Oi Hockey Stadium am Ende verdient mit 2:1 (1:1) durch. Viktoria Huse (24. Minute/Siebenmeter) und Charlotte Stapenhorst (33.) erzielten die deutschen Tore beim wichtigen Startsieg. Sarah Jones (13.) hatte die Britinnen am Sonntag mit 1:0 in Führung gebracht.

25. Juli: Schwimmer Mühlleitner verpasst erste Medaille seit 2008 knapp

Schwimmer Henning Mühlleitner hat eine Medaille bei den Olympischen Spielen nur ganz knapp verpasst. Der 25-Jährige belegte am Sonntag in Tokio über 400 Meter Freistil den vierten Platz. "Jetzt ist es natürlich die Blechmedaille oder Holzmedaille oder wie auch immer man es nennen mag, aber das stört mich relativ wenig", sagte Mühlleitner. Als Vorlaufbester war er völlig überraschend in den Endlauf eingezogen und hatte damit Hoffnungen auf die erste Medaille der deutschen Beckenschwimmer seit 2008 geweckt. Damals war Britta Steffen Doppel-Olympiasiegerin geworden.

24. Juli: Glänzender Dressur-Auftakt durch Jessica von Bredow-Werndl

Jessica von Bredow-Werndl hat bei den Olympischen Spielen in Tokio für einen glänzenden Auftakt der deutschen Dressur-Mannschaft gesorgt. Die 35-Jährige aus Tuntenhausen zeigte mit ihrer Stute Dalera den besten Ritt des Tages. Für den Grand Prix erhielt sie 84,379 Prozentpunkte. Das zweitbeste Ergebnis erzielte Cathrine Dufour aus Dänemark mit Bohemian (81,056). Der Grand Prix ist die Qualifikation für den Teamwettbewerb am Dienstag und das Einzel am Mittwoch.

Die Mannschaften bestehen nach dem neuen olympischen Reglement in Tokio – anders als bisher – nur aus drei Paaren. Alle Ergebnisse zählen, das bei EM und WM übliche Streichergebnis entfällt.

24. Juli: Deutsche Turner im Team-Finale – Dauser und Herder in Endkämpfen

Die deutschen Turner haben sich bei den Olympischen Spielen in Tokio für das Mannschaftsfinale qualifiziert. Das Quartett Lukas Dauser, Andreas Toba, Nils Dunkel und Philipp Herder sammelte am Samstag in der Mehrkampf-Qualifikation 249,929 Punkte und zog damit als Sechstes ins Team-Finale am Montag ein. Bei den Spielen 2012 und 2016 war die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) jeweils Siebter geworden.

Bester der Riege war der deutsche Mehrkampf-Meister Dauser, der für seine Übungen am Boden, dem Pauschenpferd, den Ringen, beim Sprung, am Barren und am Reck 83,731 Punkte bekam. Damit erreichte er als 20. zugleich das Finale im Einzel-Sechskampf. Auch Herder zog mit 82,432 Punkten überraschend ins Finale ein. Zudem zog Dauser mit 15,733 Punkten als Zweiter in den Endkampf der besten Acht am Barren ein und kann sich Medaillenhoffnungen machen.

24. Juli: Schwimmer Mühlleitner überrascht als Vorlaufschnellster 

Henning Mühlleitner hat als erster deutscher Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio überraschend als Vorlaufschnellster das Finale erreicht. Der Sportler aus Neckarsulm schlug am Samstag im Vorlauf über 400 Meter Freistil in klarer persönlicher Bestzeit von 3:43,67 Minuten an. Lukas Märtens (Magdeburg) verpasste den Endlauf als Zwölfter. Das Finale über die Strecke, auf der Paul Biedermann immer noch den Weltrekord hält, findet in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag statt.

24. Juli: Achtelfinale für Tennis-Doppel Zverev/Struff

Alexander Zverev ist im Doppel-Wettbewerb ein erfolgreicher Start bei den Olympischen Spielen in Tokio gelungen. Der beste deutsche Tennisspieler gewann am Samstag mit Jan-Lennard Struff etwas überraschend gegen die an fünf gesetzte polnische Paarung Hubert Hurkacz und Lukasz Kubot 6:2, 7:6 (7:5). Nächste Gegner des deutschen Duos sind die Franzosen Jeremy Chardy/Gael Monfils. Damit haben beide deutschen Herren-Doppel bei den Sommerspielen in der japanischen Hauptstadt den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Kevin Krawietz und Tim Pütz hatten zuvor die Argentinier Facundo Bagnis und Diego Schwartzman mit 6:2, 6:1 abgefertigt. Im Damen-Doppel endete der Wettbewerb dagegen für die einzige deutsche Paarung nach der ersten Runde. Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund zogen gegen das russische Duo Veronika Kudermetowa/Jelena Wesnina mit 2:6, 5:7 den Kürzeren.

