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Golf-Sensation: Martin Kaymer gewinnt seinen ersten Major-Titel

Deutschland hat einen neuen Golf-Superstar: Der 25-jährige Martin Kaymer hat die PGA-Championship in den USA gewonnen. Kaymer ist erst der zweite Deutsche nach Bernhard Langer, der einen Major-Titel holt. Die Entscheidung fiel in einem Herzschlagfinale.

Golfprofi Martin Kaymer hat sensationell den ersten Major-Titel seiner Karriere gewonnen. Der 25-Jährige aus Mettmann setzte sich in einem Herzschlagfinale bei der 92. PGA-Championship in Kohler im US-Bundesstaat Wisconsin im Stechen am dritten Extraloch gegen den Amerikaner Bubba Watson durch. Nach vier Runden und 72 gespielten Löchern hatten beide mit jeweils 277 Schlägen gleichauf an der Spitze gelegen.

"Es gibt nicht Größeres für einen Golfer, als ein Major-Turnier zu gewinnen", sagte Kaymer, der sein Glück kaum fassen konnte: "Es wird wohl eine Weile dauern, bis ich begreife, was hier passiert ist." Beim Blick auf die Trophäe wurde der Deutsche fast ein bisschen verlegen: "Wow, das ist echt cool, meinen Namen jetzt neben so Legenden wie Jack Nicklaus oder Arnold Palmer zu sehen."

Den Triumph sicherte sich Kaymer im Stechen sogar mit einem Bogey, das heißt, er benötigte fünf Schläge auf einem Par-4. Als sein Kontrahent Watson allerdings noch einen Schlag mehr brauchte, konnte Kaymer sein Glück kaum fassen. Er hob die Fäuste nach oben, dann fasste er sich etwas ungläubig an den Kopf und nahm schließlich Freundin Alison in die Arme.

Kaymer wurde für seinen Sieg zudem mit einem Preisgeld von rund 1,35 Millionen Dollar belohnt. Als sich die erste Euphorie ein wenig gelegt hatte, blickte der 25-Jährige nach vorn: "Ich hoffe, ich kann den Golfsport in den Deutschland durch meinen Sieg noch populärer machen."

Kaymer tritt Nachfolge von Bernhard Langer an

Als Kind habe er Bernhard Langer bewundert, der ihn angespornt habe, sagte Kaymer: "Ich hoffe, ich kann die Teenager jetzt genauso inspirieren wie das Bernhard getan hat." In Kohler jedenfalls trat Kaymer ganz offiziell die Nachfolger Langers an, der als zuvor einziger deutscher Golfprofi Major-Turniere gewonnen hatte (US Masters 1985 und 1993).

Zur tragischen Figur auf der Schlussrunde wurde Dustin Johnson. Der Amerikaner hatte genau wie Kaymer und Watson 277 Schläge auf dem Konto und sah sich schon als dritter Mann im Stechen. Wegen eines Regelverstoßes - Johnson hatte am 18. Loch mit seinem Schläger unerlaubt den Boden berührt - bekam er aber nachträglich zwei Strafschläge aufgebrummt. Dadurch fiel er auf den fünften Platz zurück.

Tiger Woods verteidigt Weltranglistenführung

Das Duell der beiden Superstars entschied Phil Mickelson für sich. Mit der besten Schlussrunde der Konkurrenz von 77 Schlägen schob er sich noch auf den zwölften Platz nach vorne. Das reichte dem Amerikaner aber wieder nicht, um seinen Landsmann Tiger Woods vom Golf-Thron zu stoßen. Der zurzeit schwächelnde Woods bleibt trotz eines für ihn enttäuschenden 28. Platzes die Nummer eins der Weltrangliste.

Für seine Nominierung für das Ryder-Cup-Team der USA benötigt Woods allerdings eine Wildcard. Da ist Kaymer besser dran: Der Shootingstar hat sein Ticket für den traditionsreichen Wettkampf zwischen Europa und den USA bereits sicher.

mad/sid / SID

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
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