24. Juli: Hockey-Herren holen Sieg gegen Kanada

Die deutschen Hockey-Herren sind wie erwartet erfolgreich in das Olympia-Turnier in Tokio gestartet. Gegen Kanada setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi am Samstag sicher mit 7:1 (4:1) durch und fuhr damit einen Pflichtsieg ein. Lukas Windfeder und Christopher Rühr (beide 2) sowie Martin Häner, Niklas Bosserhoff und Mats Grambusch (alle 1) erzielten die Tore für die klar überlegene DHB-Auswahl, die am Montag im zweiten Gruppenspiel gegen Weltmeister Belgien allerdings deutlich mehr gefordert werden wird.

24. Juli: Schachmann schafft es beim Straßenradrennen nur auf Platz zehn

Nach dem Corona-Schock im deutschen Team blieb Maximilian Schachmann beim Schlagabtausch am Mount Fuji das Happy End verwehrt, stattdessen raste der Tour-Dritte Richard Carapaz zur olympischen Goldmedaille. Beim brutalen Straßenradrennen über 234 Kilometer und fast 5000 Höhenmetern sowie Temperaturen von über 30 Grad musste sich der gebürtige Berliner trotz einer kämpferischen Vorstellung mit dem zehnten Platz begnügen. Den Sieg holte sich der Mann aus Ecuador vor dem belgischen Alleskönner Wout van Aert und dem slowenischen Tour-Champion Tadej Pogacar.

24. Juli: Zehnkämpfer sieht deutschen Corona-Fall als Warnung für alle

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul bewertet den Corona-Fall des deutschen Radsportlers Simon Geschke bei Olympia in Tokio auch als Warnung vor der Durchlässigkeit einer Kontaktblase. "Es verdeutlicht noch einmal mehr, dass wir auch in dem olympischen Dorf sehr darauf aufpassen müssen, mit wem wir uns treffen, mit wem wir uns zusammen aufhalten, und diese Kontakte möglichst minimieren müssen", sagte der 23-jährige Mainzer der Deutschen Presse-Agentur auf seinem Flug nach Tokio. Der Fall zeige auch, "dass so eine Blase nicht immer komplett funktioniert. Wir müssen natürlich hoffen, dass es nicht mehr wird." Kaul verwies auf seiner Anreise zugleich darauf, dass er noch keinen genauen Einblick aus erster Hand in das Hygienekonzept vor Ort habe. In Geschke hatte die deutsche Olympia-Mannschaft am Abend der Eröffnungsfeier der Sommerspiele ihren ersten Corona-Fall. Der 35-Jährige ist nach seinem positiven Befund in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen.

24. Juli: Deutsche Gold-Ambitionen: Achter direkt im Finale

Der Deutschland-Achter hat seine Gold-Ambitionen mit dem direkten Finaleinzug bei den Olympischen Spielen untermauert und wie die anderen deutschen Boote am zweiten Renntag in Tokio überzeugt. Das Paradeboot des Deutschen Ruder-Verbandes zog am Samstag bei erneut drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit auf den letzten Metern des Vorlaufs auf dem Sea Forest Waterway noch an den lange führenden US-Ruderern vorbei. Sie sicherten sich so Platz eins. "Man muss schon auf sehr hohem Niveau und in guter Verfassung sein, um so ein Ding abzufackeln, wie wir das heute gemacht haben. Das war sicherlich eine sehr, sehr gute Leistung", sagte Trainer Uwe Bender.

24. Juli: Judoka bei Olympia verweigert Kampf gegen Israeli und wird disqualifiziert

Der algerische Judoka Fethi Nurine muss die Olympischen Spiele vorzeitig verlassen, nachdem er einen Kampf gegen einen israelischen Athleten verweigert hat. Das algerische Olympische Komitee erkannte Nurine und seinem Trainer Benichlef am Samstag die Akkreditierung ab und ordnete ihre Rückreise an. Die Internationale Judo-Föderation teilte mit, Nurines Verhalten stehe "im totalen Gegensatz zur Philosophie" des Verbandes. 

Nurine hatte am Donnerstagabend einem algerischen Fernsehsender gesagt, er könne wegen seiner politischen Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt nicht gegen einen Israeli antreten. Nurine war bereits 2019 von der Judo-Weltmeisterschaft disqualifiziert worden, weil er den Kampf gegen einen israelischen Sportler verweigert hatte. 

24. Juli: Badminton-Mixed: Knappe Niederlage gegen Favoriten aus China

Das deutsche Badminton-Mixed Isabel Herttrich und Mark Lamsfuß ist mit einer knappen Zweisatzniederlage ins olympische Turnier gestartet. Gegen die an Position zwei gesetzten Chinesen Huang Dong Ping und Wang Yi Lyu verlor das Duo mit 22:24, 17:21. Im ersten Durchgang hatten die Deutschen einen Satzball vergeben. "Wir waren auf einem sehr hohen Level. Es ist schade, dass wir die Chance nicht nutzen konnten", sagte Lamsfuß nach der Partie. Er sei im ersten Satz etwas nervös gewesen. Lamsfuß nimmt genau wie Isabel Herttrich erstmals an Olympischen Spiele teil.

24. Juli: Deutsche Säbelfechter enttäuschen: Auch Hartung und Szabo draußen

Die deutschen Säbelfechter um Athletensprecher Max Hartung haben die erhoffte Einzelmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio verpasst. Hartung unterlag im Achtelfinale dem Iraner Ali Pakdaman in der Makuhari Messe-Halle B am Samstag mit 9:15. Sein Teamkollege Matyas Szabo verlor in der Runde der letzten 16 mit 13:15 gegen den Russen Kamil Ibragimow. Dieser hatte im Sechzehntelfinale zuvor schon den dritten deutschen Starter, Benedikt Wagner, besiegt.

24. Juli: Tischtennis-Duo Solja und Franziska im Viertelfinale gegen Japan

Das Duo Petrissa Solja und Patrick Franziska hat dem deutschen Tischtennis-Team einen erfolgreichen Start in die Olympischen Spiele in Tokio beschert. Bei der Olympia-Premiere des Mixed-Team-Wettbewerbs erreichten die 27-jährige Berlinerin und der 29-Jährige aus Saarbrücken ohne größere Probleme das Viertelfinale. Gegen die Kubaner Daniela Fonseca und Jorge Campos setzte sich das Duo am Samstag im Achtelfinale in Tokio mit 4:0 durch. Es war der erste Auftritt für das deutsche Tischtennis-Team bei den Spielen. Im Viertelfinale spielt das deutsche Team nun am Sonntag gegen Mitfavorit Japan um seine Medaillen-Chance.

23. Juli: Prothesen-Weitspringer Rehm darf nicht bei Olympia starten

Prothesen-Weitspringer Markus Rehm darf nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Dies hat der Internationale Sportgerichtshof (Cas) entschieden, wie Rehms Berateragentur mitteilte. Damit scheiterte der 32 Jahre alte dreifache Paralympics-Gewinner mit seinem Versuch, bei den Sommerspielen der Nichtbehinderten zu starten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte Rehm dem Deutschen Olympischen Sportbund zur Nominierung für die Teilnahme an den Spielen in gesonderter Wertung vorgeschlagen.

23. Juli: Erster Coronafall im deutschen Olympia-Team – Radsportler positiv

Im deutschen Olympia-Team in Tokio gibt es einen ersten Coronafall. Der Radsportler Simon Geschke sei positiv auf das Virus getestet worden und werde daher nicht am Straßenrennen am Samstag teilnehmen können, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Eröffnungstag der Spiele mit.

23. Juli: Beachvolleyballer Ludwig/Kozuch haben schon einen Sieg in der Tasche

Die deutschen Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben einen Sieg in der Vorrunde bereits sicher und müssen nur zu zwei Partien antreten. Das tschechische Duo Barbora Hermannova/Marketa Slukova kann wegen des positiven Corona-Tests bei Slukova nicht teilnehmen und bekommt alle Partien mit einem "DNS" für "Did not start" (nicht angetreten) gewertet. Das teilten die Organisatoren des olympischen Beachvolleyball-Turniers mit. Die Partie Ludwig/Kozuch gegen Hermannova/Slukova wäre die letzte Vorrundenpartie in Gruppe F am 28. Juli gewesen. Bei einem Einzug ins Achtelfinale hätte das deutsche Duo also eine lange Pause.

Ludwig zeigte viel Mitgefühl. "Das ist einfach nur traurig. Wir kennen die sehr, sehr gut, das sind sehr gute Trainingspartner. Ich kriege jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke", sagte sie. "Dass man die ganze Saison so gut durchhält, man sich an alles hält und alles macht dafür, dass man bei Olympia dabei ist, ein Jahr dran hängt, und dann dieses Unglück hat. Das wünsche ich keinem."

23. Juli: Kurz vor Eröffnung schon mehr als 100 Corona-Fälle bei Olympia

Kurz vor der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle im Zusammenhang mit Olympia veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee in seinem Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee aber nicht genannt.  

22. Juli: Ludwig und Hausding führen als Fahenträger deutsches Olympiateam bei Eröffnungsfeier an

Laura Ludwig und Patrick Hausding werden das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungszeremonie am Freitag als Fahnenträger ins Kasumigaoka National Stadium in Tokio führen. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin und der Wassersprung-Rekordeuropameister erhielten die meisten Stimmen bei der vom Deutschen Olympischen Sportbund durchgeführten Wahl.

22. Juli: Kreativdirekter der Eröffnungsfeier einen Tag vor Zeremonie gefeuert

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio ist deren künstlerischer Leiter gefeuert worden. Show-Direktor Kentaro Kobayashi stolperte über einen alten Sketch, in dem er sich über den Holocaust lustig gemacht hatte, wie die Organisatoren der Spiele erklärten. Es habe sich herausgestellt, dass Kobayashi bei einem früheren Auftritt Wörter genutzt habe, "die sich über eine tragische geschichtliche Tatsache lustig gemacht haben", sagte Olympia-Cheforganisatorin Seiko Hashimoto. Das Organisationskomitee habe deshalb entschieden, ihn von seinem Posten zu entbinden. Zuvor hatten bereits andere Olympia-Macher ihren Hut nehmen müssen.

21. Juli: Totalschaden an Olympia-Boot des deutschen Viererkajaks 

Ein Totalschaden an ihrem Viererkajak auf der Reise nach Tokio hat die deutsche K4-Crew um Routinier Ronald Rauhe kurz vor den Olympischen Spielen geschockt. Das Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) wurde beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt und schwer beschädigt, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Gabelzinken haben den K4 demnach so unglücklich getroffen und demoliert, "dass ein Totalschaden entstanden ist." Bereits an diesem Donnerstag soll ein Ersatzboot für Max Rendschmidt, Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke nach Japan auf die Reise gehen.

"Der Trainer und wir waren erst einmal ziemlich aufgelöst. Das Besondere ist, dass es dieses Boot mit dieser Bauweise auf der ganzen Welt nur zweimal gibt", erklärte Liebscher. "Eins ist jetzt zerstört, das andere haben wir aktuell bei der Vorbereitung in Duisburg genutzt. Dieses Boot muss jetzt schnellstmöglich nach Tokio", sagte Liebscher.

21. Juli: IOC vergibt Olympia 2032 an Brisbane

Brisbane ist Gastgeber der Olympischen Spiele 2032. Die Metropole im australischen Bundesstaat Queensland erhielt von der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Tokio den Zuschlag für die Sommerspiele in elf Jahren. Brisbane war im Rahmen eines neuen Vergabeverfahrens vom IOC zum "bevorzugten Bewerber" erklärt worden und stand daher als einziger Kandidat für die Spiele der XXXV. Olympiade zur Wahl. Für Australien werden es die dritten Sommerspiele nach 1956 in Melbourne und 2000 in Sydney.

21. Juli: Fünf weitere Sportler positiv auf Corona getestet – darunter Top-Schützin Amber Hill

Fünf weitere Sportler sind vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31), die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23), den tschechischen Tischtennis-Profi Pavel Sirucek (28), die britische Schützin Amber Hill (23) und einen Beachvolleyball-Spieler der USA. Sie alle können an den Wettbewerben nicht teilnehmen. Am härtesten trifft das die Olympia-Favoritin und Weltranglisten-Erste Hill. "Es gibt keine Worte, die beschreiben, wie ich mich jetzt fühle", sagte sie. Sie sei "absolut zerstört" nach der Nachricht vom positiven Test. Alle betroffenen Sportler sollen keine Symptome zeigen.

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21. Juli: Bär-Alarm zum Auftakt der Spiele

Einem pelzigen Fan wäre es beinahe gelungen, das aufgrund der Corona-Krise erlassene Zuschauerverbot bei den Olympischen Spielen in Japan zu unterlaufen. Kurz vor Beginn des ersten Wettbewerbs am Mittwoch in Fukushima sorgte ein Kragenbär innerhalb des Stadions von Fukushima für Aufregung: Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, konnte der Eindringling bis zu Beginn des ersten Wettkampfs nicht gefunden werden. Um das Tier aufzuscheuchen, spielten sie laut dem Blatt sogar über die Lautsprecher Musik ab und zündeten Böller - doch vergeblich. Der Bär blieb unauffindbar. Ungeachtet des unerwünschten Gastes ging das Softball-Spiel aber ohne Zwischenfälle vonstatten. Es endete mit einem 8:1-Sieg der japanischen Gastgeberinnen.

dho / anb / rw / tis DPA AFP

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